(nm) Abkühlung am Start- und Zielpunkt, dem Brunnen am Fuß des Schloßbergs, war drei Tage lang ersehnt, aber eigentlich nur Nebensache. Im Blickpunkt stand aber das Wahrzeichen des Naturparks „Nördlicher Oberpfälzer Wald“, der Schloßberg und die Burgruine.
Um die Informationen für die Besucher kümmerten sich von Freitag bis Sonntag Astrid Locke-Paul und Heike Holzförster vom Geopark Bayern-Böhmen, Mathilde Müllner vom Naturpark, sowie Marlies Meiler und Bettina Gillitzer-Sailer von Seiten der Gemeinde. Anlass für das „Burg-Wochenende“ gab ein runder Geburtstag der Burgwehr. Die historische Gruppe aus der Mitte der Feuerwehr blickt auf das Ursprungsjahr 1618 zurück.
Vor 400 Jahren, zu Beginn des Dreißigjährigen Krieges, ging es ganz und gar nicht ums Feiern, sondern um die Verteidigung der Burg und des Ortes. Was sich damals sowie in den Jahrhunderten davor und danach in der ehemaligen Hohenstaufenfeste abspielte, ließ sich bei sieben Spaziergängen erfahren. Das reichte von den Anfängen um das Jahr 1100 über die häufigen Eigentümerwechsel oder die baulichen Veränderungen bis hin zum herrlichen Blick vom ehemaligen Wohnturm weit in die Landschaft hinein.
Mehr über die Geologie oder über Fauna und Flora in dem Naturschutzgebiet ließ sich ebenfalls erfahren. Imposante Einblicke in die Erdgeschichte und zum Granit finden sich beispielsweise am Burgweiher. In Kürze werden Schafe den Schloßberg bevölkern. Sie sollen den immer mehr aufkommenden Bewuchs kurz halten und so den wertvollen Trockenrasen erhalten.
Ganz ohne Sorgen geht das Vorhaben allerdings nicht ab. Wenn freilaufende Hunde Jagd auf die lebenden Rasenmäher machen, ist Ärger vorprogrammiert. Die Vierbeiner müssen bei Spaziergängen in dem Bereich deshalb angeleint werden.
Flossenbürg
28.07.2018 - 16:15 Uhr
Geschichte am Geburtstag
von Bernhard Neumann
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