Schnelles Internet auch für Freihöls

Der Ausbau des Breitbands in Freihöls kann beginnen. Zum Start des 600 000 Euro kostenden Projekts hat Bürgermeister Christian Ziegler einen Kooperationsvertrag mit dem in Niederbayern ansässigen Anbieterunternehmen Amplus unterzeichnet.

Unterschrift in der Turnhalle: Bürgermeister Christian Ziegler (links) und Amplus-Vorstand Martin Naber (rechts) setzten ihre Namen auf einen Kooperationsvertrag zum Breitbandausbau in Freihöls. Zwischen beiden Eduard Maier von der Breitbandberatung Bayern.
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Während alle anderen Ortsteile von Fensterbach bereits an das Breitbandnetz angeschlossen sind, wartet Freihöls noch auf den technischen Fortschritt. "Doch jetzt kann es losgehen", sagte Amplus-Vorstand Martin Naber bei der Vetragsunterzeichnung in der Dürnsrichter Schulturnhalle. Naber tat dies in Gegenwart von Bürgermeister Christian Ziegler und des Breitbandberaters Eduard Maier aus Neumarkt.

Bis zur Vollendung des Projekts ist ein Zeitrahmen von 22 Monaten gesetzt. "Doch so lange wird es wohl nicht dauern", ließ Naber anklingen und machte deutlich, dass voraussichtlich im Februar Vertriebsbeauftragte von Amplus bei den Hausbesitzern in Freihöls vorsprechen. Die Kontaktaufnahme geschieht aus mehrerlei Gründen. Die Ampus-Leute wollen wissen, ob das Breitband von Grundstückgrenzen aus bis zu den Anwesen gelegt werden darf. "Das ist kostenlos", ließ der Amplus-Vorstand wissen und fügte hinzu, dass eine allein den Hausbesitzern überlassene Entscheidung zugunsten eines Anschlusses durchaus sinnvoll sei. Parallel dazu geht es bei den Vorsprachen um einen zur Nutzung notwendigen Anschlussvertrag mit dem Anbieter. Dazu wird laut Naber keiner gezwungen. Wichtig erschien ihm die Mitteilung, dass es für die Eigner der einzelnen Liegenschaften keine gemeinsame Zusammenkunft im Vorfeld der Arbeiten geben wird. Dies, sagte er, sei wegen Corona nicht möglich.

Amplus wird mit den Verlegungsarbeiten ein Bauunternehmen beauftragen. Wer das sein wird, konnte Vorstand Naber noch nicht sagen. Gewiss aber ist, dass zur Verlegung nahezu ausschließlich Gehsteige geöffnet werden, um an die insgesamt 61 Gebäude zu gelangen. Die Glasfaserleitungen werden eine Gesamtlänge von 6,6 Kilometern haben. Im Zusammenhang mit dem Breitbandausbau entstehen auch zwei Multifunktionsgebäude. Die Zuschüsse von staatlicher Seite aus sind genehmigt. Auf die Gemeinde kommen 20 Prozent der Kosten zu. Das macht bei einer Gesamtsumme von 600 000 Euro rund 120 000 Euro aus.

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Die Verlegung in Freihöls hatte sich verzögert, da ursprünglich die Telekom das Projekt ausführen wollte. Dann sagte das Unternehmen ab, musste der Gemeinderat das Vorhaben an eine andere Firma vergeben. Sie mochte dann allerdings zu einem zunächst genannten Betrag die Kabel nicht verlegen. "So zog sich die Sache in die Länge", ließ Bürgermeister Ziegler wissen. Doch nun könne endlich gestartet werden. Dem für die Gemeinde zuständigen Breitbandberater Eduard Maier war es ein Anliegen, ältere Hausbesitzer darauf hinzuweisen, "dass es Sinn macht, einen Anschluss bis zum Anwesen legen zu lassen." Auch wenn von ihnen gegenwärtig kein Computer genutzt werde, würden künftige Bewohner davon profitieren.

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