05.04.2019 - 10:46 Uhr
FriedenfelsOberpfalz

Bierkönigin von Bayern wäre ein Traum

„Natürlich habe ich mit edlen Gerstensaft angestoßen“, meint lachend Marina Schicker, nachdem sie es bei der Wahl zur Bayerischen Bierkönigin unter die letzten sieben Finalistinnen geschafft hatte.

Als Bierkönigin im feschen Dirndl bayerische Braukunst zu präsentieren, kann sich die Lebensmittelingenieurin der Friedenfelser Betriebe und stellvertretende Braumeisterin der Friedenfelser Schlossbrauerei, Marina Schicker, gut vorstellen.
von Bernhard SchultesProfil

„Als Bierkönigin im feschen Dirndl bayerische Braukunst präsentieren, das wär’s“, denkt sich Marina Schicker. Im Brauereialltag sieht man die Lebensmittelingenieurin und Braumeisterin hingegen auch oft in weißer Arbeitskleidung, wenn sie im Labor Proben analysiert und Rohstoffe auf ihre Qualität testet. Die 25-Jährige ist eine sympathische, hübsche junge Frau. Sie wohnt in Hundsbach bei Waldsassen.

Für sie ging bereits ein kleiner Wunsch in Erfüllung. Sie schaffte es unter die letzten sieben Finalistinnen bei der Wahl zur Bayerischen Bierkönigin 2019. Das große Finale ist am Donnerstag 16. Mai, im Münchner Löwenbräukeller. Der Bayerische Brauerbund setzt auch in diesem Jahr voraus, dass die Bewerberinnen um die Krone viel von bayerischem Bier und der Tradition verstehen müssen. Diese Voraussetzungen erfüllt Schicker mehr als genug. Die Lebensmittelingenieurin der Friedenfelser Betriebe und stellvertretende Braumeisterin Schlossbrauerei kennt sich mit den edlen Gerstensäften bestens aus.

Faszinierender Gerstensaft

Denn im Sudhaus ist die 25-Jährige neben ihren Arbeitskollegen, Braumeister Christian Mitterbauer, eine wahre Meisterin. Besonders faszinierend findet sie die Herstellung des Gerstensaftes und die benötigten Rohstoffe für die verschiedenen Biere. Neben ihrer Arbeit absolviert Marina Schicker derzeit ein Masterstudium im Fach „Food Processing“ an der Hochschule in Fulda. Doch das alles allein reicht für den Sieg noch nicht aus, wie die Titelanwärterin im Pressegespräch mit Oberpfalz-Medien berichtet. Zum einen zählt für die Krone und den Titel Bierkönigin 2019 jede Stimme bei einem Online-Voting des Bayerischen Brauerbunds, das bereits seit dem 3. April läuft. Zum anderen entscheiden beim Finale eine Jury sowie die Besucher und Zuschauer im Saal.

Hier geht es zum Online-Voting der Bayerischen Bierkönigin 2019

Lesen Sie hier den Artikel "Waldsassenerin greift nach der Bierkrone" auf onetz.de

München

Dass sie dabei aber wieder punkten wird, steht außer Frage. So stellte sich Marina Schicker bereits den Juroren beim Casting im GOP Varieté-Theater in München. Besonders beeindruckten da ihre Antworten auf die Fragen zum Zoigl, warum sie mit welchen Bier ihr Lieblingsessen genießt, wie sie im Fall einer Wahl ihr künftiges Amt mit ihrem Masterstudium vereinbaren kann und warum sie Bierkönigin werden möchte.

„Die Jury hat hierbei schon geprüft, wie man rüberkommt und ob man das Amt auch ausführen könne“, meint Schicker. Schließlich bringe der Job das bayerische Bier in sämtlichen Ländern der Welt zu präsentieren viel Arbeit mit sich. „Eröffnungen und Auftritte bei Festen und viele Reisen sind nur einige der Aufgaben einer Bierkönigin“, weiß die Finalistin. Doch dies würde die ansonsten auf Brauchtum und Tradition gestimmte und gesellige Repräsentantin gerne erfüllen.

Weizen - "Ein echtes Frauengetränk"

Auch ist es für sie keine große Sache, wenn der Arbeitsalltag es erfordert, mal kräftig mit anzupacken. „Dann kommt halt der Blaumann zum Überzug“, erzählt Schicker lachend. Nicht nur wegen ihres Berufes lässt sich die Thronanwärterin gerne auch in der Freizeit einmal ein Bier schmecken. Die bekennende Weizenbiertrinkerin – „ein echtes Frauengetränk“ – geht gern mit Freunden und Arbeitskollegen auf Partys und Bierfeste. „Das gehört zu unserer Kultur“, sagt die 25-jährige. Außerdem ist sie auch als aktive Musikantin mit der Blaskapelle Falkenberg und Konnersreuth unterwegs.

Früher war Schicker zudem im Turnverein Waldsassen, bei der Wasserwacht und im Grasskisport tätig. „Die hierbei antrainierte Kondition kann ich auch heute noch gut gebrauchen“. Noch immer gern – „aber nicht mehr so oft aufgrund meines Berufes und des Studiums“ – begleitet sie ihren Vater auf die Jagd. „Kraft sammeln für Studium und Beruf in freier Natur“, gehört für die naturverbundene Titelanwärterin zum Leben.

Nach Abitur und Bachelorabschluss in der Lebensmitteltechnologie absolviert Marina Schicker derzeit noch ein berufsbegleitendes Masterstudium im Fach „Food Processing“an der Hochschule in Fulda.

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