13.06.2018 - 15:25 Uhr
FuchsmühlOberpfalz

Huml: Mehr Wertschätzung für Pflegeberufe

Zum zweiten Mal binnen weniger Monate ist Ministerin Melanie Huml im Senioren-Servicehaus Fuchsmühl zu Gast. Sie würdigt die Leistungen des Sozialteams und sucht den Kontakt zu Bewohnern und Beschäftigten.

Hoher Besuch in der Fuchsmühler Senioren-Einrichtung: Staatsministerin Melanie Huml zeigt sich von der geleisteten Arbeit beeindruckt. Im Bild von links Fachbereichsleiter Andreas Neugirg, Parksteins Bürgermeisterin Tanja Schiffmann, Bezirksrat Toni Dutz, Ministerin Melanie Huml, Geschäftsführer Martin Weiß, Fuchsmühls Bürgermeister Wolfgang Braun und Heimbeirat Rainer Bleistein.
von Werner RoblProfil

(wro) Bei ihrem ersten Besuch anlässlich des 25-jährigen Bestehens, das das Sozialteam mit rund 250 Gästen vor rund einem halben Jahr in Fuchsmühl feierte, hatte Melanie Huml versprochen, wieder nach Fuchsmühl zu kommen. Beeindruckt von der Arbeit der Oberpfälzer Unternehmensgruppe wollte sich die Staatsministerin für Gesundheit und Pflege das Senioren-Servicehaus in aller Ruhe anschauen.Wichtig waren ihr dabei auch Fragen und Probleme der Pflegefachkräfte.

„Ich finde Ihren Tatendrang bewundernswert“, betonte die CSU-Politikerin im Gespräch mit Geschäftsführer Martin Weiß und Fachbereichsleiter Andreas Neugirg. In Anwesenheit einiger Mitarbeiter und mit Blick auf weitere geplante Einrichtungen ergänzte sie: „Trotz der vielen Projekte, die Sie bereits jetzt schon schultern, scheinen Sie sich immer wieder die Frage zu stellen: Was können wir noch tun?“ Anerkennend zeigte sie sich auch dem rund 650-köpfigen, in mehreren Häusern tätigen Pflegeteam gegenüber: „Was Sie täglich für hilfebedürftige Menschen in unserer Gesellschaft leisten, verdient allerhöchsten Respekt." Erfreut zeigte sich die Ministerin, dass es möglich war, neben den Angestellten aus Fuchsmühl auch Vertreter aus Waldershof und Neusorg sowie einige Heimbewohner kennenzulernen.

Die Bayerische Staatsregierung stelle sich den Herausforderungen, meinte Huml und verwies auf das Landespflegeld. „Damit möchten wir den finanziellen Spielraum pflegebedürftiger Menschen erhöhen.“ Froh darüber, dass Bayern derzeit gut aufgestellt sei, versprach Melanie Huml die Schaffung rund 500 neuer Kurzzeit-Pflegeplätze. "Die Versorgungsangebote für Schwerstkranke und Sterbende werden wir sogar verdoppeln.“

Huml hob hervor: „Ich bin froh darüber, dass unser Ministerpräsident ein offenes Ohr für die Themen Gesundheit und Pflege hat.“ Wichtig war ihr: „Wir brauchen mehr Wertschätzung für Pflegeberufe.“ Das müsse aber auch auf der Gehaltsabrechnung sichtbar werden. Weiter ging Huml auf eine geplante Einrichtung in Neufahrn ein, wo ehemalige Crystal-Meth-Abhängige vom Sozialteam in einen geregelten Alltag zurückgeführt werden sollen. Auf der Suche nach Räumlichkeiten wolle sie das Unternehmen gerne unterstützen. „Lieber Herr Weiß“, wandte sich der Gast erneut an den Geschäftsführer des Sozialteams. „Ich bin gespannt darauf, Näheres über das Konzept Ihrer Einrichtung in Neufahrn zu erfahren. Ich drücke Ihnen die Daumen, dass so rasch wie nur möglich ein geeigneter Standort gefunden werden kann.“ Melanie Huml versprach, bei der Einweihung dabei zu sein.

Nicht fehlen durfte beim Besuch im Fuchsmühler Senioren-Servicehaus ein Eintrag ins Goldene Buch der Gemeinde. Bürgermeister Wolfgang Braun übermittelte die Grüße der Marktgemeinde. Tanja Schiffmann – Bürgermeisterin aus Parkstein – nahm ebenfalls die Gelegenheit zum Anlass, sich ein Bild von der Fuchsmühler Einrichtung zu machen. Die Marktgemeinde am Fuß des Basaltkegels soll nach aktuellen Plänen einer der neuen Standorte des Sozialteams werden. Laut Schiffmann könne man mit dem Neubau sofort beginnen. In seiner Eigenschaft als Bezirksrat begrüßte Toni Dutz Ministerin Melanie Huml.

Staatsministerin Melanie Huml sucht den Dialog mit den Bewohnern.

Mitarbeitern Eva-Maria Hasenfürter vom Haus Waldershof (rechts im Bild) im Gespräch mit Staatsministerin Melanie Huml.

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