23.09.2019 - 18:19 Uhr
FlossenbürgOberpfalz

StaplerCup 2019: Maximilian Üblacker junior deutscher Vizemeister

Maximilian Üblacker junior ist mehr als zufrieden. Der Flossenbürger gehört zu Deutschlands besten Gabelstaplerfahrern und
wurde am Wochenende Vizemeister. Gerade einmal 0,8 Sekunden entschieden über die Platzierung.

Max Üblacker junior (links) aus Flossenbürg hat es aufs Siegertreppchen geschafft. Er ist deutscher Vizemeister im Gabelstaplerfahren. Erster ist Erwin Brummer aus Gambach, den 3. Platz belegt Sebastian Schenkelberg aus Isenburg-Neuwied.
von Stephanie Hladik Kontakt Profil

Am Montagmorgen sitzt der 30-Jährige schon wieder auf dem Gabelstapler im heimischen Metallbetrieb in Flossenbürg und geht seiner Arbeit nach. Wie war’s, fragen wir ihn gespannt. „Das war haarscharf“, sagt Üblacker gegenüber Oberpfalz-Medien, und schiebt noch ein „Wahnsinn“ hinterher. Das Feld sei diesmal so eng gewesen, dass wirklich jedes Hundertstel entscheidend war.

Max Üblacker kämpfte sich am Samstag und Sonntag durch die Vorrunden bis ins Finale des StaplerCups, der in diesem Jahr bereits zum 15. Mal ausgetragen wurde und von Jahr zu Jahr mehr Zuschauer anzieht. 15 000 waren es am Wochenende in Aschaffenburg, wo die Deutschen Meisterschaften und internationalen Championships ausgetragen wurden. Als Zweitplatzierter hatte sich Üblacker zuvor beim Regionalentscheid in Nürnberg für „die Deutsche“ qualifiziert. Er trat gegen 62 Konkurrenten an.

Bestzeit hingelegt

Schon mehrmals stand der Oberpfälzer seit 2008 im Finale. Als Deutscher Meister schaffte er es 2016 erstmals auch aufs oberste Podest. Seitdem zählt er zum Favoritenkreis, auch wenn, wie er immer wieder betont, „sehr viel Glück dazu gehört“. Am Wochenende war es ihm hold, der Flossenbürger hatte einen guten Lauf. Gleich in der Vorrunde brillierte er in der Disziplin im „Jonglieren“ von Minifässern und erzielte die Bestzeit. Der Einzug ins Viertelfinale war ihm damit sicher. Hier galt es dann Styroporscheiben zu stapeln. Im Halbfinale erwarteten die Teilnehmer große Bierkästen. Für Üblacker alles kein Problem.

Glück hatten die Teilnehmer auch, dass der Wettbewerb bei schönstem Spätsommerwetter über die Bühne ging. Da die Stapelteile so leicht wie Moosgummi sind, gefährdet jeder Windstoß den Erfolg. „Im letzten Jahr machte uns das ganz schön zu schaffen“, erinnert sich Üblacker. Heuer lief es perfekt und nicht weniger spannend. Mitfavorit Jörg Klößinger hatte in der Vorrunde seine Stapler-Aufgabe ganze neun Sekunden schneller erledigt und lag vorne. Im Halbfinale scheiterte er an dem Flossenbürger. „Es ging um Millisekunden. Den habe ich dann einfach rausgehauen“, sagt Max Üblacker.

0,8 Sekunden entscheiden

Im Finale entschieden schließlich 0,8 Sekunden über den Podestplatz. Üblacker freut sich. Als Zweitplatzierter ist er 2020 im Teamwettbewerb mit dabei. Es sei schon irre, wie sich der Wettbewerb verändere, sagt er. „Früher lag das Teilnehmerfeld drei, vier Sekunden auseinander. Jetzt entscheiden Hundertstel. Für Max Üblacker, der von seiner Frau Julia zum Wettbewerb begleitet wurde, ist Staplerfahren Arbeit und Hobby zugleich. Er übe nicht, wie er bereits mehrfach in Interviews betont hat. „Dafür fehlt mir auch der richtige Stapler. Die großen Schubstapler, die bei der Meisterschaft zum Einsatz kommen, haben wir nicht in unserer Firma." Fahrer von Unternehmen mit einem größeren Fuhrpark hätten da manchmal Trainingsvorteile.

Hält der Turm? Max Üblacker junior in Aktion beim StaplerCup 2019 in Aschaffenburg.

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