(nm) Es war ein besonderer Abend für die KZ-Gedenkstätte und für 50 Gäste. Am Montag wurde in der ehemaligen Häftlingsküche die Ausstellung „Zeichen der Erinnerung“ mit Werken von Fritz Koenig eröffnet.
Gedenkstättenleiter Jörg Skriebeleit, Stefanje Weinmayr vom Skulpturenmuseum im Hofberg (Landshut) und Professor Christoph Stölzl, Präsident der Weimarer Musik-Hochschule und ehemaliger Direktor des Deutschen Historischen Museums in Berlin, stellten die besonderen Aspekte dieser Schau vor.
Soll es Kunst an Orten des Schreckens geben? Auch um diese Frage ging es in der Gesprächsrunde. Einfach machte sich Koenig das nicht. „Er dachte intensiv darüber nach“, gab Stölzl quasi an Stelle des 2017 verstorbenen Bildhauers die Antwort.
Grußworte aus Landshut, dort finden sich zahlreiche Werke Koenigs, hatte Stadtrat Robert Mader parat. „Die Ausstellungsgegenstände in Flossenbürg kommen nicht aus der zweiten Reihe. Es sind allesamt wertvolle Stücke.“ Sie zeigen laut Stefanje Weinmayr nicht zuletzt den Schrecken aber auch die Schönheit dieser Welt.
Beim Rundgang durch die Häftlingsküche waren unter anderem Regionalbischof Dr. Hans-Martin Weiss, der Präsident des Verfassungsgerichtshofes Peter Küspert und Koenigs langjährige Lebensgefährtin Irmtraud Scheibe dabei.
Geöffnet ist die bis Ende Mai 2019 laufende Ausstellung täglich von 9 bis 17 Uhr. Zwei Werke finden sich im Freigelände. Für die kommenden Monate, beginnend im September, sind Führungen und Vorträge zu unterschiedlichen Aspekten vorgesehen. Das reicht hin bis zur Auseinandersetzung Koenigs mit dem Flossenbürger Granit.
Flossenbürg
04.07.2018 - 11:23 Uhr
Kunst an Orten des Schreckens
von Bernhard Neumann
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