03.02.2020 - 13:42 Uhr
FuchsmühlOberpfalz

"Ich weiß, was zu tun ist"

Nicole Fürst ist fest entschlossen, bei der Kommunalwahl Bürgermeister Wolfgang Braun abzulösen. Engagiert und motiviert formuliert die Verwaltungsangestellte im Gasthof „Weißenstein“ ihre Ziele.

Nicole Fürst stellte bei einer Wahlversammlung des SPD-Ortsvereins Fuchsmühl sich und ihre Ziele vor.
von Werner RoblProfil

Ihren Anspruch auf den Bürgermeistersessel untermauerte die SPD-Kandidatin erneut bei einer öffentlichen und von den "Roten Socken" (Helmut Plommer und Bernd Engelhardt) musikalisch umrahmten Wahlveranstaltung im Gasthof "Weißenstein". "Stellen Sie mir Fragen!", forderte sie die Zuhörer auf. "Ich arbeite seit über zwei Jahrzehnten im Rathaus und kenne die Vorgänge." Nicole Fürst versicherte: "Es gibt keinen mir fremden Verwaltungsbereich und ich weiß, was zu tun ist." Stets begleite sie ein Zitat von Mark Twain: "Ich bin an der Zukunft interessiert, schließlich will ich den Rest meines Lebens darin verbringen." Die Bewerberin versprach "Argumente statt Emotionen", zudem mehr "Ehrlichkeit und Herzlichkeit". Fürst: "Ich bringe die Projekte, die ich anpacke, auch mit Erfolg zu Ende. Ich habe das Ohr am Menschen." Sie empfahl sich als "kontaktfreudig und offen". Durch persönliche Gespräche will sie herausfinden, "wo es fehlt und wo der Schuh drückt".

Mehrgenerationen-Wohnhaus

Vieles könne verbessert und müsse anders gelöst werden. Dazu zählt ihrer Meinung nach auch der gemeindeeigene Schlossbereich. Stichwort "Dorf im Dorf": "Ich möchte, falls ich gewählt werde, aus dem heruntergekommenen Anwesen ein Mehrgenerationen-Wohnhaus machen." Die SPD-Bewerberin versicherte: "Ich werde Alt und Jung verbinden und Schnittstellen schaffen." Nicole Fürst an anderer Stelle: "Ich habe mir Gedanken über ein Reparaturcafé gemacht." Als ein "Herzensanliegen" bezeichnete sie die Schaffung eines "richtigen Vereinskartells". Im Dialog sollten Termine geplant und Veranstaltungen organisiert werden.

Jugendparlament

Zudem strich die SPD-Bürgermeisterkandidatin heraus: "Beseitigung der Leerstände, Umweltschutz und ökologisches Denken: Ich betrachte das als Selbstverständlichkeit." Angeregt wurde auch die Bildung eines Jugendparlamentes, um damit interessierte Heranwachsende für den Ort und die Kommunalpolitik zu begeistern.

"Der Internetauftritt der Gemeinde muss regelmäßig gepflegt werden." Manche Informationen, die man auf der Gemeinde-Homepage finde, seien veraltet, klagte Nicole Fürst.

"Wenn mer ner im Rathaus schöiner heiraten kannt" - diese Klage habe sie schon öfter gehört. "Den Brautleuten gefällt es im riesigen, wegen der Ausstattung kalten Sitzungssaal einfach nicht." Fürsts Idee wäre ein "schön ausgestattetes Trauungszimmer". Wichtig war der SPD-Bürgermeisterkandidatin auch: "Die kleine, aber sehr feine Bücherei muss wieder stark gemacht werden." Lesungen, auch für Kinder, sollen "mehr Schwung ins Getriebe" bringen.

SPD-Vorsitzender Udo Fürst ergänzte: "Wir wollen neues Leben in den Ort bringen." Man sei stolz auf die Kandidatin, die auf einem guten Weg sei, die erste weibliche Bürgermeisterin in Fuchsmühl zu werden. "Wir kämpfen für den Wechsel, damit mit Nicole Fürst wieder mehr Menschlichkeit und Empathie ins Rathaus einkehren."

Hintergrund:

Nicole Fürst: Weniger Plakate, fairer Dialog

In den Blickpunkt rückten in der Wahlversammlung neben Bürgermeisterkandidatin Nicole Fürst auch die Gemeinderatskandidaten Udo Fürst, Rainer Bleistein und Wolfgang Eiglmeier sowie Ernst Tippmann, Edwin Ulrich, Melanie Rudhoff, Maren Wölfl, Ramona Glowka, Julia Bleistein, Philipp Gerg und Matthias Schnurrer. Sie stellten sich Fragen und Anregungen seitens der Besucher. Nicole Fürst versprach einen betont offenen, herzlichen und sachlich fairen Dialog mit allen Ansprechpartnern.

"Seit ein paar Tagen verteilen wir unsere Flyer", informierte SPD-Ortsvorsitzender Udo Fürst. Am 16. Mai seit laut Nicole Fürst eine weitere Baumpflanzaktion der SPD geplant. Nach der Kandidatenvorstellung fügte Nicole Fürst hinzu: Man sei ein Team. "Ich wünsche mir einen regen Austausch untereinander." Für Ideen und Vorschläge habe man stets ein offenes Ohr. Zudem betonte sie im Gespräch im Oberpfalz-Medien: Auf eine großangelegte Plakatierung will die SPD aus Gründen des Umweltschutzes bewusst verzichten.

Gast der SPD-Wahlversammlung war auch Landratskandidat Thomas Döhler, um sich und sein Wahlprogramm vorzustellen. Zudem empfahlen sich Edwin Ulrich und Nicole Fürst als Kreistagskandidaten. (wro)

Im Gasthof „Weißenstein“ stellten sich die SPD-Kandidaten vor: (vorne von rechts) Maren Wölfl, Bürgermeisterkandidatin Nicole Fürst und Ramona Glowka; (stehend von rechts) Wolfgang Eiglmeier, Rainer Bleistein, Udo Fürst, Julia Bleistein, Ernst Tippmann, Landratskandidat Thomas Döhler und Edwin Ulrich. Philipp Gerg, Matthias Schnurrer und Melanie Rudhoff konnten an der Veranstaltung nicht teilnehmen.
Musikalisch umrahmt wurde die Wahlversammlung von den „Roten Socken“ aus Waldsassen, Helmut Plommer und Bernd Engelhardt (von rechts).
SPD-Ortsvorsitzender Udo Fürst (Zweiter von links) zeigte sich bei der Wahlversammlung optimistisch: „Wir sind stolz auf unsere Kandidatin Nicole Fürst. Wir kämpfen für den Wechsel.“
Zu Wort kam auch SPD-Landratskandidat Thomas Döhler.

Für Sie empfohlen

 

Videos aus der Region

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.