(nm) Noch fielen keine endgültigen Entscheidungen, eine Tendenz ließ sich am Donnerstag im Rathaus aber durchaus feststellen. Bislang schienen die Gedanken an einen Abrissbagger die Oberhand zu behalten, Bürgermeister Thomas Meiler brachte an dem Abend ein neues Förderprogramm für das auf mehr als 800 000 Euro geschätzte Herrichten des Gebäudes mit den vier Wohnungen ins Gespräch: „Natürlich gilt es genau zu rechnen. Der Aufwand könnte sich aber, berücksichtigt man die Zuschüsse, durchaus rechnen.“
Roman Schell, Birgit Neumann und Peter Schmidt forderten auf, den Weg einzuschlagen, auch wenn das viel Aufwand bedeute. „Dann wissen wir aber genau, woran wir sind“, blickten die Sprecher der SPD-, der FWG- und der CSU-Fraktion in die Zukunft. Meiler brachte gleich anschließend ein weiteres Thema mit hohem Stellenwert zur Sprache: „Ein Radweg an der südlichen Ortseinfahrt steht schon seit Jahren ganz oben auf der Agenda. Es geht um die Strecke entlang der Staatsstraße von der Abzweigung nach Würzelbrunn bis zur Abzweigung nach Waldkirch.“
Mit dem Staatlichen Bauamt laufen erneut intensive Gespräche, nachdem wegen des bestehenden Grenzverlaufs ursprüngliche Gedankengänge verworfen werden mussten. Der Bürgermeister verwies auf Sicherheitsaspekte in dem Bereich und die zunehmende Zahl der Radler: „Wir sollten deshalb nicht aufgeben.“ Mit dem Bauamt wurden neue Ideen zu Papier gebracht. Für die Kommune würden dabei geschätzte 8000 Euro für eine Stützmauer anfallen. Die Gemeinderäte akzeptierten das. „Weiter machen“, lautete der Beschluss.
Sorge bereitete ein Hinweis von Ulrich Krapf. Er ist nicht nur Gemeinderat, sondern auch Jagdpächter. Bei der Sitzung konnte er zwar nicht anwesend sein, aber auch Meiler und weiteren Mitgliedern lag das Thema „Quadfahrer“ am Herzen. Bei einigen überwiege leider der Leichtsinn. Nachdem es zu Beinahe-Unfällen kam, galt ein Appell der Vernunft: „Etwas mehr Rücksicht und alle Beteiligten könnten zufrieden sein.“
23 800 Euro wird im kommenden Jahr ein Gutachten kosten. Darum kümmert sich die OTH Amberg-Weiden mit einem sogenannten Teil-Energienutzungsplan. Konkret geht es um die Frage, wie sich aus Solarstrom Gas herstellen und nutzen lässt. Das Wirtschaftsministerium bewilligte für die Untersuchung 16 600 Euro Zuschuss.
„Ja, aber“, hieß es bei dem von Anette Meier eingereichten Bauantrag. Ihr geht es um die Genehmigung eines bestehenden Carports für die Nutzung als Holzlege sowie als Unterstellplatz für die dazu benötigten Maschinen. Von den Gemeinderäten kam das nötige Einvernehmen. Nicht verzichten lässt sich auf einen landschaftspflegerischen Begleitplan für den Bereich am Oberen Plattenberg: „Auch darf es keine gewerbliche Nutzung geben.“
Im Weiteren passierte noch der von Achim Hör vorgelegte Plan den Gemeinderat. Er will im Gebäude in der Tulpenstraße das Dachgeschoß aus- und einen Balkon anbauen. Einen positiven Beschluss gab es an dem Abend auch noch zu einem Aufforstungsantrag, trotz einiger Bauchschmerzen. Er betrifft eine kleine Fläche am Fuß des Schloßbergs, der eigentlich nicht weiter zuwachsen sollte.
Flossenbürg
09.07.2018 - 11:08 Uhr
Neues Förderprogramm für altes Flossenbürg Wohnhaus
von Bernhard Neumann
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