(nm) Es war ein Tag der Freude für den Ort und für das Kommunalunternehmen „Kommunalservice Flossenbürg – KSF“.
Rund 2,4 Millionen Euro flossen in die Sanierungs- und Erweiterungsmaßnahmen im Norden der Grenzgemeinde.
Es waren der Campingplatz, die Gastronomie, die Badelandschaft und der Jugendzeltplatz mit der Grillhütte. Für die beiden letztgenannten Bereiche belief sich der finanzielle Aufwand auf knapp 1,6 Millionen Euro.
Tatkräftige Unterstützung kam in Form von Zuschüssen aus den unterschiedlichsten Töpfen. Das reichte von der „Richtlinie zur Förderung von öffentlichen touristischen Infrastruktureinrichtungen“ über die Wirtschafts- und die Tourismusförderung bis hin zu sogenannten „Leader-Mitteln“ von der EU. Die sind für die Hilfe in ländlichen Regionen bestimmt.
Bürgermeister Thomas Meiler erinnerte sich am Donnerstag an die Anfänge: „Ich war nicht lange im Amt, da musste ich bei der Regierung in Regensburg in einem großen Kreis das Projekt vorstellen. Offensichtlich hinterließ das Eindruck. Wenig später kamen die Bewilligungsbescheide.“ Bei der praktischen Abwicklung galt es, weitere Hürden zu überwinden. An Überraschungen, meistens der unangenehmen Art, mangelte es jedenfalls nicht. Fast immer war das mit drohenden Mehrkosten verbunden.
Das gesetzte Limit nicht zu überschreiten, gestaltete sich extrem schwierig: „Es war eine harte Zeit. Unterstützung und Rückhalt kam vom Kommunalunternehmen mit Vorstand Tanja Schwanitz, von Projektmanagerin Margit Frauenreuther, vom Gemeinde- und vom Verwaltungsrat, von der Verwaltung und vom Bauhof oder auch vom Personal am Campingplatz. Nicht vergessen darf ich auf die Hilfe von den Campingfreunden und von unserer Rentnertruppe.“
Hans-Michael Pilz war vom zuständigen Neumarkter Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten gekommen. Als lokale Managerin war Daniela Franz vom Landratsamt dabei. 1,1 Millionen Leader-Euro stehen für die Zeit von 2014 bis 2020 im Landkreis zur Verfügung. Davon flossen alleine schon 160 000 Euro in den Jugendzeltplatz: „Das zeigt den hohen Stellenwert.“ Den unterstich in seiner Ansprache auch der stellvertretende Landrat Albert Nickl: „Heute ist ein guter Tag für Flossenbürg und für den gesamten Landkreis. Die getätigten Investitionen sind ausgezeichnet angelegtes Geld.“ Mit dem gelungenen Werk sei Ausdauer, Wille und Ideenreichtum unter Beweis gestellt worden. „Auch wenn es ein schwieriger Weg war, er weist in die Zukunft.“
In Gedichtform ließ Eugen Schimmel, auch vor den versammelten Gemeinderäten, den Raiffeisendirektoren Jürgen Schnappauf und Josef Völkl, CSU-Landtagskandidat Stephan Oetzinger, Bürgermeister der umliegenden Orte sowie den Vertretern der beteiligten Firmen, die zurückliegenden Monate Revue passieren. Er stellte den Jugendzeltplatz und die Badelandschaft vor. Der Landschaftsplaner kümmerte sich mit den Büros von Rudolf Meißner und Manfred Grünwald um die Vorbereitung und Abwicklung des Mammutprojektes.
Wie recht Schimmel mit dem Loblied auf die Freizeitanlage Gaisweiher hatte, zeigte sich während der Feierlichkeiten in der Grillhütte. Trotz strömenden Regens marschierte auf dem neu angelegten Weg entlang des Gewässers eine Gruppe vergnügter Wanderer vorbei. Ganz abgeschlossen sind die Arbeiten im Übrigen noch nicht. Der Bürgermeister kündigte ein weiteres Schmankerl an: „Wir finden bestimmt noch ein Plätzchen für drei sogenannte Wohnfässer. Es wäre die ideale Unterkunft für Radler, die kein eigenes Zelt aufschlagen wollen.“
Flossenbürg
29.06.2018 - 14:14 Uhr
Millionen für Freizeitparadies
von Bernhard Neumann
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