12.03.2020 - 09:55 Uhr
Oberpfalz

Frühlingsgefühle

Vor allem am Licht liegt es, dass wir uns nun wieder so gut fühlen. Die Helligkeit hat positive Auswirkung auf unser Gemüt. Wenn die Tage länger werden, werfen wir nicht nur alten Ballast ab, wir verspüren auch wieder neue Energie.

Im Frühling ist es einfach, glücklich zu sein. Dafür genügt oft schon der Blick auf die ersten Blüten im Park.
von Autor EWAProfil

"Ja, es kommt der Frühling und die Welt wird wieder bunt", schreibt Autor Volker Harmgardt. Den ganzen Winter haben wir schließlich auf ihn gewartet, nun ist er endlich da - zumindest meteorologisch. Haben Sie plötzlich auch wieder viel bessere Laune? Fühlen Sie sich irgendwie beschwingt und wieder um einiges lebendiger? Schuld daran sind die vielgerühmten Frühlingsgefühle. Nie war es wohl einfacher, glücklich zu sein. Dafür genügt oft schon der Blick auf die ersten Blüten im Park, das Gezwitscher der Vögel vor dem Fenster oder die leckere Kugel Erdbeereis aus der endlich wieder geöffneten Eisdiele nebenan.

Dass es tatsächlich eine solche Erholung vom Winter gibt, das beweisen längst auch psychologische Untersuchungen. Vor allem am Licht soll es liegen, dass wir uns nun wieder so gut fühlen. Denn die Helligkeit hat schließlich eine positive Auswirkung auf unser Gemüt. Dazu kommt natürlich, dass nun auch die Temperaturen wieder steigen. Wir fühlen uns doch gleich viel wohler, wenn wir uns nicht mehr in dicke Mäntel und Schals einpacken müssen. "Wird es langsam warm und märzlich, freut der Mensch sich, und zwar herzlich", sagt Gebrauchsphilosoph Klaus Klages so schön.

Und tatsächlich gibt es viel Grund zur Freude. Denn wenn die Tage länger werden, werfen wir nicht nur alten Ballast ab, wir verspüren auch wieder neue Energie. Tatendrang macht sich bemerkbar, es herrscht Aufbruchsstimmung.

Laut Hormonbiologen Prof. Alexander Lerchl lassen sich diese positiven Gefühle auch noch ganz leicht verstärken. "Frühlingsgefühle können durch sportliche Aktivitäten gefördert werden oder durch einen morgendlichen Spaziergang", erklärt er. "Auch eine künstliche helle Beleuchtung hilft. Aber natürliches Licht ist definitiv besser."

Im Dunkeln lässt es sich also vielleicht gut munkeln, aber glücklicher macht es uns eindeutig, wenn es wieder länger hell ist. Denn durch das Sonnenlicht wird das Glückshormon Serotonin stimuliert, wir fühlen uns wieder richtig fit, alles scheint nun wieder möglich zu sein, wir strotzen nur so vor Energie. Kein Wunder also, dass der Frühling die Lieblingsjahreszeit von vielen von uns ist. Übertroffen wird er da nur noch vom Sommer. Die gute Nachricht ist: Auch dieser steht uns noch bevor.

Lassen Sie uns aber erst einmal den Frühling in vollen Zügen genießen. Denn wie schrieb schon Schriftsteller John Milton: "Wenn der Frühling ins Land zieht, wäre es eine Beleidigung der Natur, nicht einzustimmen in ihr Jauchzen ..."

Mehr Rezepte zum Glück: www.onetz.de/themen/gluecksrezept

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