25.04.2021 - 09:26 Uhr
FreudenbergOberpfalz

Gemeinderat Freudenberg liegen Anträge für zwei Photovoltaik-Freiflächenanlagen vor

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Dem Gemeinderat Freudenberg liegen Anträge für die Errichtung von zwei Photovoltaik-Freiflächenanlagen vor: für eine im Bereich Pursruck/Schwand, für eine weitere bei Hötzelsdorf. Das Gremium entscheidet darüber in einer weiteren Sitzung.

Dem Gemeinderat Freudenberg liegen Anträge für die Errichtung von zwei Photovoltaik-Freiflächenanlagen vor. Das Gremium entscheidet darüber in einer nichtöffentlichen Sitzung.
von Alfred SchornerProfil

Mit alternativen erneuerbaren Energien, genauer gesagt mit der Errichtung von Freiflächen-Photovoltaikanlagen im Gemeindegebiet befasste sich der Gemeinderat Freudenberg in seiner Sitzung. "Anders als bei Windkraftanlagen fallen Photovoltaik-Anlagen nicht unter die privilegierten Vorhaben im Außenbereich, weshalb für deren Errichtung die Verantwortung bei den Kommunen liegt", erklärte dazu Bürgermeister Alwin Märkl.

Zwei renommierte Firmen, die Greenovative GmbH aus Nürnberg und die Solea AG aus Plattling, warben in der Sitzung für ihre geplanten Projekte. Eingangs stellte Bürgermeister Alwin Märkl die Vor- und Nachteile von Freiflächenphotovoltaikanlagen dar und erklärte, dass für die Errichtung einer solchen Anlage eine Bauleitplanung und der Erlass eines Bebauungsplanes notwendig seien.

Um eine Freiflächenphotovoltaikanlage auf einer Fläche von 2,1 Hektar im Bereich Pursruck/Schwand bauen zu können, sicherten Markus Buortesch und Corinna Vogt von der Greenovative GmbH einen städtebaulichen Vertrag bezüglich der Kostenübernahme zu. Sie wiesen darauf hin, dass die Fläche von der Wohnbebauung nicht eingesehen werden könne. Kleine Biotope dort würden bei der Planung berücksichtigt und erhalten. Module für rund zwei Megawatt Leistung könnten installiert werden, die rund zwei Millionen Kilowattstunden (kWh) Strom im Jahr lieferten, was eine Co2-Einsparung von rund 1075 Tonnen pro Jahr bedeute.

Im Bereich des eingezäunten geplanten Solarparks wolle das Unternehmen eine regionale Saatgutmischung ausbringen. Bis zu einem gewissen Prozentsatz der Investitionssumme soll nach Angaben der beiden Firmenvertreter auch eine Beteiligung von Bürgern aus der Gemeinde zu einem Zinssatz von rund drei Prozent pro Jahr möglich sein. Die steuerliche Abwicklung werde so gestaltet, dass die Gewerbesteuer bei der Gemeinde Freudenberg verbleibe, versprachen sie.

Auf Nachfragen von Zweitem Bürgermeister Franz Weiß (CSU) und Drittem Bürgermeister Christian Drexler (CSU) erfuhr das Gremium, dass der Einspeisepunkt direkt an der vorhandenen Hochspannungsleitung und die Höhe der Bürgerbeteiligung zwischen 200 000 und 250 000 Euro liege. Gemeinderat Rainer Wiedenbauer (FW) wollte wissen, ob im Hintergrund Investoren tätig seien. Buortesch verneinte dies und teilte mit, dass bei Greenovative eine Holding, die Green Bond GmbH, bestehe. Für jedes Projekt werde eine eigene GmbH gegründet, die dort angesiedelt sei.

Eine weitere Freiflächen-Photovoltaikanlage soll auf einer sieben Hektar großen Fläche auf dem Südhang nördlich von Hötzelsdorf entstehen. Die Anlagenleistung soll hier bei 6,5 Megawatt liegen. Georg Sterner von der Firma Solea AG aus Plattling plant diese Anlage gemeinsam mit der ortsansässigen Familie Lang. Bei der vorgesehenen Agrar-Photovoltaikanlage will man eine effiziente Nutzung der Fläche durch Schafbeweidung erreichen. Es sollt nur eine geringe Sichtbeziehung vom Bereich des Johannisbergs her bestehen, die Modulhöhe zwischen 2 und 2,50 Meter bei einem Bodenabstand von 0,801 Meter betragen. Für den Betrieb der Anlage wird eine Personengesellschaft mit Sitz in Freudenberg gegründet, womit 100 Prozent der Gewerbesteuert bei der Kommune verbleiben würden. Auch hier wird eine Bürgerbeteiligung ab 1000 Euro mit einem Volumen von rund 500 000 Euro angeboten.

Gemeinderat Peter Beer (CSU) erkundigte sich nach dem Einspeisepunkt. Der könnte nach Angaben von Georg Sterner bei der Trafostation am Ortseingang von Hötzelsdorf liegen, endgültig wollte er sich da aber noch nicht festlegen. Abschließend betonte Bürgermeister Märkl, dass im Rahmen der Planungshoheit der Gemeinderat in einer nichtöffentlichen Sitzung entscheidet, ob und gegebenenfalls wo die Kommune einer Planung nähergetreten wolle.

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Freudenberg

"Anders als bei Windkraftanlagen fallen Photovoltaik-Anlagen nicht unter die privilegierten Vorhaben im Außenbereich, weshalb für deren Errichtung die Verantwortung bei den Kommunen liegt."

Alwin Märkl, Bürgermeister von Freudenberg

 

 

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