Gleichzeitig sinken die Herstellungsbeiträge für Bauherren. Die Fraktionen im Marktrat fanden folglich nur lobende Worte für die bisherige Kalkulation. „Super gewirtschaftet“, kommentierte der FDP/UB-Sprecher Heinz Kett, der sich noch an die Zeiten erinnern kann, wie er sagte, in denen der Wasserpreis ein politischer war und entsprechend schwankte. Sebastian Kitta (CSU/FL) zeigte sich ebenfalls erfreut darüber, dass der Wasserpreis im Markt im Vergleich zu anderen Kommunen kein Politikum sei; die aktuell notwendige Erhöhung könne man jedem Bürger problemlos erklären. Er sagte: „Gott sei Dank funktioniert in Floß die Berechnung so gut.“
Gut für die Landwirtschaft
Der SPD-Sprecher Robert Lindner gab zu bedenken, dass man die Entwicklung gut beobachten müsse, sollten die nächsten Sommer ähnlich heiß und trocken wie der vergangene werden. Walter Pröls (CSU/FL) merkte an, dass man als Landwirt mit hohem Wasserverbrauch sehr froh sei über die geringfügige Erhöhung und die Sicherheit, dass es in den kommenden vier Jahren keine weitere geben werde. Manfred Venzl (CSU/FL) mahnte, dennoch sparsam mit dem Wasser zu sein; möglicherweise gehe es bei der nächsten Kalkulation ganz ohne Erhöhung ab.
Die neue Beitrags- und Gebührensatzung wurde einstimmig beschlossen. Die Verbrauchsgebühr steigt demnach von 1,79 auf 1,84 Euro pro Kubikmeter; die Herstellungsbeiträge sinken von 0,53 auf 0,51 Euro pro Quadratmeter Grundstücksfläche und von 3,65 auf 3,44 Euro pro Quadratmeter Geschossfläche. Für Bauherren könne sich Letzteres durchaus in „ein paar hundert Euro weniger“ bemerkbar machen, sagte Bürgermeister Günter Stich.
Erste Kontakte zu Tlucná
Der Marktrat macht die ersten vorsichtigen Schritte in Richtung einer Partnerschaft mit einer Gemeinde in Tschechien. Floß ist eine der wenigen Gemeinden, die noch keine solche Partnerschaft hat. Der Kontakt geht auf eine Initiative von Markus Staschewski (SPD) zurück, der reagiert hat, als er erfuhr, dass die tschechische Gemeinde Tlucná auf der Suche nach einem Partner in Deutschland war. Teile des Marktrates werden am Freitag, 25. Januar, erste Kontakte knüpfen, nachdem Grund- und Mittelschule Floß schon Bekanntschaft mit der Schule dort gemacht hat. Kitta meinte dazu: „Was nicht ist, kann ja noch werden.“ Er plädierte für ein langsames Angehen der Sache, denn mit einem Verweis auf dem Ortsschild sei es nicht getan. Dem schloss sich Heinz Kett an, der sich grundsätzlich erfreut zeigte, dass Floss nun auch Schritte unternehme in Richtung einer Partnerschaft.
Regierung fördert Neubau
Gute Nachrichten für die Feuerwehr: Der Bürgermeister gab bekannt, dass der Förderbescheid der Regierung zum geplanten Neubau eines Gerätehauses vorliege. Die Regierung genehmige den vorzeitigen Baubeginn bis spätestens Anfang 2020 und erkenne einen Bedarf von fünf Stellplätzen anstelle der bisherigen drei und einer Schlauchpflegeanlage. Für die rund 2,1 Millionen Baukosten würden gut 350.000 Euro Förderung in Aussicht gestellt.
Ausgiebig dankte der Bürgermeister für die Glückwünsche zum 60. Geburtstag. "Die geschenkten Spirituosen dürften bis zum 61. reichen", meinte er. Es sei ein „anstrengender, aber wunderschöner Tag“ gewesen.













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