05.05.2020 - 09:50 Uhr
FlossenbürgOberpfalz

Gaisweiher-Gasthaus: Räumung beantragt

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Das Berufungsverfahren zum Gaisweiher-Gasthaus läuft. Die gekündigte Wirtin will das Urteil anfechten, dass sie über 32000 Euro Miete und Pacht nachzahlen muss.

Wie lange bleibt im Gaisweiher-Gasthaus noch die Küche kalt? Die Frage hängt nicht nur von der Entwicklung der Coronasituation ab.
von Friedrich Peterhans Kontakt Profil

Am 4. März hatte das Landgericht Weiden befunden, dass die Waldthurnerin, die das Ausflugslokal am Gaisweiher 2017 übernommen hat, der Gemeinde Flossenbürg zu Unrecht Miete für die Pächterwohung und monatliche Zahlungen für das Gasthaus vorenthalten hat.

Nun ist die Frau nach Informationen von Oberpfalz-Medien mit einer Nürnberger Anwaltskanzlei in Kontakt. Die lässt sich offenbar bis Juni Zeit, um zu prüfen, ob sie das Mandat übernimmt und die 65-Jährige vor dem Oberlandesgericht Nürnberg vertritt.

In der Zwischenzeit hat Miriam Hanebuth, die Anwältin des Kommunalservices Flossenbürg (KSF), dem das Gasthaus gehört, den Räumungsauftrag für die Immobilie erteilt. Der Grund: Die Gastronomin hat nach dem Urteil in erster Instanz die Schlüssel noch nicht zurückgegeben. Der Räumungsauftrag bedeutet, dass ein Gerichtsvollzieher kommt und dem KSF Zutritt zu seinem Wirtshaus verschafft. Bis das so weit ist, kann in Coronazeiten dauern.

In der Zwischenzeit sucht der KSF weiter nach einem neuen Pächter. Doch auch das ist schwierig, wenn noch nicht einmal feststeht, wann und mit welchen Auflagen ein Wirt wieder aufsperren darf.

Mehr zur Anfechtung des Urteils

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