10.06.2021 - 16:54 Uhr
FreihungOberpfalz

Marktgemeinderat Freihung verabschiedet Haushalt

10,5 Millionen Euro umfasst der Haushalt 2021, für den Markt Freihung absoluter Rekord. Das bedeutet ein Plus gegenüber dem Vorjahr um 8,6 Prozent.

Das Gemeindezentrum steht vor einer umfangreichen Renovierung und Modernisierung.
von Siegfried BockProfil

Der Marktrat verabschiedete den Gemeinde-Etat 2021 in seiner Sitzung am Dienstag ebenso einstimmig wie den Finanzplan 2021 bis 2024. "Die Marktgemeinde fit machen für die Zukunft", das gab Bürgermeister Uwe König als Motto für den Haushalt 2021 vor. "Und dazu gehört: Themen anpacken und gestalten. Das heißt aber auch: Die finanziellen Möglichkeiten ausloten und nutzen", betonte König.

Als größte Schwerpunkte nannte König die Schaffung von Bauplätzen und das Vorantreiben der Breitbandversorgung. Leider sei es nach wie vor sehr schwierig, bereits bestehende Bauplätze für junge Familien zu gewinnen. "Aber es gibt bereits Teilerfolge; dank vieler Verhandlungen sind wir nah dran in Freihung, Seugast und Großschönbrunn", signalisierte der Gemeindechef. Die zwei Millionen teure Dorferneuerung Großschönbrunn kommt nun mit den Pflanzarbeiten zum Abschluss. Im Abwasserbereich sorgen Kanalbefahrung, der Beginn der Ertüchtigung Kanalnetz sowie der Architektenvertrag für den Zusammenschluss der Kläranlagen für Ausgaben von einer Million Euro.

Neue Fahrzeuge

Zur Modernisierung stünden das Gemeindezentrum und das Gemeinschaftshaus Thansüß an. Bei letzterem warte man noch immer auf den Förderbescheid, ohne den ein Baustart nicht möglich sei, erklärte König. Ebenso stünden Straßensanierungen in größerem Umfang an. Für den Erhalt des Straßennetzes seien zirka 500 000 Euro vorgesehen. Als weitere Vorhaben erwähnte König die Ausstattung des Bauhofs und der Feuerwehr mit Fahrzeugen. Zur Steigerung der Attraktivität der Gemeinde kämen heuer auf der Kultur- und Begegnungsstätte (Kube) Bewegungsgeräte und eine Sommerstockbahn für rund 100 000 Euro hinzu. König gab sich überzeugt, "dass wir diese Lage meistern."

Für Amtsrat und Kämmerer Max Heindl war es sein 25. Haushalt, ein "kleines Jubiläum", wie er anmerkte. In den vergangenen 24 Jahren bedurfte es keines Nachtragshaushalts. Dafür stünden auch im laufenden Jahr die Weichen gut. Die Steuerhebesätze bleiben unverändert. Heindl erläuterte, dass die Gemeinde trotz hohem Schuldenstand jederzeit leistungsfähig war und es auch 2021 ist. Ein Indiz dafür sei, dass der Markt Freihung vom Freistaat Bayern weder Bedarfszuweisungen noch Stabilisierungshilfen erhalten habe. Sein ständiger Wunsch sei deshalb, diese Leistungsfähigkeit zu erhalten und zu festigen. Alle Ausgaben müssen auch künftig unbedingt auf ihre Notwendigkeit, Angemessenheit und Wirtschaftlichkeit hin überprüft werden. Nur durch stetige Ausgabendisziplin und der Generierung aller möglichen Einnahmen sei sichergestellt, Überschüsse zu erwirtschaften. "Wir müssen aber ständig aufpassen und im Bedarfsfall rechtzeitig reagieren."

Sanierung des Gemeindezentrums

Heindl dankte seinen Mitarbeitern für die Unterstützung bei der Erstellung des Zahlenwerks. "Er ist ein richtiger Haushaltsfuchs", lobte Bürgermeister König seinen Kämmerer sowie die parteiübergreifende Zusammenarbeit mit den Fraktionen. Für die CSU-Fraktion sah Heinrich Schwirzer den Haushalt völlig unkritisch und unbedingt notwendig. Reinhard Seidl (FW) und Johannes Ott (SPD) schlossen sich dem an.

Architekt Heinrich Schwirzer erläuterte die Maßnahmen zum Umbau und der Sanierung des Saals im Gemeindezentrum. Gewisse Unwägbarkeiten seien noch vorhanden. Bei der Heizung soll künftig ein Kreuzstromwärmetauscher eine Einsparung bringen. Schwirzer verwies auf die innerhalb von sechs Monaten eingetretenen Preissteigerungen von 20 Prozent. Weil die Theatergruppe in die Ausschreibung für den Bühnenbau gehen wolle, im Oktober wieder Proben und im Januar Aufführungen geplant seien, bat Reinhard Seidl: "Gemeinde, Theatergruppe und Architekt sollen sich miteinander abstimmen."

Das Gemeindezentrum steht vor einer umfangreichen Renovierung und Modernisierung. Der Gemeinderat genehmigte den Kostenrahmen in Höhe von rund 350 000 Euro.

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"Trotz hohem Schuldenstand war die Gemeinde jederzeit leistungsfähig und sie ist es auch im laufenden Jahr."

Kämmerer Max Heindl

Info:

Haushalt Freihung 2021

Gesamtsumme 10,5 Millionen Euro

Verwaltungshaushalt 5,2

Vermögenshaushalt 5,2

Kreditaufnahme 1,5

Schuldenstand zum Ende des Jahres 2021 6,8Die größten Einnahmen

Einkommensteueranteil 1,4

Investitionszuweisung 1,15

Schlüsselzuweisungen 1,0

Gewerbesteuer 570 000Die größten Ausgaben

Tiefbaumaßnahmen 2,8

Kreisumlage 1,2

Personalkosten

Vermögenserwerb 1,2

Abwasserbereich 1,0

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