In Fuchsmühl läuft derzeit ein weiteres Projekt, von dem der Verkehr, anders als in der Marienstraße und abgesehen von überschaubaren Behinderungen, kaum betroffen ist. Das ehemalige Schützenhaus wurde dort bereits vor zwei Jahren abgerissen. Aktuell laufen Erdarbeiten für eine längst beschlossene Maßnahme: Neugestaltung des ehemaligen Hackelstein-Geländes an der Steinwaldstraße (nahe Marienstraße).
Seit einigen Tagen wird in Fuchsmühl auf dem gemeindeeigenen Grundstück an der Steinwaldstraße gearbeitet. Dort, wo früher einmal die Hackelstein-Schützen ein und aus gingen, entsteht eine Grün- und Erholungsfläche, ferner auch Parkplätze mit Ladestationen für Elektroautos. Endgültig Platz finden Wertstoffcontainer. Den Zuschlag für die Erdarbeiten bekam die Wilhelm Kropf Bau GmbH aus Thiersheim. Das Unternehmen aus Oberfranken ist Teil der in Waldsassen ansässigen und rund 850 Mitarbeiter starken K-Holding GmbH, zu der auch die Kassecker GmbH gehört.
Kurz zum Hintergrund der Maßnahme Neugestaltung des ehemaligen Hackelstein-Geländes in Fuchsmühl: Das rund 1200 Quadratmeter große Grundstück befindet sich in Nachbarschaft des Markthauses, nahe der Wallfahrtskirche Maria Hilf. Seit einigen Jahren ist das heute brachliegende und zuvor bebaute Grundstück Eigentum der Marktgemeinde Fuchsmühl.
Mit Rasengittersteinen
Auf der bislang ungenutzten Fläche, an deren oberem Rand vorübergehend die Recyclingcontainer standen, entstehen eine Grünfläche mit Ruhebänken, zwei Zufahrten (eine im Norden und eine kleinere mit Rasengittersteinen im Süden der Anlage) und am nördlichen Rand des Geländes – an den neuen Parkplätzen - zwei Ladestationen für Elektroautos. Erfreulich ist, dass für die beiden E-Ladestationen, wie Bürgermeister Wolfgang Braun in einer zurückliegenden Gemeinderatssitzung informierte, für den Markt „keine Kosten entstehen“. Geschaffen werde ein Gehweg am Nordrand, der später neu gestalteten und drei bis fünf Prozent nach Süden hin geneigten Grün-, Erholungs- und Parkplatzfläche.
Die Gestaltungsideen, Zeichnungen und Erläuterungen reiften in den Büros der RSP-Architektur und Stadtplanung GmbH in Bayreuth. Die endgültige Planung oblag der Ingenieurgesellschaft für das Bauwesen, Josef Wolf und Söhne GmbH in Kemnath.
Kräftige Finanzspritze
Vonseiten der Regierung der Oberpfalz, die das Vorhaben auch befürwortet hatte, gibt es im Rahmen der Förderoffensive des Freistaates Bayern eine finanzielle Unterstützung in Höhe von 90 Prozent der förderfähigen Kosten. Aktuell müssen - so der letzte Stand und vor Abzug der Förderung - rund 420.000 Euro in die Hand genommen werden, um das Vorhaben, über das bereits mehrmals im Gemeinderat diskutiert wurde, realisieren zu können.
Bereits zum Jahreswechsel 2021/2022 wurde das ehemalige Schützenhaus, an dem die Zeit nicht spurlos vorübergegangen war, vollständig abgerissen. Ein Teil der Fläche diente als Aufstellort für Recyclingcontainer, die zuvor am Parkplatz Ost nahe der Marienstraße gestanden hatten. Vor einigen Monaten, in einer öffentlichen Sitzung, empfahl Bürgermeister Wolfgang Braun, aktiv zu werden und „Gas zu geben“. Vor wenigen Wochen gab es dann für die Container - praktisch als erste Maßnahme am brachliegenden Gelände - einen erneuten Standortwechsel auf die gegenüberliegende Straßenseite. Die Wertstoffbehälter werden, sobald die Arbeiten abgeschlossen sind, aber auf das Grundstück zurückkehren. Anders als zuvor würden diese laut Planung weiter nach unten, in Richtung Süden rücken, erklärte Bürgermeister Wolfgang Braun in der Januarsitzung 2024.
Kürzlich wurde an der Steinwaldstraße, nachdem die Erdarbeiten bereits im vollen Gange waren, eine große Bautafel aufgestellt. Wie von den Mitarbeitern der Wilhelm Kropf Bau GmbH an der Baustelle zu erfahren war, sollen die Geländearbeiten im bevorstehenden Dezember abgeschlossen sein.
Neugestaltung des ehemaligen Geländes der Schützengesellschaft Hackelstein
- Erholungszonen: Verweilbereiche mit Ruhebänken
- Parkplätze: ein Dutzend Stellflächen (auch für Fahrzeuge behinderter Mitbürger)
- Service: zwei Ladestationen für Elektro-Autos, ferner auch (mit der Entsorgungsfirma Magnitz GmbH abgestimmte) Container-Stellplätze
- Umfeld: Gehweg im Norden
- Zufahrten: eine größere im Norden und eine kleinere von Süden her zur Grundstücksmitte
- Eingrünung: Blumen, Bäume, Büsche und Rasen
- Kosten: rund 420.000 Euro (im Rahmen der Förderoffensive des Freistaates Bayern fließen von der Städtebauförderung 90 Prozent der förderfähigen Kosten)
- Ende der Erdarbeiten: voraussichtlich im Dezember 2024

















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