04.02.2020 - 16:08 Uhr
MünchenOberpfalz

Freistaat fördert KI-Projekt im Kloster Speinshart

Künstliche Intelligenz ist das Zauberwort der Forschungsförderung im Freistaat. Die Staatsregierung unterstützt nun örtliche Initiativen - auch in der Oberpfalz.

Mit 100 000 Euro fördert der Freistaat eine wissenschaftliche Begegnungsstätte zum Thema Künstliche Intelligenz im Kloster Speinshart (Kreis Neustadt/WN).
von Jürgen UmlauftProfil

Die Regierungsfraktionen von CSU und Freien Wählern haben rund 100 kleinere Initiativen zur Ergänzung des Nachtragshaushalts 2020 auf den Weg gebracht. Sie nutzen dafür 40 Millionen Euro, die Finanzminister Albert Füracker (CSU) in seinem 60,5 Milliarden Euro umfassenden Entwurf nicht verplant hatte.

In erster Linie handelt es sich bei den Vorschlägen der Koalitionsfraktionen regionale Maßnahmen auf allen Politikfeldern. Schwerpunkte sind Bildung, Wissenschaft und Kunst sowie Landwirtschaft und Soziales. Man habe diese Schwerpunkte wegen der aktuellen Herausforderungen bewusst gewählt, erklärte CSU-Fraktionschef Thomas Kreuzer in München.

Die Oberpfalz profitiert mit mehreren Projekten. So soll heuer eine Million Euro zusätzlich an das Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik in Sulzbach-Rosenberg zur Erforschung der Umwandlung von Klärschlamm und Gülle in synthetische Kraftstoffe fließen.

KI-Begegnungsstätte

Der Aufbau einer wissenschaftlichen Begegnungsstätte zum Thema Künstliche Intelligenz im Kloster Speinshart (Kreis Neustadt/WN) wird mit 100 000 Euro gefördert. In Speinshart könnte damit ein "Knotenpunkt für die gesamte KI-Forschung in Bayern" entstehen, erklärten die CSU-Landtagsabgeordneten Tobias Reiß (Brand) und Stefan Oetzinger (Neustadt/WN) dazu. Der "KI-Think Tank Bayern" sei eine "riesige Chance für die Region".

Zuschuss für Bärnau

Mit zusätzlich 30 000 Euro wollen CSU und Freie Wähler das "ArchaeoCentrum Bayern-Böhmen" in Bärnau (Kreis Tirschenreuth) fördern, mit 31 000 Euro das Keramikmuseum Weiden und mit 20 000 Euro das "Centrum Bavaria Bohemica" in Schönsee (Kreis Schwandorf). Von landesweiter Bedeutung sind unter anderem 1,5 Millionen Euro für neue Pflege-Studiengänge und eine Million für das bayerische Krebsforschungszentrum.

Ein Plus von 1,5 Millionen Euro entfällt auf den Bayerischen Jugendring. 1,2 Millionen sind für den Kampf gegen die Afrikanische Schweinepest vorgesehen, eine Million als Prämie für Schafhalter.

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