20.11.2019 - 15:56 Uhr
FuchsmühlOberpfalz

Glaube als Liebesverhältnis

Wie die beiden Welten Glaube und Leben zusammenhängen - darüber sprach Pfarrer Edmund Prechtl im Jugendheim. "Leben kann für uns Erfüllung, aber auch Belastung sein", wusste der Geistliche aus Pressath und betonte: "Glaube macht froh."

Pfarrer Edmund Prechtl beim Vortrag..
von Externer BeitragProfil

In seinem Vortrag ging Prechtl auf verschiedene Bereiche des Lebens wie Arbeit und Beruf, Familie, Gesellschaft und Nachbarschaft ein. Die Welt des Glaubens beinhalte Kirche, Gebet und Gottesdienst und auch einen moralischen Anspruch. Am Ende jeder heiligen Messe erfolge an die Gläubigen der Sendungsauftrag Gottes. Im deutschsprachigen Raum hören sie ihn in der Fassung "Gehet hin in Frieden". Erst in der wörtlichen Übersetzung "Gehet hin, ihr seid gesandt" des lateinischen "Ite, missa est" werde dieser Auftrag deutlich erkennbar.

Glaube sei etwas froh Machendes. Glaube sei ein Liebesverhältnis, das gelebt werden solle, so Pfarrer Prechtl. Oft hätten die Menschen kaum Zeit für das Gebet, das ein Ausdruck der Beziehung zu Gott sei. Der Referent veranschaulichte dies mit einem Beispiel: Wer einen anderen Menschen liebe, wolle möglichst viel Zeit mit diesem verbringen. Sich nur gelegentlich zu sehen, genüge da nicht. Nur ab und zu miteinander zu reden, reiche nicht aus.

Für das Gespräch mit Gott bliebe jedoch oft ganz wenig Zeit. Dabei könnten die Menschen im Gebet mit Gott reden, ihm sagen, was sie bewegt, was sie traurig oder glücklich macht, was sie belastet. Das Gebet sei auch eine Gelegenheit, Gott zu danken.

"Kaufen Sie sich ein Heft. Schreiben Sie jeden Abend drei Dinge hinein, die an diesem Tag für Sie schön und positiv waren", riet Pfarrer Prechtl den Zuhörern. "Sie werden feststellen, dass Sie dankbarer und zufriedener sind. Und Sie werden merken, dass Sie auch besser einschlafen können." Denn viele Negativschlagzeilen, zahlreiche Sorgen und Ängste würden die Menschen noch nachts beschäftigen.

Häufig werde Kirche nur über den Papst, die Bischöfe und Priester wahrgenommen. Kirche sei aber jeder und jede. "Machen Sie für Ihre Mitmenschen deutlich, dass Sie Christen sind. Zeigen Sie, dass Sie Ihren Glauben praktizieren, dass er ein wichtiger Bestandteil Ihres Lebens ist. Reden Sie über Ihren Glauben", ermunterte der Referent die Anwesenden. Dazu gehöre auch, das Kirchenjahr aktiv mitzufeiern - und dazu gehöre vor allem der Dienst am Nächsten.

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