Flossenbürg
12.11.2018 - 10:07 Uhr

Schule wird generalüberholt

„Hurra, die Schule brennt“, der Filmtitel aus den 1960er-Jahren wird für die Buben und Mädchen in der Grenzgemeinde nicht Realität werden. Geplant ist das Gegenteil. Für Schulhaus und Turnhalle stehen Generalsanierungen an.

Vor einem Jahr gab es bereits einmal eine Probebeleuchtung bei der Granitmauer am Ortsplatz. Die Lichtstimmung machte Eindruck. Jetzt kommt es zu einer dauerhaften Lösung. Bild: nm
Vor einem Jahr gab es bereits einmal eine Probebeleuchtung bei der Granitmauer am Ortsplatz. Die Lichtstimmung machte Eindruck. Jetzt kommt es zu einer dauerhaften Lösung.

Gleich zum Auftakt der Gemeinderatssitzung legte Bürgermeister Thomas Meiler den Bauantrag für beide Gebäude auf den Tisch im Sitzungssaal des Rathauses. Das Gremium hatte am Freitag nichts einzuwenden. Die Unterlagen gehen weiter an das Landratsamt. Schwarz auf weiß liegen im Übrigen bereits die schulaufsichtliche Genehmigung und die Förderbescheide für die Maßnahmen vor. Meiler blickte in die nahe Zukunft: „Einen konkreten Zeitablauf gibt es noch nicht. Wir wollen aber Anfang 2019 mit den Ausschreibungen starten.“

Optimistisch gab sich das Gemeindeoberhaupt zu den zwangsläufig entstehenden Handicaps für den Unterricht: „Das wird eine Herausforderung, die sich aber meistern lässt.“ Außer Betrieb genommen werden die schulisch genutzten Räume im sogenannten Altbau. Der neuere Teil der Schule bekommt neue Fenster und einen zweiten Fluchtweg, es stehen energetische Verbesserungen an, bei der Mittagsbetreuung wird sich räumlich etwas verändern, es geht um die Sicherheit und auch, soweit machbar, um Barrierefreiheit. Umfangreiche Arbeiten sind genauso in der Turnhalle beabsichtigt.

Grünes Licht von Seiten der Städtebauförderung gibt es auch schon für die Beleuchtung des Ortsplatzes. Bislang musste der mit einem Peitschenmasten und mit eher düsteren Verhältnissen auskommen. Schon bald sollen neue Leuchten und Strahler für die mächtige Granitmauer, für die Eingänge zu den Felsenkellern und für den Steinbackofen die Lichtstimmung und die Attraktivität des Geländes inmitten des Ortes deutlich verbessern. Knapp 16 000 Euro stehen als Kosten im Angebot der Bayernwerke.

Die Regierung der Oberpfalz unterstützt mit Mitteln aus der Städtebauförderung ein neues Info-System. Der Wald aus Hinweis- und Werbeschildern soll verschwinden. Als abschreckendes Beispiel nannte Roman Schell den Bereich am Kiosk. Zusammen mit Birgit Neumann und Peter Schmidt sprach er sich zugunsten einer Radikal-Aktion aus. Granitstelen mit einem einheitlichen und gefälligen Hinweissystem ersetzen das momentane Wirrwarr. „Das umzusetzen ist nicht leicht. Der zuständige Ausschuss hat jedenfalls viel zu tun“, kommentierte der Bürgermeister das Vorhaben.

Es bleibt nicht beim Austausch der Hinweistafeln. Für die sollen die beteiligten Organisationen und Firmen im Übrigen einen Obolus beisteuern. In der Grenzgemeinde gibt es mehr als 60 Anwesen mit Hausnamen. Die dürfen nicht in Vergessenheit geraten. Täfelchen mit entsprechenden Hinweisen sollen als Beitrag zum Erhalt der Ortsgeschichte angebracht werden.

Ohne Diskussionen passierten die Verträge mit der Katholischen Kirchenstiftung zur voraussichtlich eine Million Euro teuren Sanierung des Theresienheims das Gremium. Sowohl Kirche als auch Gemeinde profitieren davon. Keine Einwände gab es schließlich zum Bericht über die örtliche Rechnungsprüfung für das Jahr 2017. Zweiter Bürgermeister Alexander Sailer stellte das Resultat der sechs Sitzungen vor. Gravierende Beanstandungen machte er nicht geltend.

 
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