07.01.2021 - 11:55 Uhr
FuchsmühlOberpfalz

Sternsinger grüßen in der Kirche und per Video

Zum Dreikönigstag gehören die Sternsinger. Die Fuchsmühler Gruppe ist diesmal ungewohnt klein. „Unsere Sternsinger bleiben daheim“, bedauert Pater Martin. Auf den Segen muss man aber nicht verzichten.

Den Segensgruß verlas Veronika Konz (Dritte von links). Den Gottesdienst zelebrierte Pater Martin.
von Werner RoblProfil

Das zurückliegende Jahr war auch für die Fuchsmühler Ministranten kein leichtes. Eine Entspannung ist derzeit nicht in Sicht. Aktuell betroffen war die Sternsinger-Aktion, für die man bereits Anmeldungen entgegengenommen hatte. Vor einigen Tagen folgte die Absage: „Alle Gläubigen, die sich zur Sternsinger-Aktion angemeldet hatten, bekommen ein Segenspaket ins Haus geschickt“, heißt es in einer Mitteilung der Pfarrei, die an die Haushalte verteilt wurde.

Die Absage bedauerte auch Pater Martin am Feiertag. Im Gottesdienst appellierte der Geistliche dennoch an die Spendenbereitschaft. Das Spendenkuvert könne man während der Gottesdienste in ein Körbchen oder später in den Briefkasten des Pfarrbüros einwerfen, so der Vinzentiner am Ende der Messe. In seiner Ansprache verwies er zuvor auf die aktuelle Lage. Der Seelsorger spannte einen weiten Bogen von der Corona-Pandemie zu den Heiligen Drei Königen vor mehr als 2000 Jahren. „Auch für die Magier war die Lage zunächst aussichtslos. Suchten sie doch lange Zeit vergeblich nach dem Kind. Sie vertrauten sich einem falschen Freund an und folgten schließlich dem Stern, der sie auf den richtigen Weg zu Jesus führte.“ An anderer Stelle fragte Pater Martin mit Blick auf die Pandemie: „Was sind die richtigen Maßnahmen? Ist alles aussichtslos?“ Weiter sagte er: „Könnten die Heiligen Drei Könige damals auch so gedacht haben, als sie das Kind nicht sofort fanden?“ Der Geistliche unterstrich: „Sie hatten aber die Gewissheit, auf dem richtigen Weg zu sein. Dem neugeborenen Jesus brachten sie Gold, Weihrauch und Myrrhe. Dankbar dafür beschenkte sie der Sohn Gottes mit neuen Impulsen.“ Pater Martin schloss: „Viele Wege führen nach Bethlehem.“ Man müsse sie aber auch gehen. „Wer Jesus gefunden hat, wird danach aber einen anderen Weg gehen.“ Pater Martin mahnte auch zu mehr Vertrauen.

Am Ende des Gottesdienstes, der von Werner Fritsch an der Orgel und einigen Mitgliedern des Kirchenchores (oben im Chorraum und auf Abstand) begleitet wurde, folgten die Segnung und der Gruß der Sternsinger. Für alle, die den Segen nicht miterleben konnten, wurde die Botschaft aufgezeichnet. Das Video kann im Internet unter www.mariahilf-fuchsmuehl.de (auf der Seite „Aktuelles“) abgerufen werden.

Segenspakete liegen in der Wallfahrtskirche „Maria Hilf“ und im Dorfladen aus. Nach Angaben der Pfarrei könne man sie ab 11. Januar auch in der Bäckerei Zeitler abholen. Zudem wird dort eine Spendendose bereitgestellt, informierte Pater Martin am Ende des Feiertagsgottesdienstes. Weitere Aufkleber (mit dem Segensspruch „Christus mansionem benedicat“) liegen in der Kirche auf. Ebenso gebe es dort Weihrauchpäckchen, die gegen eine Spende mit nach Hause genommen werden können.

Nach der Messe segnete Vinzentinerpater Martin die Sternsinger-Gruppe.

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