Floß
26.02.2026 - 16:47 Uhr

Floß: Otto Kiehl im Alter von 86 Jahren verstorben

Floß nimmt Abschied von Otto Kiehl. Der 86-Jährige war bekannt für sein Talent im Schnitzen und seine Hilfsbereitschaft.

Otto Kiehl aus Floß verstarb im Alter von 86 Jahren. Symbolbild: Julian Stratenschulte/dpa
Otto Kiehl aus Floß verstarb im Alter von 86 Jahren.

Wenige Wochen vor seinem 87. Geburtstag ist Otto Kiehl aus Floß verstorben. Seine Familie verliert mit seinem Tod einen aufrichtigen, treuen und immer hilfsbereiten Mitmenschen. Im Trauergottesdienst am Dienstag in der St.-Johannes-Baptista-Kirche hatte Pfarrer Wilfried Römischer die bewegten Lebensstationen des Verstorbenen in Erinnerung gebracht. Er stellte das Gotteswort: „Und siehe, ich bin bei euch alle Tage, bis an das Ende der Welt“ voran.

Otto Kiehl wurde am 22.März 1939 in Wladimirowka in der heutigen nordwestlichen Ukraine geboren und wuchs mit seinen vier Geschwistern auf. Die Familie floh 1940 in den Westen. Der Umzug erfolgte nach Bad Steben. 1962 heiratete Kiehl Marga Hörl aus Selbitz. 1962 kam Sohn Joachim zur Welt, 1963 Tochter Sabine. Schon mit 28 Jahren verstarb seine Frau. Am 10. März 1977 heiratete er dann die Flosserin Anneliese Schnappauf, geborene Schönberger. Über 44 Jahre waren sie zusammen, bevor Anneliese 2021 verstarb.

Während der Wintermonate übte er sein Hobby, die Schnitzkunst, aus. Große Krippenlandschaften sind entstanden, Figuren und Gebäude. Kiehl war ein Mensch von wenigen Worten. Er erzählte wenig aus seinem Leben, war aber stets hilfsbereit, wie Nachbarn und die Kirchengemeinde berichten. Im Juli 2020 erlitt er einen Schlaganfall, von dem er sich nie wieder erholte. Im Seniorenwohnheim „Am Reiserwinkel“ verbrachte er seinen Lebensabend.

Der kleine Kirchenchor unter der Leitung von Kantor Andreas Kunz (Orgel) verabschiedete sich mit dem Lied „Meine Zeit steht in deinen Händen“, während die Trauergemeinde die Lieder „Befiehl du deine Wege“ und „Von guten Mächten wunderbar geborgen“ sang. Die Urnenbeisetzung fand im evangelischen Friedhof statt.

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