08.03.2020 - 09:12 Uhr
GeorgenbergOberpfalz

Freie Wähler in Georgenberg gehen in die Offensive

FW-Bürgermeisterkandidat Martin Scheibl stellt nochmals das Wahlprogramm vor. Er spart dieses Mal nicht mit kleinen Spitzen in Richtung CSU.

Martin Scheibl und Anton Hirnet (von links) werben für die Freien Wähler.
von Josef PilfusekProfil

Auch bei den Freien Wählern geht es so langsam auf die Zielgerade für die Kommunalwahlen am 15. März. Im Gasthof Scheinkönig hat Martin Scheibl am Donnerstag nochmals kräftig die Werbetrommel für sein Programm und die Bewerber für den Gemeinderat gerührt.

Im Rückblick auf die vergangenen Wochen sprach der Bürgermeister-Kandidat von überzeugenden Gesprächen mit den Bürgern. Mit der Aussage, ebenfalls heimatverbunden und in der Gemeinde verwurzelt zu sein, galt Scheibls Aufmerksamkeit erstmal seinen beiden Mitbewerbern mit dem scherzhaften Hinweis, dies schon länger zu sein, „weil ich ja aufgrund meines Alters schon etwas länger in der Gemeinde lebe“.

Einen Tipp hatte der FW-Spitzenkandidat auch für gewisse Leute: „Es wäre besser, man diskutiert wieder mehr miteinander, als wenn man die halbe Nacht am PC oder ‚Wischkastl‘ verbringt und im Verborgenen über den anderen schreibt“. Dabei blickte er 24 Jahre zurück mit der damaligen Warnung „Gott bewahre uns vor den Freien Wählern“. Und so komme es ihm mit der Aussage „Sechs Jahre ohne einen guten Bürgermeister sind sechs verlorene Jahre“ auch dieses Mal so vor. Dabei seien die Freien Wähler seit eineinhalb Jahren in der Regierungsverantwortung. „Wir übernehmen Verantwortung, leisten gute und erfolgreiche Arbeit für unser Land, und genau das will ich auch für unsere Gemeinde“, sagte er.

Scheibl, eigenen Worten zufolge „noch nie ein Freund von absoluten Mehrheiten“, hält Fraktionssitzungen für nicht unbedingt erforderlich. „Lieber soll die Gemeinderatssitzung eine Stunde länger dauern“, fand er. „Sie wäre dann auch interessanter, und es kämen wieder mehr Zuhörer.“

„Das Rathaus soll wieder ein zentraler Platz für Veranstaltungen und die Ortsentwicklung werden“, sagte der Redner, der wieder feste Sprechzeiten einführen will und sich etwa eine Sommerserenade „Böhmische Klänge“ mit der Blaskapelle Waldkirch vorstellen kann. Mit eingebunden werden sollen dabei auch die Vereine. „Mit mir als Gemeindechef bekommen sie einen Bürgermeister, der schon immer für eine breite Bürgerbeteiligung war und ist und auf Bürgerengagement setzt“, sprach er unter anderem die „Kleine Dorferneuerung“ in Waldkirch und Neukirchen zu St. Christoph/Neudorf an.

Damit auch die Älteren weiter teilhaben können, brachte er eine Tagespflege-Einrichtung in Zusammenarbeit mit der Pfarrei ins Spiel und dachte dabei an das inzwischen leerstehende Schwesternwohnheim. Auf keinen Fall zu kurz kommen darf für ihn auch die Jugendarbeit. Und mit dem Integrierten Ländlichen Entwicklungskonzept (ILEK) stellte er sich beim Jugendzeltplatz „Camping am Waldfreibad“ vor. Im Hinblick auf seinen Spitznamen „Wastl“ meinte er: „www – wir wählen Wastl!“

Die Vorstellung der Gemeinderatskandidaten nahmen FW-Vorsitzender Anton Hirnet und Matthias Müller vor. Er hielt von Scheibl ein besonderes Lob dafür, „wie viel Zeit du in den vergangenen Monaten investiert hast“.

Martin Scheibl und Anton Hirnet (von links) werben für die Freien Wähler.

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