13.10.2020 - 10:45 Uhr
FreudenbergOberpfalz

Feierstunde für sieben ausgeschiedene Freudenberger Gemeinderäte

Für sieben Mitglieder des Gemeinderats Freudenberg endete mit Ablauf der Legislaturperiode am 30. April auch ihre Tätigkeit im Gemeindeparlament. Wegen der Corona-Pandemie werden sie erst jetzt in einer Feierstunde verabschiedet.

Der Freudenberger Gemeinderat zeichnet sieben ehemalige Mitglieder des Gremiums aus (von links): Matthias Singer, Altbürgermeister Norbert Probst, Bürgermeister Alwin Märkl, Hans Gebhard, Gerhard Dotzler, Dritter Bürgermeister Christian Drexler, Christian Tröster, Josef Schäffer, Josef Zeitler, Hubert Eckl und Zweiter Bürgermeister Franz Weiß.
von Alfred SchornerProfil

Wie Bürgermeister Alwin Märkl in seiner Laudatio für die ausgeschiedenen Mitglieder des Gemeinderats Freudenberg sagte, sei Kommunalpolitik Basispolitik: "Was hier entschieden wird, ist unmittelbar sicht- und spürbar, es betrifft die Bevölkerung direkt." Die Kommunalpolitik wirke sich auf alle Lebensbereiche aus, befasse sich mit wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Belangen. Es gehe um Kindergärten und Schulen, um Wohnungs- und Straßenbau, um Arbeit und Wirtschaft, um Kultur und Sport.

Der Bürgermeister dankte den Ausscheidenden für ihr ehrenamtliches Engagement und ihr Verantwortungsbewusstsein in den Jahren ihrer Zugehörigkeit zum Kommunalparlament. Sein Mandat gut auszuüben und seinen Ansprüchen gerecht zu werden, das erfordere mehr Einsatz, als die Öffentlichkeit wahrnehme. Bei dieser Tätigkeit gehe nicht nur um die Teilnahme und Mitwirkung an Sitzungen und öffentlichen Veranstaltungen, sondern auch um das Durcharbeiten von oft sehr komplexen Beschlussvorlagen. "Mit den Ausscheidern verliert der Gemeinderat Freudenberg engagierte Mitglieder mit viel Sachverstand und jahrelanger Erfahrung", sagte Märkl.

Der Bürgermeister blickte zurück auf die in den zurückliegenden letzten Jahren wegweisenden realisierten Projekte, insbesondere bei der Neuordnung der Wasserversorgung und der Erweiterung der Abwasserversorgung. Er verhehlte nicht, dass, wenn es um große Projekte gehe, die Entschlusskraft, Mut und Kreativität verlangten, wenn die Weichen neu zu stellen seien, unterschiedliche Meinungen aufeinander prallten. "Doch bei allen leidenschaftlichen Debatten gab es stets das Bemühen um Konsens, um Beschlüsse, die von einer breiten Mehrheit getragen wurden", stellte er fest.

Alwin Märkl lobte dabei die kollegiale Zusammenarbeit, die Achtung der Meinung des politischen Gegners und das faire Verhalten. Lebe doch die Demokratie von der Vielfalt der Meinungen, von der Abwägung der Argumente, vom Austausch und von einer lebhaften Diskussion. Bei der vergangenen Kommunalwahl habe sich die Zusammensetzung des Gremiums verändert, sowohl was die Personen als auch die Stärke der Fraktionen angeht. Dabei habe es überraschende Ergebnisse gegeben, einige Kandidaten auf vermeintlich sicheren Plätzen seien nicht erneut gewählt worden. Er appelliere an alle, sich trotzdem weiterhin für die Gemeinde zu engagieren. Als Dank und Anerkennung erhielten nach 18 Jahren ausscheidenden Gemeinderäte Gerhard Dotzler (SPD), Hubert Eckl (CSU), Hans Gebhard (FW) und Josef Schäffer (CSU ) mit der Bürgerverdienstmedaille in Silber ausgezeichnet. Matthias Singer (FW), Christian Tröster (CSU) und Josef Zeitler (CSU) wurden für sechs Jahre Gemeinderatstätigkeit mit der Bürgerverdienstmedaille in Bronze geehrt.

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