11.06.2021 - 10:41 Uhr
FuchsmühlOberpfalz

100 Jahre Frauen- und Mütterverein Fuchsmühl: Freude über Feier mit Bischof

Der Frauen- und Mütterverein Fuchsmühl feiert am Sonntag, 13. Juni, sein 100-jähriges Bestehen. Den Festgottesdienst in der Wallfahrtskirche zelebriert Diözesanbischof Rudolph Voderholzer. Zum Jubiläum ist auch eine Festschrift erschienen.

Bischof Rudolf Voderholzer (links) hat seine Teilnahme an den Feierlichkeiten in Fuchsmühl fest zugesagt. Zuletzt war er 2013 vor Ort – das Archivfoto zeigt ihn zusammen mit Bürgermeister Wolfgang Braun.
von Werner RoblProfil

Der Frauen- und Mütterverein Fuchsmühl blickt heuer auf sein 100-jähriges Bestehen zurück. Lange war ungewiss, ob überhaupt ein Fest stattfinden kann. Doch diese Sorge ist nun vom Tisch. Wegen der aktuellen Corona-Lage im Landkreis Tirschenreuth steht einem Festgottesdienst, einem Kirchenzug mit Fahnenabordnungen und einem Festakt an diesem Sonntag, 13. Juni, nichts mehr im Wege.

Grundvoraussetzung für die Feierlichkeiten ist natürlich ein Hygienekonzept, das Vorsitzende Anna Koller erarbeitet hat. Alle Teilnehmer müssen sich vorab bei der Vorsitzenden anmelden - unter Telefon 09634/1316 oder per E-Mail (anne-koll[at]t-online[dot]de). Weiter sind vor Ort die bekannten Mindestabstände zu anderen Personen einzuhalten und es müssen Masken getragen werden.

Musik und Ehrungen

Die Feierlichkeiten beginnen um 9.45 Uhr mit einem Kirchenzug vom Jugendheim hinüber zur Kirche. Der Festgottesdienst mit Diözesanbischof Rudolf Voderholzer findet anschließend um 10 Uhr statt. Der heiligen Messe in der Wallfahrtskirche "Maria Hilf" folgt ein musikalisch umrahmter Festakt auf dem Parkplatz des Jugendheims. Als Festredner konnte Pfarrer Joseph gewonnen werden. Weiter stehen Grußworte der Ehrengäste sowie Ehrungen auf dem Programm.

Die Vorsitzende erinnert im Gespräch mit Oberpfalz-Medien daran, dass ursprünglich geplant war, den Festakt am Nachmittag im Saal des Jugendheims zu veranstalten. Doch wegen der allgemeinen Lage habe man sich entschieden, ihn direkt an den Gottesdienst anzuschließen und im Freien durchzuführen. Ausfallen muss auch das gemeinsame Mittagessen. Allerdings bietet der Frauen- und Mütterverein für den Nachhauseweg eine "kleine Wegzehrung" an.

"Fels in der Brandung"

Erschienen ist zum Jubiläum auch eine von Erich Schraml gestaltete bebilderte Festschrift. An die Frauen und Mütter gerichtet schreibt der Diözesanbischof in seinem Grußwort: "Sie sind ein Fels in der Brandung." Im weiteren Verlauf folgen Worte des Dankes und des Lobes. Neben vielen anderen Grußwortschreibern verfasste auch Vorsitzende Anna Koller einige Zeilen. In der Festschrift erklärt sie unter anderem: "Der Frauen- und Mütterverein entstand in einer Zeit, die von Krieg, Arbeitslosigkeit und großer sozialer Not geprägt war. Mutige und engagierte Frauen schlossen sich zu einem katholischen Arbeiterinnenverein zusammen, obwohl zur damaligen Zeit die ,Nur-Mutter-Rolle' gezwungener Maßen auferlegt war." Die Männer seien im Krieg gewesen, erinnert Koller an eine schwere Zeit, in der die Frauen neue Aufgaben hätten übernehmen müssen. "Mit sozialem Engagement wurden beherzt alle anstehenden Probleme in der Gesellschaft wahrgenommen", so Koller.

Tag des Dankes

Auch heute noch stellt sich der Fuchsmühler Frauen- und Mütterverein in den Dienst der Allgemeinheit. In einem Rückblick verweist Koller auf Kirchenkonzerte, die Teilnahmen an Bürger- und Pfarrfesten, Adventsbasare und "andere Herausforderungen". Der Frauen- und Mütterverein betrachte den 100. Geburtstag als einen Tag des Dankes und der Anerkennung für die freiwillig geleisteten Stunden, so Koller.

Die Vorsitzende lässt gegenüber Oberpfalz-Medien durchblicken, dass man stolz und glücklich zugleich sei: "Wir freuen uns auf den Besuch des Bischofs und dass wir trotz der Corona-Pandemie das 100-jährige Gründungsfest - fast wie ursprünglich geplant - feiern dürfen."

100 Jahre Frauen- und Mütterverein Fuchsmühl

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