Friedenfels
24.05.2019 - 13:53 Uhr

Ruhestandspfarrer spricht den Heiligen Vater

Siegfried Wölfel nimmt in Skopje an Empfang von Papst Franziskus teil. Und Bischof Kiro Stojanov ermöglicht sogar ein persönliches Gespräch des Ruhestandspfarrers mit dem Papst.

Ein Augenblick den Pfarrer Siegfried Wölfel (links) nicht vergessen wird. Bei einem Empfang durch Papst Franziskus (rechts) anlässlich seiner Balkanreise in Skopje, betrachtet das Kirchenoberhaupt die Bilder von Pfarrer Siegfried Wölfel. Ermöglicht hat die Begegnung Bischof Kiro Stojanov (mitte), ein alter Freund des Friedenfelser Geistlichen. Bild: Philip Stojanov
Ein Augenblick den Pfarrer Siegfried Wölfel (links) nicht vergessen wird. Bei einem Empfang durch Papst Franziskus (rechts) anlässlich seiner Balkanreise in Skopje, betrachtet das Kirchenoberhaupt die Bilder von Pfarrer Siegfried Wölfel. Ermöglicht hat die Begegnung Bischof Kiro Stojanov (mitte), ein alter Freund des Friedenfelser Geistlichen.

Für Pfarrer Siegfried Wölfel und Adrian Käß wird der Besuch des Papstes in Skopje, der Hauptstadt Mazedoniens und Geburtsstadt Mutter Teresas, unvergessen bleiben. Der Geistliche und der Student waren drei Tage nach Nordmazedonien gereist und feierten mit Papst Franziskus auf der letzten Etappe seiner Balkantour einen beindruckenden Gottesdienst.

Pfarrer Wölfel wurde dabei auch vom Papst empfangen und konnte ein persönliches Gespräch mit dem weltlichen Oberhaupt der katholischen Kirche führen. Ermöglicht hatte die Begegnung Bischof Kiro Stojanov, ein guter Freund des Friedenfelser Ruhestandsgeistlichen. Das Mazedonische Kirchenoberhaupt kennt Wölfel seit fast 40 Jahren.

Als junger Priester hatte Kiro Stojanov Pfarrer Wölfel an dessen früheren Wirkungsstätten in Weiden und Bärnau öfter besucht und dabei auch Urlaubsvertretungen übernommen. Auf die Idee zur Reise und den Papstbesuch brachte Siegfried Wölfel jedoch Adrian Käß. Der frühere Ministrant hatte lange zuvor schon im Internet von der Balkanreise des Papstes erfahren und informierte Siegfried Wölfel über die 29. Auslandsreise des Kirchenoberhauptes.

Nach dem Entschluss der beiden Friedenfelser mit zwei weiteren Teilnehmern aus Weiden die Reise zu unternehmen, kam fast zeitgleich die Einladung von Bischof Kiro Stojanov mit der Offerte, das Pfarrer Siegfried Wölfel bei den vorgesehenen Treffen zwischen dem Heiligen Vater und Ordensleuten dabei sein werde. Den Moment, als er die Einladung in den Händen hielt und von der Begegnung mit dem Papst erfuhr, wird Wölfel nach eigenen Angaben nie vergessen. Der Ruhestandsgeistliche: "Ein kleiner Pfarrer wie ich beim Heiligen Vater . . ."

Einen Tag vor dem Papstbesuch machte sich die Reisegruppe mit dem Auto auf dem Weg zum Münchner Flughafen, anschließend ging es mit dem Flugzeug über Zagreb nach Skopje. Bereits früh am Morgen kam das Kirchenoberhaupt aus Sofia, der Hauptstadt Bulgariens, und wurde im Hof des Präsidentenpalastes von Skopje formell begrüßt. Gespräche mit Präsidenten und Ministerpräsident folgten.

Zudem stand ein Besuch der Gedenkstätte, der heiligen Mutter Teresa und Friedensnobelpreisträgerin aus Kalkutta, die 1910 im heutigen Skopje geboren wurde, auf dem Programm. Um 11 Uhr feierte der Papst in der Innenstadt von Skopje eine Messe, bei der die Friedenfelser-Weidener Reisegruppe zugegen war und erstmals Kontakt zum Oberhirten hatte. Am Nachmittag folgten ein ökumenisches und interreligiöses Jugendtreffen sowie die Begegnung mit den Priestern und Kirchenvertretern. Pfarrer Siegfried Wölfel wurde dabei durch Bischof Kiro Stojanov vorgestellt. Und es wurde sogar ein Gesprächsprotokoll verfasst.

Im Friedenfelser Pfarrhof riefen Adrian Käß (rechts) und Pfarrer Siegfried Wölfel (links) die Reise zu Papst Franziskus in Erinnerung. Tief beeindruckt zeigten sich beide von den einzigartigen Aufnahmen. Bild: bsc
Im Friedenfelser Pfarrhof riefen Adrian Käß (rechts) und Pfarrer Siegfried Wölfel (links) die Reise zu Papst Franziskus in Erinnerung. Tief beeindruckt zeigten sich beide von den einzigartigen Aufnahmen.
Das Gesprächsprotokoll mit dem Papst:

Pfarrer Wölfel spricht mit Papst Franziskus

Bischof Kiro: Heiliger Vater, dieser Priester aus der Diözese Regensburg in Deutschland ist ein großer Freund Mazedoniens, der uns viel geholfen hat. Mir persönlich, den Priestern und unserer Kirche. – Papst Franziskus: Ich danke Ihnen. – Pfarrer Wölfel: Ich habe einige Fotos mitgebracht. Dies sind meine acht Waisenkinder in Indien. Bitte, Heiliger Vater, segne sie! Danke! Diese Person auf dem Bild ist Mutter Prema, eine Nachfolgerin von der heiligen Mutter Theresa von Kalkutta. – Papst Franziskus: Ja, die Mutter Prema ist eine Deutsche. – Pfarrer Wölfel: Bitte kommen Sie auch einmal zu uns und bringen Sie Mutter Prema mit. Sie ist ein Segen für die ganze Kirche, für die Armen und ein großes Vorbild für unser Land. – Papst Franziskus: Ja, es ist nicht leicht. Je älter ich werde, umso schwerer wird es für mich. Bitte, beten Sie für mich. – Pfarrer Wölfel: Gerne, wir tun es jeden Tag. – Papst Franziskus: Danke! Ich habe niemals gedacht, dass es so schwer wird. Pfarrer Wölfel: Der Heilige Geist gibt Ihnen die Kraft. Sie sind ein Segen für die ganze Welt. – Papst Franziskus: Das hoffe ich. Ich danke Ihnen und segne Sie.

 
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