Floß
15.07.2019 - 17:54 Uhr

Der Mann mit „tausend Ideen“

Nach Armin Betz von der CSU wirft der Zweite Bürgermeister seinen Hut in den Ring: Der FDP-Mann Oliver Mutterer (46) bewirbt sich „mit tausend Ideen im Kopf“ für die Listenverbindung FDP/UB um das Amt des Bürgermeisters im Markt.

Oliver Mutterer (Dritter von links) ist Bürgermeisterkandidat der Listenverbindung FDP/UB; mit im Bild Fraktionssprecher Heinz Kett, Kreisrat Hans Gösl, Gisela Mutterer, MdL Christoph Skutella, Wahlleiter Manfred Meier und Marktrat Wolfgang Bock (von links). Bild: eig
Oliver Mutterer (Dritter von links) ist Bürgermeisterkandidat der Listenverbindung FDP/UB; mit im Bild Fraktionssprecher Heinz Kett, Kreisrat Hans Gösl, Gisela Mutterer, MdL Christoph Skutella, Wahlleiter Manfred Meier und Marktrat Wolfgang Bock (von links).

Das Ergebnis der Nominierungsversammlung im vollbesetzten Gasthaus „Weißes Rössl“ ist deutlich: 50 von 51 Wahlberechtigten stimmen für Mutterer, die gut einstündige Rede des Kandidaten wird mit stehendem Applaus quittiert. Unter den Zuhörern sind auffallend viele junge und jüngere Menschen.

"Positiver Grantler"

Mutterer - verheiratet, drei Kinder, Geschäftsmann mit eigenem Laden am Marktplatz - bezeichnet sich selbst als „positiven bayerischen Grantler“, der den Markt nicht umkrempeln, sich aber den Zeichen der Zeit stellen wolle, und das möglichst ideologiefrei, denn Parteipolitik habe auf kommunaler Ebene nichts verloren. Eine Aussage, die der Weidener Landtagsabgeordnete Christoph Skutella unterstreicht. Auch der FDP/UB-Fraktionssprecher im Marktrat, Heinz Kett, verdeutlicht, dass das Wahlkampfmotto von 2014 „Nur miteinander geht´s“ für die Listenverbindung nach wie vor gelte; dieser parteiübergreifenden Politik sei man in den zurückliegenden fünf Jahren stets treu geblieben.

„Sachlich, frei und unabhängig“ habe man dem Markt bei vielen Themen und Projekten den eigenen Stempel aufgedrückt, sagt Kett. Dem Kandidaten bescheinigt Kett einen „ungeheueren Gerechtigkeitssinn“; Mutterer habe in den vergangenen Jahren im Gemeinderat „zusammenführend gewirkt“.

Der Kandidat, eigenen Worten zufolge sein halbes Leben lang ehrenamtlich engagiert, holt weit aus, um darzulegen, worum es ihm mit seiner Bewerbung geht. Nämlich um nichts weniger, als eben das sicherzustellen, was die Bürger sich seiner Auffassung nach wünschen: in Ruhe gut leben, ohne Störungen von außen, das eigene Hab und Gut in Sicherheit wissend.

Brunnen Gösen erhalten

Am Beispiel der Pflichtaufgaben einer Gemeinde umreißt Mutterer seine Vorstellungen und Prioritäten. Abwasserentsorgung und Wasserversorgung, ein Dauerthema im Markt: Zwei trockene Sommer in Folge zeigen den Worten Mutterers zufolge, dass „Wasser kein endloses Gut ist“. Der Markt dürfe daher auch seinen letzten Brunnen in Gösen nicht aufgeben; dessen Instandsetzung, die auf 600.000 bis 800.000 Euro geschätzt sei, sei eine Investition in die Zukunft, die sich schnell relativiere mit Blick auf die bestehende Abhängigkeit von der Steinwaldgruppe. In Sachen Straßen- und Wegebau verweist Mutterer mehrmals auf die Prioritätenliste, die die beiden Parteimitglieder Manfred Meier und Klaus Winkler erstellt haben. An dieser Liste orientiere sich der Marktrat seit Jahren, „und darauf sind wir schon sehr stolz“.

Als Chefsache bezeichnet Mutterer die Themen Ortsplanung und Wohnungsbau. Das neue Baugebiet sei „eines unserer ersten Anliegen“ gewesen. Vorrang hat für den FDP-Mann zwar immer die Eigeninitiative des Einzelnen, wie er sagt, aber die Gemeinde müsse nach ihren finanziellen Möglichkeiten im Wohnungsbau mitmischen und sich um leerstehende Gebäude kümmern.

Mehrzweckhalle sanieren

Eine klare Haltung zeigt Mutterer zur sanierungsbedürftigen Mehrzweckhalle. Er spricht sich deutlich gegen einen zuletzt diskutierten Neubau mitten im Markt aus; die Halle könne für etwa 900.000 Euro so renoviert werden, dass sie weitere zehn bis fünfzehn Jahre genutzt werden könne. Eine Halle mit einem Saal in dieser Größe sei ein Aushängeschild für den Markt. In der Mitte des Marktes sieht Mutterer eigenen Worten zufolge eher ein Sozial- und Gesundheitszentrum mit Tagespflege und betreutem Wohnen nach Waldthurner Vorbild.

 
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