14.12.2019 - 00:42 Uhr
FreudenbergOberpfalz

Rettet die Bienen: Freudenberger Schulkinder machen Ernst

„Rettet die Bienen!“ An der Freudenberger Schule wird mit dem Slogan des Volksbegehrens Ernst gemacht. Seit Schuljahresbeginn betreuen Fünft- und Sechstklässler unter Leitung von Lehrerin Maria-Teresa Kellner ein Bienenvolk.

„Rettet die Bienen!“ An der Freudenberger Schule wird mit dem Slogan des Volksbegehrens Ernst gemacht. Seit Schuljahresbeginn betreuen sechs Fünft- und fünf Sechstklässler unter Leitung von Lehrerin Maria-Teresa Kellner (hinten l.) auf dem Schulgelände ein Bienenvolk.
von Werner SchulzProfil
Die Mädchen und Jungen der Arbeitsgemeinschaft Schulimkerei verrichten alle im Jahreslauf anfallenden an ihrem Bienenvolk selbst. Zum Schutz vor Stichen tragen sie dabei Imkerschleier und Handschuhe.

Seit September steht der Zanderkasten mit dem Bienenvolk auf dem Schulgelände. Es gehört Maria-Teresa Kellner. Sie hat erst vor kurzem die Imkerei zu ihrem Hobby erhoben. Den Standort für das Bienenvolk hat sie zusammen mit Hausmeister Gerhard Greß ausgesucht. Er hat den Platz so hergerichtet, dass der Bienenkasten standfest aufgestellt werden konnte. Im Stundenplan der Schule steht pro Woche eine Unterrichtsstunde für die „Arbeitsgemeinschaft Schulimkerei“ zur Verfügung. Zu verdanken ist dies wohl dem Umstand, dass Maria-Teresa Kellner vom Staatlichen Schulamt zur Fachberaterin für Umweltbildung bestellt wurde. Die große Bedeutung der Bienen für Natur und Umwelt ist nicht erst seit dem Volksbegehren bekannt. Maria-Teresa Kellner: „Bienen sind faszinierende Tiere und die Arbeit mit ihnen eignet sich bestens, Interesse für die Natur und Engagement für den Umweltschutz zu wecken. Außerdem können Tugenden wie Mitgefühl, Sorgfalt und Pflichtbewusstsein gefördert werden.“

Skepsis abgelegt

Sechs Fünft- und fünf Sechstklässler gehören der Arbeitsgruppe an. Sie haben rasch ihre anfängliche Skepsis abgelegt und beim Umgang mit dem Bienenvolk bemerkt, dass sich Ruhe und Gelassenheit auf die Bienen überträgt. Trotzdem sind sie selbstverständlich beim Hantieren an der Bienenbeute durch Imkerschleier und Handschuhe vor Stichen geschützt. Man weiß ja nie! Die Mädchen und Jungen werden alle im Jahreslauf anfallenden Arbeiten am Bienenvolk selbst ausführen. So haben sie die Bienen bereits mit Futter für den Winter versorgt, auch die Behandlung gegen die Varroamilbe schon durchgeführt. Von den im Pausenhof gepflanzten Kräutern werden nicht nur die Bienen profitieren.

Praktische Arbeiten

Während der Wintermonate, wenn die Bienen in ihrem Stock in einer Traube zusammensitzen und am besten in Ruhe gelassen werden, haben die Jungimker Zeit, sich theoretisches Wissen über ihre Tierchen anzueignen. Sie sollen über das Vermehren des Volkes genauso Bescheid wissen wie über die Erzeugung und das Ernten des Honigs. Es gibt zudem eine Reihe praktischer Arbeiten zu verrichten. Da werden Bienenwachskerzen hergestellt, tote Bienen mikroskopiert, Rähmchen gebaut und Etiketten für die Honiggläser entworfen. Um die entstehenden Kosten decken zu können, sollen der Honig und die Kerzen zum Kauf angeboten werden.

In der Vergangenheit haben nicht nur die Mädchen und Jungen der Arbeitsgemeinschaft einen Blick in den Bienenkasten und auf die Waben geworfen. Auch viele Nicht-AG-Mitglieder haben sich für das Innenleben der Bienenbeute interessiert. Spätestens im Frühjahr gibt es da jede Menge zu beobachten.

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