29.03.2021 - 19:00 Uhr
FriedenfelsOberpfalz

Durchs Land der tausend Teiche: Wanderung auf der zweiten Etappe des Goldsteigs

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Die zweite Goldsteig-Etappe wird beherrscht vom Wasser: Sie führt auf bequemen Wegen durch die Muckenthaler Teichpfanne und zwischen den Wiesauer Waldseen hindurch. Den Schlusspunkt setzt eine eindrucksvolle Burganlage.

Ein beeindruckendes Wolkenspiel zaubert das Wetter an den Himmel: Die zweite Goldsteig-Etappe von Friedenfels nach Falkenberg führt auf bequemen Wegen durch die Muckenthaler Teichpfanne.
von Thomas Schaller Kontakt Profil

Bequeme Wege, so gut wie keine Anstiege und eine nahezu perfekte Ausschilderung – das kennzeichnet die zweite Etappe auf dem Goldsteig, die Friedenfels mit Falkenberg verbindet. Am gold-blauen "Phantastischen Karpfen" vorbei verlässt der Wanderer die Gemeinde Friedenfels in östlicher Richtung auf dem Notthafftweg, um nach kurzer Zeit den Waldfriedhof auf dem Muttergottesbühl zu erreichen.

Video von der Muckenthaler Teichpfanne und der Bahnlinie Weiden–Marktredwitz

In diesem mystischen Wäldchen haben mehrere Generationen des Adelsgeschlechts der Notthaffter ihre letzte Ruhe gefunden, was die vielen, teilweise sehr alten Grabsteine dokumentieren. Einige Meter weiter zieht am Waldrand eine mächtige Buche die Blicke auf sich. Mehr als 300 Jahre ist der Baum alt. Er stand also schon, als Goethe noch nicht einmal geboren war. Der nächste Höhepunkt der Tour ist der Haferdeckfelsen, der nahe der gleichnamigen Mühle wie ein Balkon über einem Weiher hängt.

Auf weichen Wegen durch die Muckenthaler Teichpfanne

Nach der Ortschaft Muckenthal kommt das Sahnestück der Wanderung: die Muckenthaler Teichpfanne, eine der ältesten Kulturlandschaften Europas. Hier wird deutlich, warum der Landkreis Tirschenreuth "Land der tausend Teiche" heißt.

Wunderbar weiche Wege führen uns im Zickzackkurs zwischen den Fischgewässern hindurch. Immer wieder sind Schwäne zu sehen, die hier ein wahres Paradies haben. Eisenbahnnostalgie kommt auf, wenn man an der Bahnlinie Weiden–Marktredwitz den Schrankenwärter per Meldeposten auf sich aufmerksam machen muss.

Nun geht es auf einem Trimm-dich- und Fischlehrpfad durchs "Naturerlebnis Wiesauer Waldseen", wo es manches idyllische Rastplätzchen gibt. Nach Überquerung der Autobahn A 93 ist nur noch der Ort Seidlersreuth zu passieren, bevor der Goldsteig von Norden her nach Falkenberg hinabführt. Hier am Etappenziel thront die tausendjährige Burg auf einem der schönsten Geotope Bayerns, einem riesigen Granitblock, dem die Verwitterung das Aussehen von aufeinandergeschickteten Wollsäcken verliehen hat. Idealer Wandererlohn ist der Falkenberger Zoigl.

Wanderkarte der zweiten Goldsteig-Etappe

Alle bisher erschienenen Folgen unserer Goldsteig-Serie finden Sie hier

Weiden in der Oberpfalz

Die Internetseite des Goldsteigs mit GPS-Daten fürs Wander-Navi zum Herunterladen

Service:

Goldsteig-Etappe 2: Friedenfels–Falkenberg

  • Daten: Länge 16,5 km; Dauer rund 4:45 Std.; 142 Höhenmeter; höchster Punkt 556 m.
  • An-/Abreise: von Amberg nach Friedenfels über B 85, A 6, A 93 (Ausfahrt Falkenberg) und B 299 ca. 80 km, von Weiden über A 93 oder B 22 ca. 35 km. Kostenlose Parkplätze an der Steinwaldhalle (Zufahrt Gemmingen-Straße). Von Falkenberg nach Friedenfels (Haltestelle Granitwerk) zurück mit RBO-Buslinie 6288.
  • Einkehr (coronabedingte Einschränkungen beachten!): mehrere Möglichkeiten in Friedenfels, Muckenthal und Falkenberg.
  • Besonders sehenswert: Notthafft-Friedhof, Muckenthaler Teichpfanne, Wiesauer Waldseen, Burg Falkenberg. Burgführungen gibt es sonntags um 14 und 15.30 Uhr und außerhalb der Öffnungzeiten gegen Anmeldung. Telefon: 09637/92 99 45-0; E-Mail: info[at]burg-falkenberg[dot]bayern.
  • Auskünfte: Tourismusverband Ostbayern, Im Gewerbepark D 04, 93059 Regensburg, Telefon: 0941/58539-0, E-Mail: info[at]ostbayern-tourismus[dot]de, Internet: www.ostbayern-tourismus.de

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