15.07.2020 - 15:15 Uhr
FlossenbürgOberpfalz

Altenhammer soll noch schöner werden

Die Möglichkeiten einer Ortserneuerung zu erörtern, war Ziel eines Rundgangs. Bürgermeister Thomas Meiler nahm Vertreter des Amts für ländliche Entwicklung und Landtagsabgeordneten Stephan Oetzinger mit auf eine Tour durch Altenhammer.

Vor dem „Schlössl“ mit dem früheren Gutshaus im Hintergrund diskutiert Bürgermeister Thomas Meiler mit seinen Gästen die Möglichkeiten der Dorferneuerung in Altenhammer.
von Autor CROProfil

Altenhammer war Ziel eines Rundgang von Bürgermeister Thomas Meiler mit dem Leiter des Amts für Ländliche Entwicklung (ALE) Tirschenreuth, Thomas Gollwitzer, dem Sachgebietsleiter Dorferneuerung, Erik Bergner, sowie Abgeordneten Stephan Oetzinger. Das Ortsbild und auch der Name des heute etwa 300 Einwohner zählenden Ortsteils ist historisch geprägt vom Eisenhammer, der Spiegelschleife, von der Steinindustrie und der Wasserkraft des Gaisbaches, der das Tal durchfließt.

Die durch die Wasserkraft angetriebenen Schmiedehammer, von dem sich der Ortsname ableitet, wurden über Jahrhunderte hauptsächlich zum Schmieden von Eisen und Waffen genutzt. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts dienten die Wasserräder zum Antrieb von Schleifsteinen für die Herstellung von Spiegeln. Heute wird das reichlich vorhandene Wasser im Tal für die Stromerzeugung genutzt. Der nunmehr vorherrschende Industriezweig im Altenhammer ist der Granitabbau mit seinem werkszugehörigen Granitverarbeitungsbetrieb in der Mitte Altenhammers.

Amtsleiter Gollwitzer war von der Lage und dem Ortskern, mit teilweise geschlossener städtischer Bauweise, begeistert. Hier fänden sich ideale Voraussetzungen, einen historisch gewachsenen Ort nach den Wünschen und Anforderungen der Bürger gezielt aufzuwerten und lebenswerter zu mache, sagte er. Eine aktive Bürgerbeteiligung, so Gollwitzer, sei Dreh- und Angelpunkt, für die Erstellung eines zukunftweisenden und förderfähigen Konzepts. Sachgebietsleiter Bergner unterstrich dies aus seiner Erfahrung heraus, auch aus vergleichbaren Dorferneuerungsprojekten. An Oetzinger gewandt wies Gollwitzer darauf hin, dass die derzeit angefragten und schon beantragten Dorferneuerungskonzepte der vielen oberpfälzischen Gemeinden, die im Landeshaushalt bereitgestellten Fördermittel bei Weitem übersteigen würden. Hier wäre eine Aufstockung der Fördermittel unbedingt notwendig. Gollwitzer bat den Abgeordneten, sich dafür im Landtag stark zu machen.

Auch in anderen Gemeinden des Landkreises Neustadt/WN werden die Ortskerne herausgeputzt:

Bechtsrieth

Gezielte Fördermittel, auch für private Objekte, aus verschiedenen Programmen zu finden, sei machbar, sagte der CSU-Politiker. Es sei aber wichtig ein gezieltes, zukunftsorientiertes Gesamtkonzept mit einer durch die Bürger definierten Priorisierung der umzusetzenden Maßnahmen zu erstellen. Mit Aktivierung der Eigenkräfte und durch Stärkung der vorhandenen Potenziale werde die Dorfkultur gefördert und gestärkt. "Hier geht Qualität vor Geschwindigkeit", sagte Oetzinger.

Bürgermeister Meiler will das Thema „Dorferneuerung Altenhammer“ auf die Agenda der nächsten Gemeinderatssitzung nehmen, um in einem ersten Schritt einen Plan für eine aktive Bürgerbeteiligung in Form von Arbeitskreisen und Bürgergesprächen zu initiieren. Einen Planungszeitraum 2020/21 hielten alle Beteiligten für geeignet, um zusammen mit den Bewohnern dien Anforderungen und die daraus abzuleitenden Maßnahmen zu definieren. Der Weg zum Erfolg beginnt aber zunächst mit dem Antrag der Gemeinde beim ALE zur Dorferneuerung, der dann die nächsten Schritte zwangsweise folgen lässt.

Bürgermeister Thomas Meiler erläutert Erik Bergner und Thomas Gollwitzer vom Amt für Ländliche Entwicklung sowie Landtagsabgeordnetem Stephan Oetzinger vor dem historischen Dampfwerksgebäude die Industriegeschichte Altenhammers.
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