Georgenberg
12.12.2019 - 09:57 Uhr

Einstimmiges Votum für Martin Scheibl

Der Ratsherr bewirbt sich am 15. März für den Chefsessel im Rathaus. Außerdem kandidieren für die Freien Wähler 24 Frauen und Männer um einen Sitz im Gemeinderat.

Die Freien Wähler Georgenberg treten mit Martin Scheibl (hinten, Sechster von links) an der Spitze bei den Kommunalwahlen 2020 an. Bild: pi
Die Freien Wähler Georgenberg treten mit Martin Scheibl (hinten, Sechster von links) an der Spitze bei den Kommunalwahlen 2020 an.

Für Anton Hirnet steht fest: „Die Kommunalwahlen 2020 werden aufgrund neuer Konstellationen sehr interessant werden.“ Und da möchte Martin Scheibl ein gewichtiges Wort mitreden. „Ja, ich will Bürgermeister werden“, sagte der Ratsherr in der Nominierungsversammlung der Freien Wähler am Dienstag im Hotel „Goldene Zeit“.

Hirnet als kommissarischer Vorsitzender des Ortsverbands war in seiner Begrüßung sicher: „Der Ausgang der Wahlen mit der Verteilung der Sitze ist ungewiss.“ Schließlich sei mit der „Bürgerliste Georgenberg“ eine neue Gruppierung dazugekommen. Umso mehr gilt es für ihn, die Belange der Bürger ernst zu nehmen. „Das wird im künftigen Gremium nur möglich sein, wenn die Gemeinderatsmitglieder zusammenarbeiten“. Dabei nannte er als Priorität der Volksvertreter, gemeinsam zum Wohle der Menschen zu arbeiten und nicht Stärke zu demonstrieren.

Als ausschlaggebend für seine Bewerbung um den Chefsessel im Rathaus bezeichnete Scheibl seine enge Bindung zur Gemeinde. In dieser lebt er seit seiner Geburt am 23. Juli 1964. „Schon als Kind nahm mich mein Vater, der über 20 Jahre Bauhofchef war, an die Hand und zeigte mir, was innerhalb der Gemeinde zu tun ist“, sagte der dreifache Familienvater. Seine Erfahrungen bringe er seit 21 Jahren im Gemeinderat ein, darunter im Bau- und Umweltausschuss oder Rechnungsprüfungsausschuss.

Scheibls gesellschaftliches Engagement geht zurück bis zur Katholischen Landjugend. „Ich kenne die Belange der Georgenberger Vereine, aber auch unserer Mitbürgerinnen und Mitbürger bestens“, verwies er auf seine zum Teil Führungspositionen beim Pfeifenclub 1978 Brünst, der Feuerwehr Georgenberg, der Georgenberger Siedlergemeinschaft oder beim Oberpfälzer Waldverein.

In seiner „kleinen Reise“ bezeichnete Scheibl seine Heimatgemeinde als eine der schönsten Kommunen in der Oberpfalz, als er fand: „Wo andere Urlaub machen, leben wir. Und das sollte uns immer bewusst sein, wie schön und ruhig wir hier wohnen.“ Neben gut ausgebauten Straßen – „um die beneiden uns viele Nachbargemeinden“ – ist für ihn die Erhaltung und Verbesserung der eigenen Wasserversorgung eine der Hauptaufgaben. Mehr zusammenführen möchte er die einzelnen Gemeindeteile. Dabei versicherte er: „Mit mir als Bürgermeister bekommen sie einen Gemeindechef, der sich schon immer für eine breite Bürgerbeteiligung ausgesprochen hat und auch in Zukunft auf gemeinsames Bürgerengagement setzt.“

In seiner Agenda hat der Kandidat auch junge Familien und Senioren. „Eine starke Gemeinde“ will er im Hinblick auf den demografischen Wandel mit einer seniorengerechten Politik entwickeln, etwa in Zusammenarbeit mit der Pfarrei, ob bei betreutem Wohnen oder einer Tagespflege-Einrichtung. „Ich denke dabei an das inzwischen leerstehende Schwesternwohnheim“, sagte Scheibl und versprach, dass er als Bürgermeister den älteren und jüngeren Mitbürgern eine Stimme geben werde, „damit ihre Anliegen nicht ungehört bleiben.“

Die Bewerber für den Gemeinderat bezeichnete er als „vielversprechende Kandidaten“ und freute sich, wieder einen kompletten Wahlvorschlag auf die Beine gestellt zu haben. Schließlich nannte er als Stärke der Freien Wähler, nicht nur die eigenen Ziele zu verfolgen, sondern auch andere sinnvolle Vorschläge zu realisieren, und wies auf das für den 11. Januar geplante Tagesseminar im „Berggasthof“ Schaller hin.

Laut Karl Meier, der die einstimmig über die Bühne gegangenen Wahlen leitete, müsse es selbstverständlich sein, dass Kommunalpolitiker nur ihrem Gewissen verpflichtet sind und ein Parteizwang außen vor bleiben sollte. Auch der Kreisrat sprach sich für ein seniorengerechtes Wohnen aus und ging auf die aktuelle Situation der Kliniken Nordoberpfalz AG ein. „Das BAXI soll im Frühjahr kommen“, war eine seiner weiteren Informationen.

Martin Scheibl ist Bürgermeisterkandidat der Freien Wähler in Georgenberg. Bild: pi
Martin Scheibl ist Bürgermeisterkandidat der Freien Wähler in Georgenberg.
Info:

Kandidaten der Freien Wähler in Georgenberg

Für einen Sitz im Gemeinderat bewerben sich: 1. Martin Scheibl (Gemeinderatsmitglied), Faislbach; 2. Jürgen Schiller (Gemeinderatsmitglied), Neukirchen zu St. Christoph; 3. Anton Hirnet, Leßlohe; 4. Berthold Zintl, Neukirchen zu St. Christoph; 5. Max Ertl, Brünst; 6. Maria Frischholz, Neudorf; 7. Markus Frischholz, Georgenberg; 8. Ralf Gürtler, Leßlohe; 9. Erika Haase, Neuenhammer; 10. Ringo Haase, Neuenhammer; 11. Thomas Kindl, Georgenberg; 12. Marcus Knecht, Georgenberg; 13. Florian Mühling, Georgenberg; 14. Marina Müller, Georgenberg; 15. Matthias Müller, Georgenberg; 16. Heiko Nickl, Faislbach; 17. David Piehler, Neudorf; 18. Alfred Plödt, Neukirchen zu St. Christoph; 19. Tobias Plödt, Galsterlohe; 20. Felix Reber, Faislbach; 21. Rita Voit, Hinterbrünst; 22. Marin Völkl, Hinterbrünst; 23. Michael Werner, Georgenberg; 24. Alexander Wüst, Oberrehberg. Ersatzleute sind Johanna Grünauer, Neuenhammer, und Alfons Scheibl, Faislbach, Beauftragte Anton Hirnet und Jürgen Schiller.

 
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