11.11.2019 - 16:08 Uhr
FlossenbürgOberpfalz

Von Diskriminierung zum Holocaust

Die Gedanken gelten nicht nur der Vergangenheit, sondern genauso dem Geschehen in der Gegenwart und künftigen Gefahren. 110 Schülern und die DGB-Jugend Bayern rücken den Jahrestag der sogenannten „Reichskristallnacht“ in den Blickpunkt.

Die innere Einstellung der jungen Leute ist förmlich zu spüren. Vor der Feierstunde und dem Niederlegen der Kränze bekamen sie Gelegenheit, mehr über das KZ zu erfahren.
von Bernhard NeumannProfil

In der Kapelle „Jesus im Kerker“ auf dem Gelände der KZ-Gedenkstätte forderte Andrea Huber vom DGB-Jugendsekretariat in Regensburg am Montagnachmittag zum Engagement gegen Faschismus und für die Würde aller Menschen auf: „Der Antisemitismus hat eine neue Dimension erreicht.“ Bezirksjugendsekretär Andro Scholl rief dazu auf, „rote Linien“ zu ziehen, die nicht überschritten werden dürfen. Das müsse für die Umdeutung der Geschichte ebenso gelten, wie für Vorurteile oder für den Rassismus.

Junge Leute von den Mittelschulen in Mitterteich und Altenstadt/Waldnaab, sowie von der Gewerkschaft in Hradec Králové (Königgrätz/CR) erzählten vom Geschehen rund um die Nacht zum 10. November 1938. Mit ihren Vorträgen führten sie vor Augen, wie sich der Terror der Nazis auf die Menschen auswirkte. Zu hören war auch von der Sorge um den aktuell zunehmenden Antisemitismus.

Herbert Schmied vom Weidener DGB hatte die Beiträge im Rahmen der Bildungsaktion „Arbeit und Leben“ mit den jungen Leuten vorbereitet. In den folgenden Trauerzug reihten sich Berufsschüler aus Regensburg, Gewerkschaftsvertreter, Heinrich Meier vom Flossenbürger DGB-Ortskartell und der Flosser Bürgermeister Günter Stich ein. Am Ehrenfriedhof wurde ein Kranz niedergelegt. Ein weiteres Gebinde brachte Landtagsabgeordnete Annette Karl im Namen der SPD-Landtagsfraktion mit.

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