08.07.2020 - 12:17 Uhr
FuchsmühlOberpfalz

Sicherheitslage in Fuchsmühl relativ gut

Polizeihauptkommissar Thomas Dietrich ist der stellvertretende Leiter der PI Tirschenreuth. Im Marktrat Fuchsmühl erläuterte der 57-jährige Beamte die Kriminalstatistik 2019. Sein aktuelles Fazit: Im Ort ist es verhältnismäßig ruhig.

Bürgermeister Wolfgang Brauns besorgter Blick war unbegründet. Polizeihauptkommissar Thomas Dietrich (links) kommentierte die Statistik, was Fuchsmühl betrifft, als „nicht auffallend und nicht besorgniserregend“.
von Werner RoblProfil

Polizeihauptkommissar Thomas Dietrich ist der stellvertretende Leiter der Polizeiinspektion (PI) Tirschenreuth. Im Marktrat erläuterte der 57-jährige Beamte die Kriminalstatistik 2019. Sein aktuelles Fazit: Im Ort ist es verhältnismäßig ruhig.

Die Sicherheit vor einer Ansteckung mit Corona ist auch dem Marktrats-Gremium ein wichtiges Anliegen. Daher finden die Sitzungen derzeit nicht wie gewohnt im Rathaus, sondern in der deutlich geräumigeren Mehrzweckhalle statt.

Für den Informationstermin mit dem Vertreter der Polizei, Thomas Dietrich, hatte Bürgermeister Wolfgang Braun allerdings nicht in die Turnhalle eingeladen, sondern in den sogenannten Fernsehraum, weil dort ein Beamer zur Verfügung stand. Der geforderte Abstand war auch dort möglich. Auf der Tagesordnung stand die polizeiliche Kriminalstatistik für 2019, die der Polizeihauptkommissar anhand von Diagrammen und Zahlen offenlegte. Die Fallzahlen im Gemeindegebiet seien weder auffallend noch besorgniserregend, stellte Thomas Dietrich zu aller Beruhigung fest. Rückblickend auf die vergangenen fünf Jahre errechnete sich für Fuchsmühl eine durchschnittliche Fallzahl von 20,4 Straf-Delikten.

Als "leider über dem Durchschnitt" führte der Polizeivertreter die Zahl der 28 Fälle an, die im Vorjahr zu bearbeiten waren. Dennoch liege die rund 1530 Einwohner zählende Marktgemeinde weit unter dem Bayern-Durchschnitt mit 46 Delikten pro Einwohner und unter den Zahlen der Landkreis-Kommunen mit durchschnittlich 38 Delikten pro Einwohner, rechnete Dietrich vor. Positiv sei auch die Bilanz der Aufklärungsquote: Auf den Markt Fuchsmühl bezogen bezifferte sie Dietrich auf 67 Prozent (Bayern 67 Prozent, Landkreis 78 Prozent). Unter anderem musste man sich im Gemeindegebiet mit 2 Betrugsdelikten, 19 Unfällen und 10 Wildschäden befassen. "In den vergangenen Monaten war es sehr ruhig", beleuchtete Thomas Dietrich die Corona-Zeit. Zweifellos ein Grund dafür waren die Ausgangs- und Kontaktsperren, vor allem aber der Lockdown, von dem öffentliche Veranstaltungen, Einrichtungen und Gaststätten betroffen waren. "Aber langsam kehrt die Normalität zurück", verwies der Polizeibeamte auf die Lockerungen, die sich auch in den Zahlen der Straftaten nachteilig bemerkbar machten.

Grundsätzlich sei die Kriminalitätsrate in Fuchsmühl noch relativ niedrig, zog Dietrich eine erfreuliche Bilanz. Für die Aufklärung der Delikte sei man nach wie vor auf die Mithilfe der Bevölkerung angewiesen, bat der Sprecher um Unterstützung. Schwierig gestalte sich die Tätersuche bei Diebstählen und Sachbeschädigungen oder bei den Fällen, wo sich Unfall-Verursacher unerkannt vom Tatort entfernen.

Mehr Infos zu Polizeihauptkommissar Thomas Dietrich:

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