30.03.2019 - 09:50 Uhr
Fortschau bei KemnathOberpfalz

Garage im Kemnather Ortsteil Fortschau brennt lichterloh

Zischende und krachende Geräusche, heller Feuerschein, lautes Sirenengeheul, blinkende Blaulichter und lautstarke Martinshörner: Am späten Freitagabend brannte im Kemnather Ortsteil Fortschau eine Garage.

von Michael DenzProfil

Bereits beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte, welche rasch vor Ort waren, stand die Garage lichterloh in Flammen. Eine Anwohnerin der Amberger Straße in Kemnath hatte den Brand gesichtet und die Rettungskräfte gerufen. Daher rückten gegen 22 Uhr die Feuerwehren Fortschau-Kuchenreuth und Kemnath sowie der Rettungsdienst aus.

Die gemeldete Lage konnte der Kemnather Kommandant Peter Denz, welcher bereits fünf Minuten nach der Alarmierung mit Führungsassistenten Gustav Zaloga an der Brandstelle mit dem Kommandowagen als erstes eintraf, bestätigen und die Einsatzörtlichkeit auf den Kemnather Ortsteil Fortschau eingrenzen. Zischende und krachende Geräusche waren lautstark zu vernehmen. Dichter Rauch stieg aus der Einzelgarage, welche zwischen mehreren größeren Wohngebäuden steht, empor. Das Feuer in der Garage wie auch die vielen Blaulichter erhellten die Dunkelheit.

Ein Drei-Mann-Atemschutztrupp der Kemnather Wehr brachte den Brand zügig unter Kontrolle. Im weiteren Verlauf wurde ein zusätzlicher Zugang zur Einzelarage geschaffen und die Glutnester mit der Wärmebildkamera gesichtet und abgelöscht. Die Ausleuchtung der Brandstelle wurde mittels der Drehleiter unterstützt.

Auch standen weitere Atemschutzkräfte in Bereitschaft. Die Löschwasserversorgung wurde durch die wasserführenden Fahrzeuge und das Leitungsnetz sichergestellt, dazu einige Schläuche verlegt. Nach rund einer halben Stunde bauten die Einsatzkräfte die ersten Einsatzgerätschaften bereits wieder ab. Die Feuerwehr Kemnath war mit über 30 Einsatzkräften, dem Kommandowagen, Hilfeleistungslöschfahrzeug, Löschfahrzeug, Mehrzweckfahrzeug, Schlauchwagen, der Drehleiter und dem Versorgungs-Lastkraftwagen angerückt. Ebenfalls vor Ort waren Kräfte der Fortschau-Kuchenreuther Wehr mit ihrem Tragkraftspritzenfahrzeug, wie auch Kreisbrandmeister Florian Braunreuther.

Der Brandleider konnte laut Polizei noch zwei Motorräder aus der Garage holen und in Sicherheit bringen, bevor sich das Feuer über den gesamten Bereich ausbreitete. Doch auch die Motorräder wurden durch Ruß und Hitze in Mitleidenschaft gezogen. „In der Garage befanden sich mehrere Fahrräder und zwei restaurationsbedürftige Kleinkrafträder, ebenso eine Werkbank mit diversen Werkzeugen und eingelagerte Musikinstrumente und Musikequipment“, so die Polizei, welche den entstandenen Schaden auf mindestens 15.000 Euro beziffert.

„Brandursache dürfte womöglich ein technischer Defekt an der Elektroinstallation gewesen sein. Auslöser könnte aber auch eine Motorradbatterie gewesen sein, die tagsüber für den Start in die Motorradsaison aufgeladen worden war“, schreibt der Beamte in seinem Bericht. Hinweise auf eine Brandstiftung liegen demnach nicht vor.

Hintergrund:

Vier Einsätze innerhalb von zwei Tagen

Erst gegen Mitternacht beendeten die Kemnather Floriansjünger den Einsatz „Garagenbrand“ nach Wiederherstellung der Einsatzbereitschaft. Bereits am Donnerstagnachmittag rückten diese zu einer ausgelösten Brandmeldeanlage aus. Dies erwies sich jedoch als Fehlalarm. In der Nacht zum Freitag wurden die Feuerwehrleute zu einer dringenden Wohnungsöffnung gemeinsam mit dem Rettungsdienst alarmiert, bei welcher eine hilflose Person vermutet wurde. Am Freitagvormittag rückten die Brandschützer nach Speichersdorf aus. Ein Heckenbrand drohte dort auf ein Wohngebäude überzugreifen, das konnte jedoch verhindert werden.

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