02.09.2019 - 13:29 Uhr
FriedenfelsOberpfalz

Freundesschar lässt „Walli“ hochleben

Helmut Schaumberger feierte 75. Geburtstag. Die große Familie, viele Freunde, Vereinsabordnungen sowie Begleiter aus der früheren Arbeitswelt und dem kirchlichen Leben gratulierten Schaumberger.

Helmut Schaumberger (rechts unten) feierte seinen 75. Geburtstag. Der rüstige Oldie hatte zu einer Nachfeier in den Gasthof „Goldener Engel" geladen. Viele Weggefährten, Freunde und einstige Sportkameraden kamen und gratulierten aufs Herzlichste. Pfarrer Joseph (links unten) und Bürgermeister Gottfried Härtl (zweite Reihe, Zweiter von links) wünschten ebenfalls viel Gesundheit und dankten dem Jubilar für seinen Einsatz im Gemeindeleben.
von Bernhard SchultesProfil

Für seine engsten Vertrauten organisierte der „Walli“, wie ihn seine Freunde und Bekannten nennen, zwei Tage nach seinem Geburtstag eine zünftige Feier im Gasthof „Goldener Engel“. Dass dabei die heitere Geburtstagsfeier etwas anders ablaufen würde, konnten seine Freunde schon an der Einladung erkennen. „Da Ammali ira Schouf wird 75“, titelte der Jubilar seine Feier. Diese Bezeichnung stammte von der unvergesslichen „Hermann-Reddl“ und war ihre freundliche Umschreibung für den einst hoffnungsvollen Jungen aus dem ehemaligen Trottmann-Häusl neben dem Jugendheim.

Der Jubilar wurde im besagten Haus in Friedenfels geboren, "musste aber mit acht Monaten schon fliehen", wie er bei seiner Begrüßung betonte. Weit kam er aber nicht; im Ortsteil Bärnhöhe, beim "Hanerl", fanden er und seine Familie einstweilen eine Bleibe. „Trotz des Kriegs und der darauffolgenden schweren Zeit ohne Vater, der im Krieg verstorben war, hatten wir eine herrliche Kindheit mit einer einmaligen Mutter“, meinte der Jubilar. „Aufgewachsen bin ich mit meinem Bruder Bernhard unter vielen liebevoll-dominanten Frauen und Großeltern - praktisch alles Märtyrer und Heilige und das im herrlichen Friedenfels/Steinwald“, wie der Jubilar humorvoll verkündete.

An diese Zeiten erinnerte auch Dieter Schraml, sein einstiger "Leib- und Hofarzt", wie Helmut Schaumberger seinen Freund auch heute noch bezeichnet. Die beiden Freunde hatten in ihrer „Sturm- und Drangzeit“ viel Gemeinsames erlebt und auch später, trotz verschiedener politischer Gesinnung, zahlreiche Herausforderungen mit Bravour gemeistert. Dieter Schraml: „In unserer politisch aktiven Zeit mit vielen Diskussionen und unterschiedlichen Sichtweisen bewährte sich unsere Freundschaft. Du warst (bist) aus Überzeugung und gelebter christlicher Tradition ein echter ,Schwarzer‘ und ich ein sozialdemokratisch orientierter, ebenso überzeugter ,Roter‘. Man nannte uns deswegen gelegentlich auch Don Camillo und Peppone.“

Nicht fehlen durften zur großen Nachfeier des Ehrentages die Vereine, in denen der Jubilar Mitglied ist. Vollständig "angetreten" war dabei der Gesangverein. Unter Dirigent Horst Straub steuerten die Sänger 16 Lieder bei, die mit ihren Inhalten oft an die Heiterkeit im Leben von Helmut Schaumberger erinnerten. Abordnungen hatten auch die Feuerwehr, der Freibad-Förderverein, der Turn- und Sportverein, der Förderverein des TSV und die Kolpingsfamilie entsandt.

Zudem führte Bürgermeister Gottfried Härtl eine starke Abordnung des CSU-Ortsverbandes an und dankte dem Jubilar auch für seine elfjährige Tätigkeit als Gemeinderat. Pfarrer Joseph überbrachte die Glückwünsche der Kirchengemeinde. Der Geistliche würdigte in einer Laudatio die christliche Einstellung des Jubilars und dankte ihm für seine Tätigkeiten in den kirchlichen Gremien. „Ich möchte keine Sachgeschenke“, hatte der langjährige Finanzbeamte und zum Schluss stellvertretende Leiter des Finanzamtes Waldsassen im Vorfeld ausdrücklich betont, Spenden seien ihm lieber. „Diese werde er nach Verdopplung durch ihn selbst je zur Hälfte an Ghana-Missionar Josef Renner und an den Verein „Asante“ (Engel für Afrika) weiterleiten.

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