08.04.2019 - 11:51 Uhr
FlossenbürgOberpfalz

Bürgermeister hofft auf Aufklärung im Fall Frischholz

Der Bürgermeister der Gemeinde Flossenbürg hofft, dass der Fall Monika Frischholz nach fast 43 Jahren aufgeklärt wird. Die Diskussionen um das Verschwinden der Zwölfjährigen hätten im Ort nie geendet, sagte Thomas Meiler (CSU) am Dienstag.

Die, bei Grabungen der Polizei, im Landkreis Neustadt an der Waldnaab gefundenen Reste eines VW Käfers.
von Agentur DPAProfil

Flossenbürgs Bürgermeister Thomas Meiler hofft auf Aufklärung. Die Diskussionen um das Verschwinden der Zwölfjährigen hätten in dem Ort nie geendet, sagte Thomas Meiler (CSU) am Dienstag. Das sei bedrückend gewesen. „Jetzt sehen die Menschen Licht am Horizont und hoffen, mit dem Thema abschließen zu können.“

Die Ermittler hoffen, den Ablageort der Leiche des Mädchens gefunden zu haben. Am Montag gruben sie dort einen VW Käfer aus. Das Auto muss aber nicht unbedingt in Zusammenhang mit dem Verschwinden des Mädchens stehen, wie ein Polizeisprecher betonte.

Der Fall war neu aufgerollt worden, nachdem die Polizei Ende 2018 einen neuen Zeugenhinweis erhielten. Daraufhin seien zahlreiche Einwohner noch einmal vernommen worden, sagte Bürgermeister Meiler, der selbst Polizist ist. Das habe die Leute aber nicht gestört, im Gegenteil: „Jeder will dazu beitragen, dass der Fall aufgeklärt wird.“

Im Dorf gebe es noch viele Menschen, die Monika und deren Familie persönlich kannten. Das Verschwinden des Mädchens habe die Leute immer beschäftigt. Er selbst habe die Schülerin nicht persönlich gekannt, sagte Meiler, der mit 49 Jahren etwas jünger ist, als es Monika heute wäre. Jedoch könne er sich an die Zeit ihres Verschwindens gut erinnern. Es habe damals geheißen, Kinder sollten vorsichtig sein, wenn sie rausgehen und in kein Auto einsteigen.

Natürlich habe es auch immer Spekulationen um das vermisste Mädchen gegeben. „Gerüchte kamen und gingen.“ Auch das habe auf die Stimmung gedrückt. Flossenbürg sei ein beschaulicher Ort, in dem quasi jeder jeden kenne. Schade sei, dass die Angehörigen von Monika die mögliche Aufklärung des Falles nicht mehr erleben. Ihre Eltern sind schon länger tot, ihr Bruder starb Anfang dieses Jahres.

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