23.04.2019 - 17:14 Uhr
FreihungOberpfalz

Martin Scheidler ist seit 40 Jahren ein "Siebener"

Beim bayernweiten Feldgeschworenentag in Regensburg zeichnet Finanzminister Albert Füracker langjährige Feldgeschworene aus. Landwirt Martin Scheidler (Großschönbrunn) ist einer von ihnen.

Finanzminister Albert Füracker (rechts) ehrt Martin Scheidler in Regensburg.
von Autor NBUProfil

Scheidler ist schon seit über 40 Jahren ehrenamtlich als Feldgeschworener für den Markt Freihung im Einsatz. Dafür erhielt er die Ehren- und Dankurkunde des Bayerischen Finanzministeriums.

Seit mehr als 500 Jahren engagierten sich Bürger als Feldgeschworene, wie Füracker anmerkte. Sie werden auch "Siebener" genannt. Als Mittler zwischen Bürger und Vermessungsverwaltung trügen sie zum nachbarschaftlichen Frieden bei, betonte Füracker vor über 3000 Feldgeschworenen aus ganz Bayern. Diese seien als Hüter der Grenzen auch in der digitalen Welt unersetzlich. Der Freistaat setze nach wie vor auf die Ortskenntnisse der Feldgeschworenen, die somit ein wichtiger Bestandteil der bayerischen Vermessungslandschaft seien und auch blieben.

Die Feldgeschworenen sind laut Füracker aus den alten Mark- und Feldgerichten hervorgegangen, die in den fränkischen Landesteilen schon seit Jahrhunderten bestanden und hohes Ansehen genossen. Aufgabe der Feldgerichte war es, in Grenzangelegenheiten Schiedssprüche zu fällen. So wurden die Feldgeschworenen zu Hütern der Grenzen und Abmarkungen. Sie bekleiden eines der ältesten kommunalen Ehrenämter, werden auf Lebenszeit gewählt und vereidigt. Im vergangenen Jahr hätten die Feldgeschworenen bei über 30 000 Grundstücksvermessungen und der Abmarkung von knapp 20 000 Grundstücken in ganz Bayern mitgewirkt, bilanzierte der Minister.

Bürgermeister Norbert Bücherl, der die gemeindlichen Feldgeschworenen zur Jahrestagung nach Regensburg begleitete, dankte Martin Scheidler im Namen des Marktes Freihung für seine treuen Dienste.

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