23.07.2019 - 14:00 Uhr
FreudenbergOberpfalz

Musikverein Freudenberg: Viel Nachwuchs, aber kein Kassier

Der Musikverein Freudenberg steht im 43. Jahr seiner Gründung eigentlich blendend da - das Orchester floriert, rund 50 Kinder haben mit der Ausbildung angefangen. Doch es gibt ein ernstes Problem.

von Autor (gri)Profil

Die vom Musikverein organisierte Jakobikirwa ist mehr als gut gelaufen, der Nachwuchs hat sich vor Hunderten Zuhörern präsentiert. Doch richtig genießen kann Vorsitzender Patrick Heller (28) den Erfolg nicht. "Das sieht alles sehr gut aus", sagt er. "Aber im Hintergrund haben wir etwas Bauchschmerzen." Der Grund: Der Verein hat seit der Jahreshauptversammlung im April keinen Kassier mehr.

"Wir müssen dringend jemand finden, sonst müssen wir den Geschäftsbetrieb einstellen", sagt Heller, der als einer der jüngsten Vereinschefs in der Umgebung das Amt vor zwei Jahren übernommen hat. Den Geschäftsbetrieb einstellen - das wäre mehr als jammerschade. Denn von den Mitgliederzahlen her ist der Verein so gut aufgestellt wie noch nie. Einen regelrechten Boom erlebt seit zwei Jahren die Nachwuchsförderung. Die Gruppe der Jüngsten - die Melodica-Kinder - hat Schulklassenstärke. Das Jugendorchester musste wegen der Größe gar geteilt werden.

"Wir suchen jemand, der unsere Kasse führt", sagt Heller und verspricht kräftige Unterstützung durch das Vorstandsteam. Amtsvorgänger Bernd Rumpler hört zwar nach 26 Jahren auf, würde seinen Nachfolger aber entsprechend an die Aufgabe heranführen.

Heller versucht, Vorbehalte zu zerstreuen: "Das ist kein Full-Time-Job. Wichtig ist vor allem, dass die Ausbilder ihr monatliches Honorar überwiesen bekommen." Interessenten können sich jederzeit bei ihm melden (vorstand.musikverein[at]icloud[dot]com, 0151/ 23 43 81 16).

Die Kinder blasen derweil kräftig ihre Backen auf und pusten in Tenor- und Waldhörner, Trompeten und Posauen. Sie bekommen von der Klemme beim Ehrenamt nichts mit, sondern erfreuen sich eines breitgefächerten und relativ günstigen musikalischen Ausbildungsangebots. Bei der Jakobikirwa hatten die Buben und Mädchen ihren großen Tag. Zwei Stunden lang gestalteten sie das Nachmittagsprogramm und die Eltern klatschten begeistert Applaus. Omas, Opas, Onkeln, Tanten - alle waren sie da. Nur ein neuer Kassier fehlte.

Im April 2019 wurde die Vorstandschaft neu gewählt

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