22.12.2019 - 13:44 Uhr
FlossOberpfalz

Weihnachtsparty bei Müllers

Er ist wohl der einzige Zahnarzt, dessen Besucher jubeln und applaudieren. Wenn Frank Kiener seine rote Weihnachtsmütze aufsetzt, wissen die Fans schon, was kommt: Eartha-Time!

von Autor gagProfil

Schon 14 Mal wurde die Fertigungshalle von Müllers Porzellanmanufaktur in Floß zum Konzertsaal. Drei Tage vor Heiligabend treten dort die Musiker der King Size Combo auf und stimmen auf Weihnachten ein. Umgeben von Kisten mit Rohlingen, fertigen Tassen, Verpackungsmaterial und der Abwärme des Brennofens erlebt das Publikum Weihnachtskult vom Feinsten. Dafür geben Markus König (Saxophon, Gesang), Peter König (Posaune), Michael "Das Teil" Haberl (Bass, Gesang), Bruno Hammer (Gitarre), Marion Ertl (Gesang), Frank Kiener (Gesang), Klaus Binner (Schlagzeug) und Werner "Leif" Wiesmeth (Piano) alles.

Dieses Mal waren noch mehr Gäste gekommen als in den Vorjahren, die Tanzfläche vor der Band war proppenvoll. Soul, Jazz, Pop, Blues, Hits der 80er Jahre und die Klassiker der amerikanischen Swingszene mischten das Programm durch. "Hit the Road Jack" befahl Marion Ertl schon mal. Oder erklärte: "Blame it on the Boogie". Fetzig ging die Weihnachtsparty weiter, auch mit Weihnachtsmusik: "All I want for Christmas is you" oder "Frosty the Snowman", swingend unterstützt von Markus Königs Saxophon. Die Soundfülle der Band ergoss sich in die Gehörgänge der Gäste.

Einen "Special Guest" hatten die Königs eingeladen. Lara Marterer spielte zu "Legendary" das Saxophon, während Michael Haberl dazu sang und Bruno Hammer seine Gitarre jaulen ließ. Den "Piano Man" von Billy Joel gab überzeugend Leif Wiesmeth. Und über all der modernen Technik steht seit Jahren der alte Radio-Recorder, der wohl täglich seinen Dienst tut. Mit "Rocking around the Christmas Tree" forderte Marion Ertl zum Tanz um den Christbaum auf und wünschte "Merry Christmas Everyone".

Die obligatorische rote Weihnachtsmütze von Frank Kiener zeigte es an: nun war "Eartha Kitt-Time". Gekonnt hauchte Kiener das "Santa Baby" mit so bescheidenen Weihnachtswünschen wie "decoration bought at Tiffany" oder "fill my stocking with a duplex and checks - and hurry down the chimney tonight". Mit "Celebration" von Cool and the Gang ging das Konzert weiter. Sagenhaft kamen auch wieder die äußerst coolen Rap-Einlagen von "King Maggus" bei "Word up" von Cameo (gesungen von Michael Haberl) oder bei "Lady Marmalade" an.

Nach der Pause legte Marion Ertl mit ihrer tollen Soulstimme erst nochmal richtig los. "All along for Christmas", "Oh what a night", "Proud Mary" im Tina-Turner-Style oder "Conga" von Gloria Estefan, das kräftig in die Tanzbeine fuhr. Und dann kam - traditionell und lange erwartet - "Das Teil" Michael Haberl als Joe-Cocker-Double. Mit einem herrlich kratzig gesungenen "Unchain my Heart" samt grandiosem Sax-Solo von Markus König begeisterte er das Publikum, ebenso wie mit "You can leave your hat on". Er nennt das "Nasenlied", weil er dazu eine spezielle Technik anwendet. Dazu strahlte Klaus Binner hinter seinem Schlagzeug.

Als dann auch noch Frank Kiener "Minnie the Moocher" anstimmte und das Publikum das "Hi-dee hi-dee hi-dee hi" des Refrains lauthals mitsang, erreichte die Stimmung ihren Höhepunkt, den nur noch Marion Ertls "I will survive" von Glorya Gaynor toppen konnte. Der "absolut letzte Song" des tollen Konzerts war dieses Mal wieder "Last Christmas" von Wham, welches der große Publikumschor begeistert mitsang.

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