24.11.2020 - 10:02 Uhr
FriedenfelsOberpfalz

Andreas Pohl landesbester Brauer und Mälzer

Die Schlossbrauerei Friedenfels ist bekannt für gute Ausbildung. Viele Azubis wurden schon ausgezeichnet. Andreas Pohl schaffte dieser Tage die Krönung. Er schloss seine Ausbildung als „Landesbester Brauer und Mälzer“ ab.

Über die Auszeichnung "Landesbester Brauer und Mälzer" freut sich Andreas Pohl (Mitte). Zu diesem großen Erfolg gratulierten Brauereibesitzer Johannes Freiherr von Gemmingen-Hornberg (links) und Braumeister Christian Mitterbauer (rechts).
von Bernhard SchultesProfil

Normalerweise würde am Ende einer Ausbildung solch ein Erfolg durch die Innung und die IHK Regensburg groß gefeiert. Wegen der Corona-Pandemie konnte die traditionelle Festveranstaltung mit der Bestenehrung jedoch in diesem Jahr nicht stattfinden. Das IHK-Präsidium musste deshalb die Überreichung der Urkunden und Preise den Ausbildungsbetrieben überlassen.

„In einem Jahr, in dem Corona den Auszubildenden und ihren Ausbildungsbetrieben viel abverlangt, machen wir dies gerne. Und es ist eine Selbstverständlichkeit“, betonte Braumeister Christian Mitterbauer. Zusammen mit Brauereibesitzer Johannes Freiherr von Gemmingen-Hornberg würdigte er den großen Erfolg von Andreas Pohl bei einer kleinen Feierstunde in der Schlossbrauerei. Johannes Freiherr von Gemmingen-Hornberg beglückwünschte dabei Andreas Pohl - den bayernweit Besten seines Faches - zur Auszeichnung und zum Erfolg.

Die besondere Leistung kommentierte von Gemmingen-Hornberg mit den Worten: „Wenn man in Bayern bester Brauer wird, dann spielt man in der Bundesliga.“ Andreas Pohl hörte diese Worte gerne und freute sich über das Lob seines Arbeitgebers. Bei einer kurzen Rückschau dankte Pohl allen Mitarbeitern der Schlossbrauerei, die er während seiner dreijährigen Ausbildung kennengelernt hatte und ihm auf dem Weg zum Brauer und Mälzer geholfen haben. „Besonders Braumeister Christian Mitterbauer war ein guter Lehrherr“, meinte Pohl augenzwinkernd und fuhr fort: „Mein Weg zum Brauer und Mälzer verlief aber eher zufällig. Schuld daran war das Fest '500 Jahre Reinheitsgebot' der Schlossbrauerei.“

Bis heute nicht bereut

Wie Andreas Pohl weiter ausführte, wollte er nach dem Abitur Maschinenbau studieren. „Doch bei dem damaligen Festbesuch mit Freunden in Friedenfels und nach der Besichtigung des historischen Brauereigebäudes habe ich mich spontan entschieden, Brauer und Mälzer zu lernen. Ein Weg, den ich bis heute nicht bereut habe“, meinte der sympathische Brauer.

Diese Aussage freute Johannes Freiherr von Gemmingen-Hornberg. Er betonte bei seiner Laudatio, dass die Friedenfelser Betriebe den eingeschlagenen Weg auch weiterhin fortsetzen möchten. Wenn man als kleine Brauerei mit den verschiedensten Nischen in der Lage sei, so erfolgreich auszubilden, dann sei man auf einem richtigen Weg. "Neben Klassenbesten hatten wir ja auch schon Oberpfalz-Beste in unserem Unternehmen“, wusste der Freiherr.

Hoffnung machte er dabei künftigen Lehrlingen: Man freue sich über Menschen hier aus der Region oder aus dem Umland. "Wenn dann die Interessierten genauso viel Enthusiasmus mitbringen wie Andreas Pohl, dann sind wir umso glücklicher.“ Für Andreas Pohl ist mit dem Ende der Lehre erst einmal auch die Zeit in der Schlossbrauerei Friedenfels zu Ende. Seit ein paar Wochen studiert der junge Waldershofer Brauwesen und Getränketechnologie in Weihenstephan bei Freising. „Was danach kommt, wird sich zeigen“, sagte Andreas Pohl.

Neben den Auszeichnungen durch die IHK, die Andreas Pohl erhielt, bekam auch die Schlossbrauerei Friedenfels zwei extragroße Urkunden für den landesweiten Erfolg. „Diese werden wir im Brauereimuseum aufhängen“, verkündete sichtlich stolz Braumeister Christian Mitterbauer, der an der Ausbildung seines Schützlings zu Bayerns bestem Brauer großen Anteil hatte, wie Johannes Freiherr von Gemmingen-Hornberg betonte, der ihm für die ausgezeichnete Arbeit dankte.

Hier ein Bericht zur Kooperation der Schlossbrauerei Friedenfels mit der niedersächsische Bergbräu GmbH

Friedenfels

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