27.04.2021 - 09:05 Uhr
FreudenbergOberpfalz

Gemeinde Freudenberg startet Baumaßnahme zur Neuordnung der Wasserversorgung

Etwa die Hälfte ihres Trinkwasserbedarfs deckt die Gemeinde Freudenberg über einen Wasserlieferungsvertrag mit den Stadtwerken Amberg. Um die Versorgung mit Wasser langfristig zu sichern, wird eine Leitung von Paulsdorf nach Lintach gebaut.

Geschäftsführer Udo Hartmann vom Ingenieurbüro Renner und Hartmann Consult, Bürgermeister Alwin Märkl und der Landtagsabgeordnete Harald Schwartz (von links) besichtigen die Bauarbeiten für die Wasserversorgung.
von Externer BeitragProfil

Nach intensiven Diskussionen und nach Überprüfung weiterer möglicher Versorgungsvarianten traf die Gemeinde eine Entscheidung über die weitere Vorgehensweise, die in den Wasserpakt mit den Stadtwerken Amberg mündete. "Dieses Abkommen, bei dem die Gemeinde Freudenberg und die Stadtwerke Amberg gemeinsam einen Brunnen sowohl im Wasserschutzgebiet der Stadtwerke als auch auf dem Hoheitsgebiet der Gemeinde Freudenberg bauen und betreiben, bietet für beide Vertragsparteien viele Vorteile", bekräftigt Bürgermeister Alwin Märkl laut es in einer Pressemitteilung der Kommune.

Der Gemeinderat Freudenberg votierte demnach einstimmig für diese Lösung, weil er hier alle seine Zielvorgaben erfüllt sieht. Diese Lösung ermögliche es, alle Bürger mit einer sehr guten Wasserqualität zu versorgen. Zudem könne die Gemeinde enorme Investitionskosten im Vergleich zur Eigenversorgung einsparen.

Die langfristige Sicherung der Wasserversorgung Freudenbergs war in den vergangenen Jahren eine der richtungsweisendsten Entscheidungen im Gemeinderat, heißt es in dem Schreiben. Als erster Schritt wurde nun mit den Bauarbeiten an der Leitung zwischen Paulsdorf und Lintach begonnen. Die Firma Sommer Tiefbau aus Wegscheid verlegt hier 40 bis 60 Meter Wasserleitung pro Tag. Diese Trasse, bis zur neuen Pumpstation in Lintach führt, soll bis Ende Juni fertiggestellt sein. Um dies zu erreichen, wird ab Ende April ein zweiter Bautrupp eingesetzt.

Der Bau der Leitung zwischen dem Wasserwerk der Stadtwerke Amberg in Engelsdorf und dem Anschluss an die neue Leitung im Bereich von Paulsdorf schließt sich voraussichtlich im Juli an, heißt es in der Presse-Information. In einem weiteren Bauabschnitt soll schließlich die Versorgungsleitung vom Weiler Berghof bis zum bestehenden Pumpwerk am Skilift in Freudenberg errichtet werden. In diesem Bereich besteht derzeit nur eine DN80-Leitung, die wegen ihrer geringen Größe eine sichere Versorgung nicht gewährleisten kann.

Läuft alles optimal, ist mit dem Abschluss der gesamten Leitungsbauarbeiten Ende 2021 zu rechnen. Die Kosten dieser Maßnahme betragen rund 3,5 Millionen Euro. Der Gemeinde Freudenberg winken Fördermittel des Freistaats Bayern, weshalb sich der Landtagsabgeordnete Harald Schwartz vor Ort ein Bild vom Baufortschritt machte. Bei den Grabungen für die Wasserleitung werden auch die Glasfaserkabel für die Deutsche Telekom sowie für die Firma Jobst verlegt.

Für die Neuordnung der Wasserversorgung in der Gemeinde Freudenberg ist es darüber hinaus notwendig, Pumpwerke direkt im Anschluss an das Wasserwerk der Stadtwerke Amberg in Engelsdorf sowie im Bereich von Lintach gegenüber dem dortigen Wertstoffhof zu errichten. Hierfür sind die Planungen bereits abgeschlossen. Den Zuschlag für die Baumeisterarbeiten erhielt hier die Firma Pichl aus Hiltersdorf. Die Maschinentechnik installiert die Firma Wilo EMU. Baubeginn soll hier Mitte des Jahres sein.

Gemeinde Freudenberg schließt Wasserpakt

Freudenberg

"Dieses Abkommen, bei dem die Gemeinde Freudenberg und die Stadtwerke Amberg gemeinsam einen Brunnen sowohl im Wasserschutzgebiet der Stadtwerke als auch auf dem Hoheitsgebiet der Gemeinde Freudenberg bauen und betreiben, bietet für beide Vertragsparteien viele Vorteile."

Alwin Märkl, Bürgermeister von Freudenberg

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