Floß
25.03.2026 - 15:46 Uhr

Ingrid Höllerer aus Floß ist verstorben

Sie war eine tüchtige Geschäftsfrau und in Floß als Sängerin im Kirchenchor und auf Beerdigungen bekannt wie geschätzt. Jetzt wurde Ingrid Höllerer selbst in Vohenstrauß beigesetzt. Der Markt Floß hat eine geschätzte Mitbürgerin verloren.

Gründungsmitglied des evangelischen Frauenbundes und Sängerin im Kirchenchor: Die Flosserin Ingrid Höllerer ist im Alter von 88 verstorben. Bild: Fred Lehner
Gründungsmitglied des evangelischen Frauenbundes und Sängerin im Kirchenchor: Die Flosserin Ingrid Höllerer ist im Alter von 88 verstorben.

Ingrid Höllerer war eine freundliche sowie fleißige Geschäftsfrau und zugleich eine Sängerin mit Leib und Seele im Flosser Amt. Zur Auflösung des Vereins "Liederkranz 1862 Floß" 2025, in dem sie mehrere Jahrzehnte das Ehrenamt als Schriftführerin ausführte, kam sie von Vohenstrauß nach Floß, um bei diesem Akt dabei zu sein.

Solange es ihr gesundheitlich möglich war, gehörte Ingrid Höllerer zum festen Kreis der Sängerinnen beim evangelischen Kirchenchor, wo sie zuletzt bei den Beerdigungsgesängen mitwirkte. Sie gehörte zu den Gründungsmitgliedern des Evangelischen Frauenbundes und war stets helfend mit dabei.

Kinder Karin und Thomas

Ingrid Höllerer, geborene Lietz, wurde am 17. Juni 1937 in Stettin im heutigen Polen geboren und ist mit zwei Geschwistern aufgewachsen. Mit ihren Eltern Karl und Margarete kam sie später in der Oberpfalz nach Kohlberg und schließlich nach Floß. Beim früheren Bauunternehmen Hans Wittmann stieg sie in das Berufsleben als kaufmännische Angestellte ein und heiratete 1958 den Flosser Handwerksmeister und Geschäftsmann Karl (Hans) Höllerer. Das Familienglück waren die beiden Kinder Karin und Thomas.

Die Betreuung ihrer Mutter Margarete in den letzten Lebensjahren war Höllerer ein Herzensanliegen. Ihren Lebensabend verbrachte Ingrid Höllerer bei der Familie ihrer Tochter Karin Wappmann in Vohenstrauß, die sie gepflegt hatte, bis sie nun im Alter von 88 Jahren verstorben ist.

Abschied durch Chorgemeinschaft

Im Trauergottesdienst am Mittwoch in der St.-Johannes-Baptista-Kirche in Floß schilderte Pfarrer Wilfried Römischer die Lebensstationen der Frau, die sich um den Chorgesang in der Kirchengemeinde größte Verdienste erworben hat. Der Kirchenchor und Sängerinnen und Sänger der früheren Chorgemeinschaft Liederkranz 1862 verabschiedeten sich unter Leitung von Erwin Löw – an der Orgel spielte Kantor Andreas Kunz – mit den Liedern „Ich bete an, die Macht der Liebe„ und „Irische Segenswünsche“.

Dankesworte sprach Kantor Kunz für den Kirchenchor, den Ingrid Höllerer mit ihrer glänzenden Stimme jahrzehntelang angehörte. Die Beerdigung fand im Friedhof der Stadt Vohenstrauß statt.

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