10.06.2021 - 15:26 Uhr
FreihungOberpfalz

Marktgemeinde Freihung plant zwei neue Baugebiete

Der Marktgemeinderat stimmt geschlossen für die Einleitung eines Bauleitverfahrens für zwei Baugebiete

Bis zu 15 Bauplätze sind in Freihung-West unweit der B 299 vorgesehen.
von Siegfried BockProfil

Die stichprobenartigen Bodenuntersuchungs-Ergebnisse zur vierten Erweiterung des Baugebiets "Freihung-West" und Kirchstraße stellte Helga Rupp vom Ingenieurbüro Bodenschutz GmbH aus Neustadt am Kulm in der jüngsten Sitzung vor. Beim Untersuchungspfad "Boden-Mensch" wurde bei einer der sieben Parzellen bei der Prüfwert für Kinderspielflächen überschritten, berichtete Rupp. Beim Untersuchungspfad "Boden-Nutzpflege" sei der Prüfwert bei fast allen Parzellen überschritten. Hier müsse durch geeignete Maßnahmen entgegengewirkt werden, erklärte sie

"Wir sollten vorher wissen, was uns zukommt", bemerkte FW-Sprecher Reinhard Seidl. Deshalb sei zunächst die Ermittlung der Kosten für den Grunderwerb und den Lärmschutz sowie eine Stellungnahme der Fachbehörden beim Landratsamt Amberg-Sulzbach das Wichtigste. So könnten auch Planungskosten für den Fall einer "Nichtausweisung" eingespart werden. "Wollen wir junge Familien in Freihung halten, dann müssen wir Geld in die Hand nehmen" warf Erika Urban (CSU) ein. Ihr Parteikollege Heinrich Schwirzer erinnerte an die Planungshoheit der Gemeinde. Der schnellste Weg, Baugebiete zu verwirklichen, wäre, sofort mit der Bauleitplanung und der Aufstellung einer Planung zu beginnen.

Stefan Blind (CSU) brachte das 7000 Quadratmeter große Grundstück in an der Kirchstraße ins Spiel, auf dem einmal ein Altenheim geplant war. Seidl plädierte auch dafür, das anzupacken. Ein Aufstellungsbeschluss für die Kirchstraße soll schon bald auf der Tagesordnung des Marktgemeinderats stehen. Zur weiteren Vorgehensweise schlug Bürgermeister König vor, die Unterlagen für beide Maßnahmen dem Kreisbauamt vorzulegen, um den nächsten Schritt machen zu können.

Sebastian Weiß (CSU) beantragte für Weickenricht eine Beschränkung auf Tempo 30. Es gehe ihm dabei um die spielenden Kinder. Bei der Verkehrsschau habe die Polizei den Abbau aller Schilder und rechts vor links empfohlen, erwiderte Max Heindl. "Ich bin schon für die Verbesserung der Sicherheit, aber wenn die landwirtschaftlichen Schwerfahrzeuge an jeder Kreuzung bremsen müssen?", gab Reinhard Seidl zu bedenken. Stattdessen sollte man zwei "Eyecatcher" aufstellen. Dritter Bürgermeister Johannes Ott (SPD) erklärte: "Wenn schon Fremde das Problem sind, dann das ,Anlieger frei'-Schild aufstellen." Schließlich folgte das Gremium dem Vorschlag von Erika Urban, ebenfalls für die Ölhofstraße in Großschönbrunn, die sich für die einfache Lösung (Eyecatcher) aussprach.

Befürwortet wurde der Bauantrag auf Überdachung eines Wintergartens in Rothaar 4. Moritz Lobenhofer (SPD) bat um Säuberung der Sandfänge in der Thansüßer Professor-Stark-Straße. Reinhard Seidl bat auch darum, die Sinkkästen in Weickenricht sauber zu machen. Dies sollte nach Starkregen stets an den Brennpunkten geschehen. Amtsrat Heindl empfahl hier, bei derartigen Meldungen nicht bis zur nächsten Sitzung zu warten, sondern eine E-Mail an die Gemeinde zu richten. Sebastian Weiß sprach die Bodenwellen beim Kindergarten St. Marien an. Warnhinweise in beiden Fahrtrichtungen kündigte Bürgermeister König für diesen Bereich an. Thomas Macke und zweiter Bürgermeister Klaus Siegert (CSU) monierten die Verkehrsspiegel in Weickenricht und Großschönbrunn. "Sie kommen wieder hin, sobald die Bestellung eingetroffen ist", konstatierte Heindl. Erika Urban gab den Wunsch eines Tanzflecker Bürgers weiter, den Geschwindigkeitsanzeiger an der stark befahrenen B 299 aus Richtung Freihung auf die rechte Straßenseite zu versetzen.

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