Reisemobile gewinnen an Beliebtheit; das Angebot an Stellplätzen wächst aber nur langsam. Und so reifte in der Steinwald-Allianz die Idee, die Möglichkeiten im Naturpark Steinwald von einem Fachberater – Diplom-Betriebswirt Bernhard Mosandl (Inhaber und geschäftsführender Gesellschafter bei Regio-Tourismus-Marketing GmbH & Co. KG mit Sitz in Nordheim am Main) – näher beleuchten zu lassen.
Thema in der Sitzung des Fuchsmühler Marktrates war auch eine von einem innovativen Unternehmen ausgeklügelte Geschäftsidee: „Alpaca-Stellplatz-Konzept“. Doch was muss man sich darunter vorstellen? „Alpaca“ hat – auch wenn es so klingt – mit den friedliebenden Vierbeinern nichts zu tun. Der Name des aus Unterfranken stammenden Anbieters "Alpaca“ war schlicht ein willkürlich gewählter Arbeitstitel, den man einfach beibehielt. Umschreiben könnte man das Konzept mit „wildes Campen auf legale Weise“.
Ob die Stellplatzvermarktung im Naturpark Steinwald einmal vom unterfränkischen Unternehmen "Alpaca" aus Oberschwarzach (Landkreis Schweinfurt) oder vielleicht sogar in Eigenregie von der Steinwald-Allianz umgesetzt werde, war nur ein kurzes Randthema, über das in der Sitzung des Gemeinderates kein Beschluss gefasst wurde. In der Debatte ging es lediglich um die Stellflächen, die im Gemeindebereich von Fuchsmühl für Campingmobile infrage kämen. Beleuchtet wurden auch die notwendigen Maßnahmen, um diese Areale nach den Gesichtspunkten von "Alpaca" entsprechend auszustatten.
In die Fuchsmühler Auswahl schafften es zwei Standorte mit jeweils zwei möglichen Stellplätzen: Freizeitanlage Waldbadeweiher und Parkplatz an der Kapelle „Maria Frieden“. Vorgeschlagen wurde vom Fachberater Bernhard Mosandl auch ein Gelände bei Herzogöd. Die Idee wurde jedoch verworfen. Ausdrücklich sprach sich Bürgermeister Wolfgang Braun in seinem Bericht für ein einheitliches Preismodell für die Stellplätze in der Steinwaldregion aus.
Braun unterstrich, dass dies aber nur Vorabinformationen seien. „Ich spiele den Ball damit wieder an die Steinwald-Allianz zurück.“ Damit bat Braun um Wortmeldungen. Marktrat Markus Troesch ärgerte sich über die „aufgebauschte“ Analyse. „Sowas mache ich nach dem Frühstück“, scherzte der CSU-Fraktionssprecher und forderte ein „Angebot aus einem Guss“ auf interkommunaler Basis. FW-Marktrat Christopher April vertrat die Meinung, dass man sich das Geld für die Ermittlung der möglichen Stellplätze hätte sparen können. Braun rechtfertigte die Analyse: „Wir haben uns mit einer Sache beschäftigt, mit der wir uns sonst nicht befasst hätten.“ Sarkastisch bemerkte dazu CSU-Marktrat Wolfgang Dutz, dass es sich bei der Studie um eine „Pleiten-, Pech- und Pannengeschichte“ handle.




















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