Fuchsmühl
25.03.2020 - 13:26 Uhr

"Gleicht fast Erpressungsversuch"

Udo Fürst, Fraktionsvorsitzender der SPD, reagiert empört auf eine E-Mail von Bürgermeister Wolfgang Braun.

Udo Fürst: "Ich halte die Drohung mit Ordnungsgeld für einen unglaublich dreisten Akt." Bild: exb
Udo Fürst: "Ich halte die Drohung mit Ordnungsgeld für einen unglaublich dreisten Akt."

Entrüstet meldet sich SPD-Fraktionssprecher Udo Fürst nach einer E-Mail von Bürgermeister Wolfgang Braun zu Wort. Den Hintergrund bildet Fürsts Bitte um Verschiebung der für Freitag, 27. März, terminierten Marktgemeinderatssitzung.

Fuchsmühl24.03.2020

Er hatte sich am Dienstag noch einmal im Namen der SPD-Fraktion im Marktgemeinderat Fuchsmühl an den Bürgermeister gewandt und ihm geschrieben: "Aufgrund der derzeitigen Situation mit der Coronakrise sehen wir uns als SPD-Fraktion trotz aller Vorsichtsmaßnahmen veranlasst, unsere Teilnahme an der Marktratssitzung am Freitag abzusagen. Wir bitten um eine Verlegung der Sitzung auf einen späteren Zeitpunkt."

Die Antwort aus dem Rathaus habe ihn überrascht. Udo Fürst: "Denn darin wird uns mit Verweis auf die Gemeindeordnung ein Ordnungsgeld von bis zu 250 Euro angedroht, wenn wir der Verpflichtung zur Teilnahme an der Sitzung ohne genügende Entschuldigung nicht nachkommen." Der langjährige SPD-Marktrat fährt im Gespräch mit Oberpfalz-Medien fort: "Gründe fürs Fernbleiben wären laut Bürgermeister Braun eine häusliche Quarantäne, eine Corona-Erkrankung oder aber eine durch ein ärztliches Attest bescheinigte Krankheit."

Udo Fürst wird deutlich: "Ich halte die Drohung mit Ordnungsgeld für einen unglaublich dreisten Akt, der fast einem Erpressungsversuch gleicht."

 
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