Tante Berta muss unter die Haube: Laienspielgruppe probt für Premiere

Fuchsmühl
27.09.2022 - 15:11 Uhr
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Aktuell bereitet sich die Laienspielgruppe Fuchsmühl in den letzten Zügen auf ihr neues Theaterstück vor. Erstmals führen Johanna Thoma und Daniela Seidel Regie. Bei den Proben durfte Oberpfalz-Medien hinter die Kulissen blicken.

Bereits beim Betreten des Jugendheims liegt ein Knistern in der Luft. Der Theatervorhang ist geöffnet. Zu sehen ist eine Wohnstube, wie es sie fast überall gibt. Nach der langen Corona-Pause wird auf der Bühne im Jugendheim Theater gespielt. „Wegen der Urlaubszeit und anderer Umstände waren wir nie komplett“, erklärt Zweiter Vorsitzender Michael Bäumler bei der Probe am vergangenen Sonntag, an dem alle da sind und auch die Technik geprüft werden soll.

Für Johanna Thoma und Daniela Seidel ist der Sonntag, 2. Oktober, ein besonderer Premierentag. Der „Ledige Bauplatz“ ist die erste Inszenierung des weiblichen Regie-Teams bei der Laienspielgruppe (LSG) in Fuchsmühl. Für die LSG gilt es, die noch verbleibende Zeit sinnvoll zu nutzen. Von 10 bis 16 Uhr wurde das neue Stück Akt für Akt, Szene für Szene, rauf und runter gespielt.

"Unarten" sorgen für Unfrieden

Auf den Brettern, die die Welt bedeuten, rückt dieses Mal eine bebaubare Fläche als eine Art "Sonderbonus" in den Fokus. Zur Schlüsselfigur in der Komödie wird eine ledige Tante namens Berta Greulich, die von Daniela Seidel gespielt wird. Tante Berta hat es faustdick hinter den Ohren. Ein testamentarisch verfügtes Wohnrecht und ihre "Unarten" sorgen für Unfrieden. Also soll sie heiraten und so rasch es geht aus dem Haus.

Den ländlichen Schwank hat sich die in Theaterkreisen bekannte Autorin Regina Rösch ausgedacht. Die Textbücher lieferte der Verlag Rieder, mit dem die LSG seit vielen Jahren erfolgreich zusammenarbeitet. Aus dem Nähkästchen möchte die Mannschaft am langen Proben-Sonntag aber noch nicht plaudern. "Unsere Gäste sollen sich amüsieren und überraschen lassen", unterstreicht LSG-Vorsitzende und Mitdarstellerin Jasmin Mayerhöfer. Der "harte Brocken" sei kaum vermittelbar, verrät Michael Bäumler und meint damit Tante Berta im Theaterstück. "Es wird viele schöne Szenen geben", verspricht er.

Der für die Technik zuständige Mann am Mischpult, Jürgen Meyer, sitzt im Zuschauerraum und konzentriert sich auf die Regler. Der Ton-Techniker von der Ludwigshöhe hat versprochen, dass er, auch dank seiner beruflichen Erfahrung, die Saal-Akustik deutlich verbessern werde. Den bereitliegenden Kopfhörer schnappt sich die leitende Bühnenverantwortliche, Johanna Thoma, um hineinzuhören. Konzentriert lauscht sie den Dialogen. Wenige Minuten später hat sie ein Urteil gefällt. Ihr Daumen geht hoch. "So stelle ich mir die Szene in den Aufführungen vor“, ruft Thoma begeistert auf die Bühne.

Neuerungen für Zuschauer

Gebildet wurde ein Bühnenensemble, das aus erfahrenen Darstellern und Neulingen besteht. Erstmals dabei: Sabrina Früchtl und Lukas Mayerhöfer. Ihre Rollen längst auswendig gelernt haben zudem Martin Betz, Ernst Tippmann, Christian Mayerhöfer, Alexander Derwart und Sabine Eger. Ferner schlüpft das LSG-Oberhaupt, Jasmin Mayerhöfer, in die Rolle einer Metzgersgattin. Michael Bäumler wird zum Mitglied der Familie, die den häuslichen Entschluss gefasst hat, für Ruhe und Ordnung zu sorgen. "Eben deshalb muss Tante Berta unter die Haube", unterstreicht Bäumler.

Für Textsicherheit sorgt das Souffleusen-Team Margitta Sandner und Yvonne Scheckenbach. In Szene gesetzt wird „Der Ledige Bauplatz“ von Johanna Thoma und Daniela Seidel, die vor wenigen Monaten in die Fußstapfen ihres Vorgängers Wolfgang Lang getreten sind.

Die Zuschauer dürfen sich bei dieser Inszenierung auf einige Neuerungen gefasst machen. Auf die gewohnten Vorverkaufsstellen und die nummerierten Sitzplätze wurde verzichtet. Wer sich ab 18 Uhr (Saalöffnung an allen Aufführungstagen) einen Platz-Favoriten sichert, wird auch auf das Getränke- und Brotzeitangebot zurückgreifen können. Zudem erklärt Jasmin Mayerhöfer: "Ein besonderes Augenmerk richten wir auch auf die älteren Zuschauer und Rollstuhlfahrer." In Vereinbarung mit der Pfarrei dürfen die barrierefreien sanitären Räume im gegenüberliegenden Vinzentiner-Kloster genutzt werden.

Die LSG spielt ihr Theaterstück an drei Abenden. Für die Premiere am Sonntag, 2. Oktober, und für die Aufführung am Montag, 3. Oktober (Feiertag), gibt es noch Karten. Sie kosten im Vorverkauf 8 Euro und an der Abendkasse 9 Euro. Bereits ausverkauft ist die dritte Aufführung am Samstag, 8. Oktober. Ansprechpartner für Kartenanfragen ist Andreas Günthner, Kämmerer der Marktgemeinde Fuchsmühl. Erreichbar ist er unter der Telefonnummer 09634/ 9209-14 und per E-Mail (andreas.guenthner[at]fuchsmuehl[dot]de) im Rathaus.

 
 

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