Es sind die Überreste eines Luftballons, die Bruno Voit bei seinem täglichen Spaziergang in einem Wald in Gebhardsreuth bei Moosbach findet. Im Gebüsch am Wegesrand hängt vergangene Woche eine Schnur und ein Zettel daran. Was auf dem Zettel steht, kann er nicht sofort lesen: Der Text ist in französischer Sprache verfasst. Bruno Voit bittet seine Nichte Elke Völkl-Käs, von Beruf Französischlehrerin, um Hilfe.
Nichte hilft bei Übersetzung
Die Nichte übersetzt den Text. Auch die Adresse gibt Hinweise. Dann steht fest: Vor rund zwei Wochen schickten Schüler im circa 900 Kilometer entfernten Ort Lallaing im Nordosten Frankreichs den Luftballon los, um ihre Lehrerin in den wohlverdienten Ruhestand zu schicken. Stürmische Winde scheinen den grünen Luftballon dann nach Deutschland getrieben zu haben. Dabei passierte er aller Kontakt- und Reisebeschränkungen zum Trotz wohl auch Belgien und landete fast in Tschechien.
Beide Orte, Lallaing und Gebhardsreuth, befinden sich zudem an der östlichen Landesgrenze von Frankreich beziehungsweise Deutschland. Mit Hilfe seiner Nichte kam Voit der Aufforderung auf der Karte nach, einen freundschaftlichen Gruß an die pensionierte Lehrerin zurückzuschicken. Gemeinsam setzten sie einen Brief in Französisch auf und schickten ihn – nicht per Luftpost – auf den Weg nach Frankreich.















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