Mit Helm und Fahrrad-Kleidung zur Sonntagsmesse nach Fuchsmühl

Fuchsmühl
25.07.2022 - 14:34 Uhr

Mit klingelnden Fahrradglocken grüßten am Sonntag im Wallfahrtsort Fuchsmühl viele Gläubige. Sie waren Teilnehmer der achten Stern-Radwallfahrt. Wieder mit dabei: Pfarrer, Witzeerzähler und Gitarrist Manfred Strigl.

Die Idee Radwallfahrt reifte vor neun Jahren im Rahmen der Festwochen zum 325. Jubiläum der Wallfahrt "Maria Hilf" Fuchsmühl. Die Anzahl der Teilnehmer war damals beim Start aber noch recht überschaubar. Vier Jahre danach zählte man bereits 150 Teilnehmer.

Mehr als 350 Gläubige schwangen sich am Sonntag auf die Fahrräder, um unter dem Motto „Mit dem Radl zur Friedenskönigin“ in Form einer Sternfahrt zur Wallfahrtskirche "Maria Hilf" zu pilgern.

Aus allen Himmelsrichtungen

Begrüßt wurden die Gäste von den Kirchenglocken und den radfahrenden Ministranten aus Fuchsmühl. „Es ist schön, dass ihr aus allen Himmelsrichtungen mit den Rädern gekommen seid, um für den Frieden zu beten. Es werden immer mehr. Heuer muss sogar angebaut werden“, freute sich Hauptzelebrant Manfred Strigl aus Johannisthal über die vielen Gläubigen und die eilig herbeigeschafften Bierbänke. Mitverfolgen konnte man das Geschehen in der Kirche dank der Lautsprecheranlage auch am Festplatz beim Jugendheim. Organisiert hatten die Stern-Radwallfahrt die Marktgemeinde Fuchsmühl und die Steinwald-Allianz.

Mitgestaltet wurde der Gottesdienst von einigen Mitgliedern der Radgruppe des SV Immenreuth. Musikalisch umrahmt wurde die Festmesse vom Singkreis „Cantiamo“ unter der Leitung von Karin Gerolstein. An der Orgel spielte Hubert Köhler. Mitzelebrant war Pfarrer Joseph. Bewirtet wurden die Gottesdienstbesucher in Radlerhose oder Sonntagskleidung vom Pfarrgemeinderat Fuchsmühl.

Maria aus Nazareth und den erhofften Frieden beleuchteten Monika Kainz und Elvira Kastl (aus Immenreuth) im Dialog. „Frieden – wirklich ein großes Wort und ein großer Auftrag. Für dich, an mich und an die ganze Welt mit Hilfe der Friedenskönigin“, hob das Frauen-Duo hervor. Erstmals entzündet wurde die eigens geschaffene Wallfahrtskerze (gestaltet von der Friedenfelserin Cilli Wittmann). Das brennende Symbol wurde von Bürgermeister Wolfgang Braun an den Altar gestellt. Die Kerze wird – wie Manfred Strigl vor dem Anzünden versicherte – bei jeder Radwallfahrt leuchten. „Es ist gigantisch, dass Sie sich trotz der angekündigten Hitze auf den Weg gemacht haben“, sagte der Geistliche aus Johannisthal. Die Gäste wurden auf einer Landkreiskarte vorgestellt. Zum ersten Mal dabei waren auch Gruppen aus Mockersdorf, Guttenberg, Kirchenlaibach und Bärnau. Pfarrer Strigl entdeckte auch „viele alte Bekannte“.

„Ein bisschen Frieden“

In seiner humorvollen Festpredigt erinnerte Strigl an das Leitthema der letzten (vor Corona möglichen) Radwallfahrt: „Glaube bewegt.“ Pfarrer Strigl meinte: „Dass Fahrrad fahren bewegt, steht außer Zweifel." Die Freizeitbeschäftigung fördere auch Gespräche. Der Seelsorger folgerte: „Wenn Menschen miteinander reden, kommt oft auch viel Gutes heraus.“ An anderer Stelle seiner Ansprache meinte er: „Wer Rad fährt, kann auch besser schlafen.“ Heiter schob er nach: „Aber hoffentlich nicht jetzt.“ Seine Gitarre war auch dabei. Vorbereitet hatte Strigl ein passendes Lied: „Ein bisschen Frieden“. Angestimmt wurde zuvor der von Monika Kainz und Elvira Kastl getextete Erkennungssong: „Ja, zur Wallfahrt sind wir hier, mit dem Radl kommen wir.“

Die Mahnung zum Frieden in der Welt und zum sorgfältigen Umgang mit der Natur symbolisierte ein mit Luft gefüllter Globus, der von vielen Händen von Bank zu Bank weitertransportiert wurde. Gesegnet wurden die Erinnerungsgeschenke und wenig später am Parkplatz auch die Fahrräder und Gläubigen. Brieftauben wurden zum Himmel geschickt. Pfarrer Manfred Strigl schloss: „Kommen Sie im nächsten Jahr wieder.“

 
 

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