29.05.2020 - 10:42 Uhr
FriedenfelsOberpfalz

"Ich werde den Steinwald vermissen"

Der Naturpark Steinwald hat für sein 240 Quadratkilometer großes Gebiet mit Marie Wittmann eine neue Naturpark-Rangerin. Ihre Vorgängerin Amelie Nöth wechselt zum 1. Juni in den Naturpark Bayerische Rhön.

„Die Arbeit im Naturpark Steinwald hat mir viel Spaß gemacht“, sagte Amelie Nöth (Bild) bei der Verabschiedung durch den Vorstand.
von Bernhard SchultesProfil

Die Führungsspitze des Naturparks Steinwald nutzte in dieser Woche eine Sitzung des Gesamtvorstands, um den Wechsel offiziell zu vollziehen und der scheidenden Naturpark-Rangerin Amelie Nöth für ihren Einsatz zu danken. Marie Wittmann wurde der Versammlung als neue "Steinwald-Botschafterin" vorgestellt.

Stets harmonisch

"Die Arbeit im Naturpark Steinwald hat mir viel Spaß gemacht. Ich werde den Steinwald mit seiner schönen hügeligen Landschaft vermissen", erklärte Amelie Nöth im Gespräch mit Oberpfalz-Medien. Danke sagte Nöth auch für die stets gute und harmonische Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen und Mitgliedern des Vorstands des Naturparks Steinwald. Lob spendete sie zudem ihrem Ranger-Kollegen Jonas Ständer sowie den neu gewonnen Freunden aus der Oberpfalz. Nicht erwartet hatte sie die breite Unterstützung von Privatleuten und Kooperationspartnern bei den durchgeführten Projekten.

Zurück zur Familie

"Der einzige Grund meines Wechsels ist eigentlich nur die Liebe zu meiner alten Heimat", ließ Amelie Nöth wissen. Für die aus Gemünden am Main stammende Rangerin kam eine freie Rangerstelle im Naturpark Bayerische Rhön mehr als gelegen, um an ihren Heimatort, zu ihrer Familie und zu ihren früheren Freunden zurückzukehren.

"Wir haben aufgrund ihrer Fachkenntnisse und guten Arbeit ihrer Versetzung auch nur ungern zugestimmt", meinte Ernst Tippmann. Der Geschäftsführer des Naturparks Steinwald war sich aber bei einem Gespräch mit Oberpfalz-Medien sicher, mit Marie Wittmann eine genauso aktive und geschäftige neue Rangerin gefunden zu haben.

Naturpark Steinwald feiert Jubiläum

Friedenfels

Unter Beweis stellen konnte die 25-jährige Hirschauerin dies bereits in den vergangenen Tagen bei der Einarbeitung in der Naturpark-Geschäftsstelle Fuchsmühl sowie bei ihren Außeneinsätzen im Steinwald. Die gelernte Medienkauffrau, die auch ein Bachelor-Studium in Biologie an der Uni Bayreuth absolvierte, zeigte dabei großes Engagement und Freude an der Natur. Im Gespräch mit Oberpfalz-Medien betonte Marie Wittmann, dass es ihr ein großes Anliegen ist, der Bevölkerung die Natur näher zu bringen, Aufklärungsarbeit zu leisten und gleichzeitig selbst aktiv in der Natur tätig zu sein.

Als Heimatverbundene freue sie sich, dass sie die regionalen Artenhilfsprojekte weiter mit vorantreiben und einen Beitrag für den Fortbestand bedrohter Arten leisten kann. Besonders schön am Naturpark Steinwald findet Marie Wittmann die Landschaft mit ihren vielen Felsformationen und Hügeln sowie die vielen schützenswerten Tier- und Pflanzenarten.

Auch ihr Ranger-Kollege Jonas Ständer freute sich auf die künftige Zusammenarbeit. "Ich habe eine gute Kollegin verloren, aber eine neue gute Mitstreiterin dazugewonnen."

Marie Wittmann (Bild) tritt am 1. Juni die frei gewordene Stelle als Rangerin im Naturpark Steinwald an. Sie freut sich auf ihr neues Aufgabengebiet.
Hintergrund:

Dickes Lob

Der Vorsitzende des Naturparks Steinwald, Eberhard Freiherr von Gemmingen-Hornberg, und Naturpark-Geschäftsführer Ernst Tippmann hatten sich nach der Schaffung von Naturpark-Ranger-Stellen im Jahr 2018 durch das Bayerische Kabinett auch um eine Besetzung für den Steinwald bemüht. Insgesamt wurden damals 60 Ranger in den bayerischen Naturparken eingestellt. Zwei Vollzeitstellen erhielt schließlich der Naturpark Steinwald. Viele davor ehrenamtlich durchgeführte Arbeiten oder mit großem Zeitaufwand verbundene Projekte konnten dadurch leichter, intensiver und vor allem umfangreicher durchgeführt werden, informierten die Verantwortlichen. Sie waren voll des Lobes über das Engagement von Jonas Ständer und Amelie Nöth. Beide hätten sich bestens eingebracht und die vorgegebenen Maßnahmen und teils arbeitsreichen Projekte im Steinwald umgesetzt. Darunter fielen auch die Artenschutzprojekte Arnika, Feuersalamander, Fledermaus, Flussperlmuschel, Kreuzotter und Gartenschläfer. Doch nicht nur das erforderte von den beiden Angestellten des Naturparks viel Leidenschaft und Interesse für die Natur. Auch zahlreiche Aktionen mit Kindergärten und Schulen gehörten zu ihrem Arbeitsalltag. (bsc)

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