19.05.2021 - 15:27 Uhr
FreudenbergOberpfalz

Gemeinderat beschließt Sanierung des Freudenberger Freibads

Diesen Artikel lesen Sie mit
Alle Informationen zu OnetzPlus

Auf satte eineinhalb Millionen Euro ist die Sanierung des Freudenberger Freibads veranschlagt. Knapp 900 000 Euro davon muss die Gemeinde tragen. Noch heuer sollen die Planungen beginnen, die Maßnahme selbst soll 2025 abgeschlossen sein.

Das im Jahre 1968 eröffnete beheizte Freibad in Freudenberg darf aufgrund eines zu erwarteten Zuschusses auf eine Sanierung hoffen.
von Alfred SchornerProfil

Wie bei der Sitzung des Freudenberger Gemeinderats bekannt gegeben wurde, kann die Kommune mit Fördermitteln aus dem Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen im Bereich Sport, Jugend und Kultur“ für die Sanierung ihres Freibads rechnen. Der dazu eingereichte Zuwendungsantrag sieht für diese Maßnahme Kosten in Höhe von 1,5 Millionen Euro vor, die mit 45 Prozent und bis zu einer Gesamthöhe von 605 000 Euro gefördert werden. Die Gemeinde selbst muss aus kommunalen Haushaltsmitteln mindestens 895 000 Euro beitragen.

In Abstimmung mit der Landesbaudirektion ist geplant, dass noch 2021 die Planung beginnt. Die Bauarbeiten sollen dann bis zum Jahr 2025 andauern. Der Gemeinderat beschloss, die über die Maximal-Förderung von 605 000 Euro hinausgehenden Kosten im Haushaltsentwurf vorzusehen und vollständig zu tragen.

Auf einem 17,46 Hektar großen Areal im Bereich Etsdorf will die Firma Unien aus Mering eine Freiflächen-Photovoltaikanlage errichten. Stefan Milzarek ließ für das Unternehmen wissen, dass er eine 20 Megawatt-Anlage plane und die Betreibergesellschaft in Freudenberg angesiedelt werde. Die bei der Gemeinde verbleibende Gewerbesteuer würde sich bei rund 42 000 Euro bewegen. Auf Nachfrage von Benno Schißlbauer (CSU) sagte Milzarek, dass zwischen 20 und 40 Prozent der Investitionssumme, die acht Millionen Euro umfasse, als Bürgerbeteiligung freigegeben werden könnten. Gemeinderat Peter Göbl (CSU) war der Meinung, dass die Anlage auf den Höhenrücken begrenzt werden sollte und keine Sichteinwirkung auf die Ortschaft Etsdorf eintreten dürfe. Gemeinderat Peter Beer (CSU) erkundigte sich, ob bereits mit allen Grundstückseigentümern gesprochen worden sei. Bürgermeister Alwin Märkl verwies schließlich die Beratung über das weitere Vorgehen in den nichtöffentlichen Teil der Sitzung.

Während die Bauleitplanung für die Errichtung einer Freiflächen-Photovoltaikanlage im Bereich Pursruck/Schwand bei allen im Rat vertretenen Fraktionen auf Zustimmung stieß, wurde eine weitere PV-Anlage im Bereich Hötzelsdorf abgelehnt. Nachdem die jeweiligen Betreiber beide Projekte bereits in der April-Sitzung vorgestellt hatten, hatte sich das Gremium in einer nichtöffentlicher Sitzung und in getrennten Fraktionsbesprechungen ausführlich mit der Thematik befasst. Übereinstimmend traten nun die Fraktionssprecher für die Errichtung einer Anlage im Bereich Pursruck/Schwand ein. Sie beurteilten die Anlage als in der Größe überschaubar. Sie passe sich gut in das Landschaftsbild ein und sei von der angrenzenden Ortschaft nicht einsehbar. Anders die geplante Photovoltaikanlage bei Hötzelsdorf. Hier waren sich alle Räte einig, dass deren vorgesehener Standort sehr exponiert und einsehbar sei und auf die Ortschaft Hötzelsdorf einwirke. Außerdem werde das Gebiet stark als Naherholungsgebiet genutzt. Das Gremium beschloss daher einstimmig, hier das Bauleitverfahren nicht weiter zu verfolgen.

Für die Bundestagswahl am 26. September wurden Geschäftsleiter Christian Kätzlmeier zum Gemeindewahlleiter und Kämmerer Richard Zweck zu seinem Stellvertreter bestellt. Die Wahlhelferentschädigung beträgt laut Beschluss 35 Euro. Wegen der zu erwartenden hohen Zahl von Briefwählern werden vier Briefwahlvorstände gebildet. Die Urnenwahlbezirke bleiben wie bisher, mit Ausnahme des Wahllokals in Pursruck. Hier entfällt die Möglichkeit zur Stimmabgabe wegen der zu geringen Wähleranzahl.

Bürgermeister Märkl gab bekannt, dass die Baumaßnahme an der Abwasseranlage Immenstetten mit Erneuerung der Wasserversorgung nun abgeschlossen sei. Die Sanierung der Kläranlage soll im Herbst ein Ende finden. Die frühzeitige Beteiligung der Träger öffentlicher Belange für die Änderung des Baugebiets Lintach-Ost wurde gestartet.

Freudenberger Gemeindeetat 2021 geht ohne Gegenstimme durch

Freudenberg
Info:

Das Freudenberger Freibad

  • Ab 1998: Umbau in mehreren Abschnitten
  • 2004: Einrichtung eines Kleinkinderbereiches
  • Bereiche: Schwimmerbecken, Erlebnisbecken, Kinderbecken, großzügige Liegenwiesen
  • Attraktion: Riesenwellenrutsche im Nichtschwimmerbereich mit Nackenduschen und Wassersprudler
  • Betreuung: Schwimmmeister Uwe Paul mit Unterstützung durch die Wasserwacht
  • Besuch: An heißen Sommertagen werden bis zu 3000 Badegäste gezählt

 

 

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.