Im Gemeinderat von Freudenberg war der Bebauungsplan Freudenberg-West Thema. In einer frühzeitigen Beteiligung waren 38 Träger öffentlicher Belange befragt worden, 14 gaben Hinweise. Auch ein Bürger äußerte Bedenken gegen die Ausweisung des Baugebietes. In der Sitzung beurteilte nun Martina Dietrich vom Büro Stadt & Raum alle eingegangenen Stellungnahmen. Das Fazit: Es liegen keine schwierigen, unüberwindbaren Stellungnahmen vor. Nach Wertung und Abwägungsbeschlussfassung könne ohne Vorbehalte in die öffentliche Auslegung übergegangen werden. Das Gremium billigte daraufhin den Bebauungsplanentwurf „Freudenberg-West“ und beauftragte die Verwaltung, das Verfahren für die öffentliche Auslegung nach dem Baugesetz durchzuführen.
Diskussion um Photovoltaikanlagen
Nachdem bereits bei der Juni-Sitzung des Gemeinderates ein Antrag auf Bauleitplanung für die Errichtung einer Freiflächenphotovoltaikanlage bei der Greßmühle, nahe der AS 30, durch die Firma Greenovative vorgestellt wurde, oblag es den Räten nun, einen Beschluss herbeizuführen. Mit 4 zu 9 Stimmen waren sie gegen der Errichtung einer Freiflächenphotovoltaikanlage auf den genannten Grundstücken und einer Bauleitplanung.
Eine weitere Photovoltaikanlage plant die Primus Solar GmbH aus Regensburg auf einer sechs Hektar großen Wiesenfläche nördlich der Autobahn bei Etsdorf. Deren Sachbearbeiter Daniel Zeugner stellte fest, dass durch die Anlegung eines Agrarforststreifens westlich und nördlich der Anlage mit einer Breite von zehn Meter eine befürchtete Sichtbeziehung zur Wohnbebauung unterbunden werden soll. Gemeinderat Peter Beer (CSU) bezweifelte, dass diese Eingrünung bei einem Höhenunterschied von rund 30 Meter auf der Grundstücksfläche ausreiche. Auf Nachfrage von 3. Bürgermeister Christian Drechsler (CSU) zur Zusicherung einer Bürgerbeteiligung, sagte Zeugner, dass der zukünftige Planer diese durchzuführen habe. In der Regel arbeiten Investoren mit einer Bürgerbeteiligung von maximal 20 Prozent der Investitionssumme. Bürgermeister Alwin Märkl forderte die Mitglieder des Gemeinderates zu einer Meinungsbildung bis zur nächsten Sitzung auf, damit eine Entscheidung hinsichtlich des Eintritts in ein Bauleitplanverfahren getroffen werden könne.
AOVE will in Förderprogramm
Bürgermeister Märkl informierte über die Bewerbung der AOVE an dem Förderprogramm „Kommunales Klimaschutz-Netzwerk“, welches beim Bundesministerium für Umwelt und Naturschutz angesiedelt ist. Eines der Hauptthemen dieses Förderprogramms ist die Entsorgung von Klärschlamm. Außerdem die fachliche Beratung zur Detailausarbeitung von Energieprojekten.
Des Weiteren stimmte der Gemeinderat einem Abschluss des Stromkonzessionsvertrages mit der Bayernwerk Netz GmbH zu. Dieser tritt am 1. April 2023 in Kraft und endet nach 20 Jahren mit Ablauf des 31. März 2043.
Zustimmung erhält auch der Antrag auf Errichtung eines barrierefreien Zugangs zum Verkaufsraum der Bäckerei am Kirchplatz in Wutschdorf. Die Kosten trägt der Antragsteller.
Gegen die Bauleitplanung Sonstiges Sondergebiet „Siedlerstraße III“ der Gemeinde Kümmersbruck erhob das Gremium keine Einwände.
Glasfaser für Baugebiet Etsdorf-Süd
Die Erschließungsarbeiten für das Baugebiet Etsdorf-Süd schreiten planmäßig voran und können bis Ende August abgeschlossen werden. Nachdem die Deutsche Telekom für die Erschließung des Baugebietes kein Angebot vorgelegt hatte, erklärte sich auf Nachfrage die Firma Jobst DSL bereit, die Versorgung über einen Glasfaseranschluss vorzunehmen. Da diese momentan keine finanziellen Mittel frei hat, wird die Gemeinde die anfallenden Kosten übernehmen, damit die Baugrundstückserwerber bei Herstellung der Bezugsfertigkeit einen Anschluss zur Verfügung haben. Die Gemeinde kann in Zukunft die Leitungen an Anbieter verkaufen oder verpachten.
Schwimmkurse im Freibad
Andreas Koch (SPD), Franz Weiß (CSU) und Kerstin Püschl (FW) wollen, dass nach Abklingen der Corona-Pandemie wieder Schwimmkurse für Kinder im Freibad abgehalten werden.
Anmeldung von 5 Wanderwegen
An einem durch den Landkreis Amberg-Sulzbach gestarteten interkommunalen Projekt zur Ausweisung und Optimierung von neuen und bestehenden Wanderwegen hat die Gemeinde Freudenberg in folgenden Bereichen ihr Interesse bekundet:
- Freudenberg (Johannisberg) mit Heimatkino (2 Touren)
- Etsdorf (Steinköppl-Runde)
- Hiltersdorf (Hutweiher-Teufelsweiherrunde)
- Aschach (Tanachrunde)















Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.
Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.