20.08.2020 - 14:06 Uhr
FreudenbergOberpfalz

Viele Ideen für Projekt „Naturhof Landfreunde“ bei Freudenberg

Die Heimat neu entdecken, die Verbundenheit zur Natur den Leuten näherbringen, das wollen Ines und Mario Filipovic mit ihrem Projekt „Naturhof Landfreunde“ im Gemeindeteil Hainstetten der Gemeinde Freudenberg erreichen.

Bei einer informativen Gesprächsrunde im Gemeindezentrum Freudenberg (von links) Michael Scharl (LBV), Markus Raum (LBV) , Rudolf Leitl (Gebietsbetreuer beim Landschaftspflegeverband AS), Bürgermeister Alwin Märkl, Tim Jüntgen (Fischereiverein Amberg), Ines Filipovic (Investorin) sowie Katja Stiegler und Stefanie Ringer (beide AOVE).
von Alfred SchornerProfil

Das Vorhaben ist nichts Neues und auch nicht der Coronavirus-Pandemie geschuldet. Bei Ines Filipovic, die gebürtig aus Kemnath am Buchberg stammt, reifte bereits vor längerer Zeit der Entschluss, die Infrastruktur in der „Haflinger Gegend“ bereichern zu wollen und mit dem Projekt „Naturhof Landfreunde“ in Hainstetten eine Anlaufstelle für Naturbegeisterte zu schaffen. Der Freudenberger Bürgermeister Alwin Märkl, selbst ein passionierter Naturliebhaber, hatte zu einer Diskussionsrunde Verantwortliche zuständiger Zielgruppen in das Gemeindezentrum geladen. Er und der Gemeinderat sind der Meinung, dass die exponierte Lage prädestiniert dafür sei, ein weiterer Anlaufpunkt für Ausflügler aus Nah und Fern in der Gemeinde Freudenberg zu werden.

Der geplante Naturhofladen und das Café ist ein Teilprojekt des Naturhofes Landfreude. Das Gesamtprojekt ist ein gastronomisch und touristisch ausgerichtetes Vorhaben, welches in der Endausbaustufe unterschiedliche konzeptionelle Inhalte vorsieht. In der ersten Baustufe werden neben dem Laden-Café, Büroräume, private Wohnräume und ein multifunktionaler Eventraum, welcher später für private Feiern oder Firmen-Veranstaltungen gebucht werden kann, errichtet. Realisiert in der zweiten Baustufe sieht die Konzeption den Bau einzelner Ferienhäuser vor. Bei der Verwirklichung des Projektes und auch später bei der Versorgung des Dorfladens spielt für Ines Filipovic Regionalität eine große Rolle. Sie wünschte sich aus der Gesprächsrunde Vorschläge und Anregungen für künftige Aktivitäten bei der Verwirklichung ihres Projektes. Durch gezielte Kooperationen mit regionalen Firmen und Partnern und der Einbindung von Vereinen, Institutionen und Politik wolle sie eine „Heimat-Identifikation“ schaffen.

Rudolf Leitl, Gebietsbetreuer beim Landschaftspflegeverband Amberg-Sulzbach, begrüßte die geplanten Maßnahmen sehr und verwies auf seine lehrhaften Führungen, die man den zu erwarteten Gästen anbieten könne. Dabei sollte auch ein Abstecher nach Hohenburg in die Wochenstube der Großen Hufeisennase nicht fehlen.

Markus Raum vom Landesverband für Vogelschutz (LBV) ist in den waldreichen Gebiete um Freudenberg ständig unterwegs und kennt die Aufenthaltsorte des Feuersalamanders, eine europäische Amphibienart. Er ist begeistert von den Biotopen und Gewässern, die in der Top-Lage Freudenbergs zu finden sind. Auch der Vorsitzende vom Fischereiverein Amberg, Tim Jüntgen, will seinen Beitrag leisten, sei es mit Fischkochkursen, Räucherkursen oder dem Erwerb von Fischereischeinen. Katja Stiegler, bei der AOVE verantwortlich für den Bereich Tourismus, schlug vor, ein Konzept mit den Investoren, der Gemeinde und der AOVE auszuarbeiten und gemeinsam die Sache anzugehen.

Bürgermeister Märkl versprach die vorhandenen Wanderwege überarbeiten zu lassen und neue zu erkunden und einzurichten. Einig waren sich abschließend alle Beteiligten, mit der „Liebe zur Natur“ junge wie ältere Zielgruppen ansprechen zu können.

Mehr zum Projekt "Naturhof Landfreunde“

Hainstetten bei Freudenberg
Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

 

Videos aus der Region

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.